Viele neue Akzente beim Aufgalopp am Löh

+
Mit sechs Treffern am Donnerstagabend bester SGSH-Werfer im ersten Testspiel gegen den SV Westerholt: Rechtsaußen Jacek Wardzinski.

Schalksmühle - Es sollte nur ein lockerer Aufgalopp sein, das Ergebnis indes durfte sich vor 70 Zuschauern am Löh sehen lassen. 34:17 (16:5) bezwang Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver am Donnerstagabend den Verbandsliga-Titelaspiranten SV Westerholt.

Von Thomas Machatzke

Die vier Neulinge – Jacek Wardzinski, Mateusz Rydz, Achim Jansen und Tobias Fleischhauer – hatte die SGSH ihren Fans direkt im ersten Spiel präsentieren wollen. Das tat sie dann auch, und noch ein bisschen mehr. Eigentlich waren es sogar sieben Neue: Marcel Kämmerer durfte in der ersten Halbzeit das Tor hüten. Kämmerer ist aus Lüdenscheid für die Reserve gekommen, aber er trug an diesem Abend ein Trikot seines ersten Vereins, von der HSV Werdohl/Versetal, was immerhin die kuriose Situation mit sich brachte, dass zu Beginn des Spiels beide Keeper HSV-Trikots anhatten. Im Westerholter Tor nämlich übte sich mit Björn Otterbach ja auch ein Ex-Werdohler.

Sechster SGSH-Neuer des Abends war Marco Luciano, der aus Gevelsberg gekommen und wie Kämmerer für die Landesliga-Reserve vorgesehen ist. Aber weil mit Brauckmann, Skabeikis, Mayer (alle Urlaub) und Formella (Blinddarm-OP) noch vier Spieler des Kaders fehlten, durften sie mitspielen. Und dann war der noch der siebte Neue: Ein riesengroßer Fernseher, der am Löh über dem Zeitnehmer-Tisch hängt und ab sofort Botschaften der Sponsoren überträgt. So wurde es nie langweilig – wenn auf dem Feld mal nichts los war, gab’s immerhin auf dem Bildschirm die neuste Orbis-Mode.

Zwei torhungrige neue Linkshänder

Auf dem Feld war derweil eine Menge los. Nach verhaltenem Beginn (6:4, 11.) fand die SGSH in der Deckung zu für den Start ziemlich famosen 20 Minuten. Der Gast, bei dem die Neuzugänge Trattner und Kersebaum fehlten, suchte nach Mitteln gegen das 6:0-Bollwerk mit Luciano und Dmytruszynski im Innenblock, aber er fand keine. Die folgenden 19 Minuten bis zur Pause gewann die SGSH 10:1. Das war mehr als nur ordentlich.

Nach dem Wechsel war dies Niveau nicht zu halten. Es wechselte das Personal, es wechselten die Abwehrsysteme. Aber es blieb eine standesgemäße Überlegenheit des Favoriten. Und noch etwas blieb: der Torhunger über die rechte Außenbahn. Egal, ob dort Wardzinski oder Jansen auftauchten – beide machten direkt klar, was sie am liebsten tun auf dem Handballfeld: Tore werfen natürlich. Damit standen sie immerhin im Kontrast zu Mateusz Rydz, der auch großen Spaß daran hat, Tore vorzubereiten und Tore zu verhindern. Am Ende jedenfalls stand es 34:17. Die Fans waren zufrieden, und Co-Trainer Axel Meyrich war es auch nach einem Auftaktabend, der Lust auf mehr gemacht hat, auch.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare