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Glauben, Hoffen und Bangen

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Von: Thomas Machatzke

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Bogdan Criciotoiu (Nr. 90) fällt am Samstag aus.
Bogdan Criciotoiu (Nr. 90) fällt am Samstag aus. © Machatzke, Thomas

Im zweiten Heimspiel der neuen Spielzeit empfängt Handball-Drittligist SGSH Dragons am Samstagabend um 19.30 Uhr an der Halveraner Mühlenstraße den ersten Gegner aus Ostwestfalen: Dieser firmiert unter dem Namen LIT 1912 II – und ist der Zusammenschluss des langjährigen Erzrivalen LIT Nordhemmern mit der Reserve der TuS Nettelstedt-Lübbecke.

Halver - Reserveteams von Bundesligisten sind nicht selten sehr junge Ensembles mit Talenten, die den Sprung schaffen wollen. Das trifft auf das LIT-Team nicht unbedingt zu. Daniel Gerling, einst einer der Topspielmacher der 3. Liga und heute Trainer des LIT, hat einige sehr erfahrene Kräfte an Bord. Marco Bagaric und Evars Klesniks, die den LIT-Innenblock in der 6:0-Abwehr bilden, haben beide eine Bundesliga-Vergangenheit. Der gerade vom ASV Hamm zurückgekehrte Sören Südmeier war im vergangenen Jahr noch einer der besten Spielmacher der 2. Bundesliga und ist nun nach drei Spieltagen mit 19 Treffern drittbester Werfer der 3. Liga. Linkshänder Marten Franke spielte auch schon für Hamm in der 2. Bundesliga.

„Das ist unser bisher stärkster Gegner“, sagt SGSH-Trainer Maciej Dmytruszynski – ungeachtet der Tatsache, dass Aldekerk (6:0 Punkte) und Longerich (4:2) im Klassement vor LIT (3:3) rangieren. Für die SGSH kommt hinzu, dass die personelle Ausstattung am Samstag keinesfalls die beste sein wird. Bodgdan Criciotoiu hat sich nach bisheriger Erkenntnis in Burscheid einen Muskelfaserriss in der Wade zugezogen und wird wohl zwei bis drei Wochen ausfallen. Kapitän Florian Diehl hat ein Antibiotikum verabreicht bekommen und lag in dieser Woche weiterhin flach. Dazu hat auch Brian Gipperich im Training aufgrund einer Erkältung passen müssen. „Das war keine gute Trainingswoche ohne Linkshänder im Rückraum“, sagt Dmytruszynski.

So sind die Vorzeichen für die mit drei Niederlagen gestartete SGSH alles andere als gut. Aber irgendwann müssen die ersten Punkte her – und die hätte der Chefcoach gerne direkt am Samstag. „In dieser Liga kann jeder jeden schlagen“, sagt Dmytruszynski, „also auch wir diesen Gegner. Aber dafür müssen wir viel besser decken, müssen besser zurücklaufen als bei den Bergischen Panthern und dürfen auf keinen Fall so viele einfache Fehler machen.“

Ich glaube an diese Mannschaft. Aber wichtig ist, dass die Mannschaft auch selbst an sich glaubt.

SGSH-Trainer Maciej Dmytruszynski

Die Deckung wird Dmytruszynski umbauen müssen. Mit Criciotoiu und möglicherweise Diehl fällt ihm seine Erstbesetzung für den Innenblock aus. Jonas Molz hat hier zuletzt ein gutes Spiel gemacht. Er dürfte gesetzt sein. Denyz Nikulichev hat zuletztgar kein gutes Spiel gemacht. Doch Dmytruszynski nimmt den jungen Ukrainer in Schutz. „Er ist einfach sehr nervös gewesen, und da ist auch noch die Sprachbarriere“, sagt der Coach, „im Training sieht das alles sehr gut aus, aber im Spiel bei den Panthern hat er es nicht abrufen können.“

Überhaupt hat das gesamte Team nicht das abgerufen, was Dmytruszynski für möglich hält. „Ich glaube an diese Mannschaft“, sagt der Trainer, „aber wichtig ist, dass die Mannschaft auch selbst an sich glaubt. Denn das muss sie, wenn sie einen Gegner wie LIT schlagen will.“

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