Der März wird zum Monat der Wahrheit

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Die SGSH in Siegerpose: Kurz vor dem Ende jubelten die Drittliga-Handballer noch. Am Ende aber reichte es gegen den Tabellenfünften aus Korschenbroich doch nur zu einem 26:26-Unentschieden.

SCHALKSMÜHLE - Es war am Samstag auf der Tribüne der Halle Mühlenstraße kein Mangel an Protagonisten des höherklassigen Schalksmühler Handballs früherer Tage. Valdis Gutmanis war aus dem Saarland angereist, der langjährige Kreisläufer Gunter Derksen aus Kierspe, ein paar Meter weiter saß mit Axel Vormann einer der Top-Goalgetter der goldenen 90er-Jahre.

Von Thomas Machatzke

Keine Frage: Der Abstiegskampf, der für die SG Schalksmühle-Halver dieser Tage viel akuter ist als man sich das erhofft hätte, zieht die Leute an. Angesichts der konkurrierenden Veranstaltungen waren die 500 Zuschauer am Samstagabend an der Mühlenstraße ein guter Wert. Auch die Stimmung war so, wie sich das Team und Trainer gewünscht hatten. Viel Unterstützung, viel mehr jedenfalls als in den vergangenen Wochen am Schalksmühler Löh.

So war es ein Handballabend, bei dem vieles passte, aber eben nur vieles. Das Finale mit dem späten Korschenbroicher Ausgleich zum 26:26 mochte nicht zu den übrigen Umständen passen. Ein Punkt gegen den Tabellenfünften – das war auf dem Papier okay, aber eben nur auf dem Papier. „Wir machen einfach in der entscheidenden Phase zu viele technische Fehler“, ärgerte sich Mathias Grasediek, „und wir bringen die letzten Bälle nicht ins Tor. Schade. Es war ja bis dahin ein starker Auftritt.“

In der Tat schickte die SGSH ihre Trainerteam und die Anhänger durch ein Wechselbad der Gefühle. Allen voran Jan Stuhldreher. Nach der Pause war der Spielmacher neben Florian Diehl und dem starken Formella im Tor der entscheidende Faktor dafür, dass sich die SGSH absetzte. Mit viel Herz suchte er den Abschluss, traf, führte das Team. Doch auf der Zielgerade dann warf Stuhldreher einen Gegenstoß per Aufsetzer übers Tor, verlor zweimal den Ball und scheiterte schließlich von der linken Außenseite auf den Kreis tretend am guten Keutmann.

In Neuss wartet echtes Druckspiel

Dazu kam, dass auf der anderen Außenbahn Alex Brauckmann nach seinem schönen Gegenstoßtor bei seiner letzten Chance den Ball auch nicht an Keutmann vorbei brachte. Die SGSH hatte es wie gegen Ferndorf selbst in der Hand gehabt. Sie hatte in den letzten fünf Minuten auch nicht mehr jeden strittigen Pfiff für sich bekommen. Aber unterm Strich war sie erneut an sich selbst gescheitert.

So bleibt die Lage im Abstiegskampf bedrohlich. Auf Gladbeck ist der Vorsprung zwar wieder auf zwei Zähler gewachsen, doch ein Ruhekissen ist das nicht. Der Monat März wird ein Monat der Vorentscheidung: In Neuss (8. März), gegen Duisburg (15. März), Düsseldorf (22. März) und in Bielefeld (29. März) warten Spiele gegen Gegner, gegen die gepunktet werden muss. Mathias Grasediek schaut zunächst ganz auf das Neuss-Spiel. „Da haben wir noch einiges gutzumachen, im Hinspiel waren wie unfassbar schlecht“, sagt Grasediek mit Blick auf das 27:29 (12:17) im Oktober am Löh, „wir können dieses Spiel sehr mutig angehen. Sicherlich haben wir Druck, aber Druck hat auch der Neusser HV in so einem wichtigen Heimspiel.“ Keine Frage. Viel mehr Abstiegskampf als am 8. März in Neuss geht nicht.

Pokal ohne Grasediek und Feldmann

Das Karnevals-Wochenende steht für die Drittliga-Handballer im Zeichen des HVW-Pokals: Im Halbfinale des Wettbewerbs auf Westfalenebene trifft die SG Schalksmühle-Halver am Freitagabend um 20 Uhr in der Enervie-Arena auf den VfL Eintracht Hagen II. Die Hagener waren Halbzeitmeister der Oberliga Westfalen, belegen dort aktuell nach der 26:40-Heimniederlage gegen LIT Nordhemmern den vierten Tabellenplatz. Die SGSH wird in Hagen auf Spielmacher Christian Feldmann verzichten müssen, der in dieser Woche im Skiurlaub weilt. Ebenfalls eine Urlaubs-Auszeit über das eigentlich spielfreie Karnevals-Wochenende hat sich Trainer Mathias Grasediek genommen. Er verbringt das Wochenende auf Mallorca. Für Grasediek wird Co-Trainer Axel Meyrich das SGSH-Team in Hagen coachen.

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