Handball

Fortschritte und Fehler am Ende des zweiten Vorbereitungsdrittels

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Treffsicher von Linksaußen und am Kreis: Tobias Schetters ist aktuell im Spiel der SGSH Dragons eine Bank.

Witten – Ein Monat noch bis zum Saisonstart 20/21: Für die Drittliga-Handballer der SGSH Dragons ging am Freitagabend mit einer Trainingseinheit der zweite Zyklus der Vorbereitung zu Ende. Der dritte beginnt am 14. September: der Endspurt. Doch wo steht das Schmetz-Team nach zwei Dritteln der Testphase? D

Der Coach selbst gab sich am Donnerstagabend nach dem 38:29 (16:12)-Testspielsieg beim Neu-Oberligisten TuS Bommern weder unzufrieden noch euphorisch. „Es ist ja manchmal gar nicht so schlecht, wenn die Vorbereitung nicht zu gut läuft“, stellte Schmetz mit einem Lächeln fest. Zufrieden? „Ja und nein“, sagte der Niederländer, „ja, weil wir durchaus die Fortschritte machen, die ich mir erhofft habe. Nein, weil wir immer noch viel zu viele Fehler machen.“ 

Das Gastspiel am Bommerfelder Ring in Witten – es war in diesem Zusammenhang durchaus aussagekräftig, denn es enthielt die Phasen, in denen Fortschritte sichtbar wurden, aber eben auch Phasen, in denen sich viel zu viele kleine Fehler einschlichen. Die Forderung des Trainers nach Leidenschaft – die hatte Schmetz am Wochenende bei der Niederlage in Ratingen gefehlt – beantwortete das Team zwar mit einem Plus an Leidenschaft. „Das war mehr als am Wochenende“, stellte Schmetz fest. Gerade in der ersten Halbzeit brannten die Dragons gegen einen Gegner, der im vergangenen Jahr noch zwei Spielklassen unter ihnen angesiedelt war, aber nicht wirklich. Es war ein zwar bemühter Auftritt, aber kein Feuerwerk der Leidenschaft – noch keine Liga-Mentalität. 

Man musste es der Mannschaft vielleicht nachsehen. Zu Kai Bekston (Rückenprobleme) hatten sich auf der Ausfall-Liste mit Keeper Ante Vukas (Magen-Darm-Infekt) und Florian Diehl (Knieprobleme) zwei Namen hinzugesellt. Bekston, Diehl, Vukas – gerade mit Blick auf die Qualität beim Toreverhindern durchaus gravierende Ausfälle für die Dragons. Mark Schmetz machte derweil aus der Not eine Tugend – und probierte das eine oder andere aus. 

Moritz Frenzel bester SGSH-Werfer

In der neuen offensiven 3:2:1-Abwehr, auf die der Niederländer nach 17 Minuten mit Licht und Schatten (10:9-Führung) umstellte und die bis zum Wechsel einen 16:12-Vorsprung generierte, durfte Jan König auf der Spitze decken. Vorne entlastete Tobias Schetters am Kreis Philipp Dommermuth und machte auch dies gut. Schetters hat dieser Tage ohnehin im Abschluss einen Lauf und überzeugt auch defensiv mit solider Arbeit, sodass er kaum wegzudenken ist aus dem SGSH-Ensemble. 

Bester Torschütze war gleichwohl einmal mehr der schnelle Moritz Frenzel (8/1), der auf der rechten Außenbahn wohl auf 60 Einsatzminuten gekommen wäre, hätte er sich nicht zwischenzeitlich eine von drei Dragons-Zeitstrafen eingehandelt. Die Phasen, die Schmetz nervten, gab es auch. Nach dem 14:21 zum Beispiel, als sein Team in drei Unterzahl-Situationen gar nicht klarkam. Bis auf 21:23 verkürzte der engagierte Gastgeber, u.a. durch zwei Empty-Net-Goals. Die Schlussviertelstunde indes nutzte die SGSH gegen eine nicht funktionierende offensive Abwehrvariante des TuS, um doch noch klare Verhältnisse zu schaffen. „Aber 29 Gegentore sind am Ende natürlich viel zu viele“, stellte Schmetz selbstkritisch fest. Nein, bis zur Meisterschaftsform ist es noch ein ganzes Stück für die SGSH.

Der Feinschliff soll in den letzten drei Wochen vor dem Start folgen, u.a. auch in den drei noch ausstehenden Testspielen gegen drei Regionalligisten aus dem Rheinland, die in der neuen Saison in der Nachbarstaffel spielen. Am 18. und 19. September erwartet die SGSH zunächst am Löh die HSG Krefeld und dann in Halver den TuS Opladen. Am 25. September folgt noch das Kräftemessen gegen den Leichlinger TV. Und danach soll dann tatsächlich alles bereitet sein für den Meisterschaftsstart.

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