SGSH: Keine Derbys gegen Hagen mehr

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SGSH contra Jens-Peter Reinarz und Eintracht Hagen - diese Konstellation gibt es in der neuen Saison nicht mehr.

Hagen - Die Drittliga-Handballer der SG Schalksmühle-Halver müssen in der nächsten Saison nicht nur ohne die Derbys gegen den TuS Ferndorf auskommen – auch der VfL Eintracht Hagen als zweiter großer Südwestfalenrivale gehört nicht mehr zur Gegnerschaft der Grasediek-Sieben. Die Hagener schafften am Samstag in Dresden über den Umweg Relegation den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

VfL Eintracht Hagen, HF Springe und HC Elbflorenz – aus diesem Trio mussten zwei Aufsteiger ermittelt werden. Die Hagener waren dabei zunächst die Zuschauer, sagen zwischen den Gastgebern aus Dresden und dem Nord-Vizemeister Elbflorenz bis zum 19:19 ein völlig ausgeglichenes Spiel. Dann aber warfen die Gastgeber kein Tor mehr und verloren 19:25. Springe feierte damit bereits. Die Hagener durften im zweiten Spiel gegen den HC Elbflorenz antreten. Mit klarer Vorgabe – ein Sieg würde zum Aufstieg reichen.

Obwohl die Dresdener noch 60 Minuten in den Beinen hatten, wurde es ein Kräftemessen, das bis zum Ende spitz auf Knopf stand. Erst der Treffer des Meinerzhageners Marius Kraus in der 59. Minute brachte der Eintracht, die bereits 25:22 geführt hatte, den 27:26-Sieg. Reinarz (8/3), Aschenbroich (6) und Kraus (5) waren dabei die Torgaranten für den knappen Erfolg, nach dem eine große Aufstiegsfeier von grün und gelb losging. Das letzte Spiel des Tages war damit bedeutungslos geworden, denn Hagen und Springe hatten beide den Aufstieg bereits sicher. Gleichwohl wurde noch gespielt, wobei die Hagener auf Aschenbroich, Reinarz und Kraus verzichteten. Das Spiel, in dem Thomas Rink und Peer Pütz jeweils zehnmal trafen, endete 40:40.

Nur noch zwölf NRW-Teams drittklassig

Nach dem Hagener Aufstieg und der Abstiegsentscheidung in der 2. Bundesliga – hier haben sich nach der nicht erteilten Lizenz und dem damit verbundenen Abstieg des TV Großwallstadt der TSV Bayer Dormagen und der TuSEM Essen definitiv gerettet – wird es in der neuen Saison definitiv nur zwölf Mannschaften aus NRW in der 3. Liga geben. So wird die 3. Liga West mindestens mit vier Mannschaften aus anderen Bundesländern spielen. Sollte sich der DHB entscheiden, Minden II und Lemgo II wieder der Nordstaffel zuzuschlagen und die Weststaffel mit Teams aus Hessen aufzufüllen, so könnten es sogar nurmehr zehn Teams aus NRW sein. Diese Entscheidung steht allerdings noch aus. Eine spannende Staffel wartet auf jeden Fall auf die SGSH – allerdings eine ohne Derbys gegen Hagen und Ferndorf.

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