Handball, 3. Liga

Schmetz-Schützlinge: Training im Wartestand

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Abwarten und Tee trinken: Kai Bekston und Florian Diehl.

Schalksmühle – Während der sportliche Lockdown in den Klassen des Handball-Verbandes Westfalen und des Kreises für klare Verhältnisse gesorgt hat, bleibt die Lage für Drittligisten kompliziert. Und weil das so ist, darf die 1. Mannschaft der SGSH Dragons auch weiterhin trainieren am Löh und an der Mühlenstraße.

„Man kann keine Pause machen, denn es könnte ja nach dem 15. November direkt weitergehen, auch wenn ich daran nicht glaube“, sagt Trainer Mark Schmetz. Bis zum 15. November und damit für drei Spieltage hat der DHB nach seiner Videokonferenz mit den Verantwortlichen am Freitagabend den Spielbetrieb in der 3. Liga ausgesetzt. Bis zum 15. November soll in zwei Punkten die Weichenstellung für die weitere Drittliga-Saison geschehen sein. 

Der eine Punkt ist der Profistatus. Hier hat der DOSB sportarten-übergreifend eine Definition erarbeitet, die nun von den Innenministerien des Bundes und der Länder bewertet werden muss. Wird sie akzeptiert, dann gelten sowohl Drittliga-Handball als auch Handball in der A-Jugend-Bundesliga als Profihandball. „Das wäre insofern wichtig, weil man diesem Bereich über den Status auch beim Lockdown ein Training ermöglichen würde – ganz unabhängig davon, wann der Spielbetrieb tatsächlich weitergeht“, sagt Drittliga-Staffelleiter Andreas Tiemann (Hille), „selbst wenn wir den Spielbetrieb bis Ende November aussetzen würden, dann könnte man ja danach nur direkt wieder loslegen, wenn die Mannschaften auch trainiert hätten…“ 

Zweiter Punkt der Diskussion: Mit welchem Spielsystem soll es in der 3. Liga weitergehen? „Dass es mit den 18er-Staffeln nicht klappen wird, haben wir uns gleich gedacht“, sagt Mark Schmetz, der sich nun überraschen lassen will, wie der DHB die Zahl der Spiele für Drittligisten in der Saison 20/21 herunterfahren wird. 

Krefelder Modell mit Annullierung der bisherigen Spiele

Die HSG Krefeld will sich nicht überraschen lassen, hat lieber ein eigenes Modell in Umlauf gebracht über die sozialen Medien. Neustart der Saison am 1. Dezember mit acht regionalen Neuner-Staffeln und anschließenden Play-Off-Runden um den Aufstieg – so hätte man es am Niederrhein gerne. In diesem Modell würden alle bisherigen Saisonspiele annulliert. Für die HSG wäre das günstig – der Zweitliga-Absteiger hat schon zwei Niederlagen in der Bilanz stehen. 

Eine Saisonfortsetzung ohne die bisher absolvierten Partien in der Wertung kann sich Andreas Tiemann derweil kaum vorstellen. Sein favorisiertes Modell ist, die Hinrunde in Ruhe zu Ende zu spielen und dann eine verkürzte Rückrunde in Leistungsgruppen zu planen. Ein Modell mit Neuner-Staffeln will er auch nicht ausschließen – dann aber unter Mitnahme der bisherigen Partien. „Am Ende bin ich für jede gute Idee und jede gute Lösung dankbar“, sagt Tiemann, „und am Ende werden wir mit dem System weiterspielen, das bei den Vereinen die Mehrheit findet.“ 

Die „digitale Aussprache“, wie der DHB den virtuellen Staffeltag am Freitag in seiner Erklärung genannt hat, soll bis zum 12. November über die Bühne gegangen sein. „Aber so lange werden wir wahrscheinlich nicht brauchen“, sagt Tiemann, der sich gut einen Termin am nächsten Wochenende für das Treffen im Internet vorstellen könnte. Vielleicht haben die Drittligisten also schon Anfang nächster Woche ein wenig mehr Klarheit darüber, wie und wann es weitergeht für sie.

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