Handball, 3. Liga

Dragons regen Spielsystem mit Play-off-Runden um Auf- und Abstieg an

Handballer Brian GIpperich von der SGSH im Zweikampf
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Brian Gipperich und die SGSH Dragons sind gespannt, nach welchem Spielsystem es in der 3. Liga der Handballer weitergeht.

Wohin steuert die 3. Liga der Handballer? Am Dienstagabend soll im Rahmen einer Video-Konferenz das Spielsystem für die Zeit nach dem Lockdown festgezurrt werden.

Schalksmühle – Am Dienstagabend um 20.30 Uhr treffen sich die Vertreter der 72 Handball-Drittligisten im Männer-Bereich zur „digitalen Aussprache“ im Internet (die Frauen-Drittligisten sind bereits um 18.30 Uhr an der Reihe). Im Rahmen der Videokonferenz mit allen Beteiligten, Staffelleiter Andreas Tiemann und auch Vertretern aus der DHB-Führung soll festgezurrt werden, nach welchem Spielsystem die Saison nach dem Lockdown fortgesetzt werden soll.

Klar ist: Eine Saison mit kompletter Hin- und Rückrunde in den 18er-Staffeln wird es nicht mehr geben. „Für uns ist es wichtig zu wissen, wie es überhaupt weitergeht“, sagt Mark Schür, 1. Vorsitzender der SGSH Dragons, „nicht einmal so sehr der genaue Termin, aber zumindest, nach welchem System.“ Schür wird gemeinsam mit dem Sportlichen Leiter, Axel Vormann, für die Dragons am Online-Meeting teilnehmen.

Wir haben nichts gegen Corona-Tests, aber die Kosten müsste dann schon das Land übernehmen. Wer soll das sonst bezahlen?

Mark Schür (SGSH-Vorsitzender)

Vorab hat die SGSH dem DHB ihren eigenen Vorschlag unterbreitet. „Wir plädieren dafür, die komplette Hinrunde in Ruhe zu Ende zu spielen und dann Play-offs anzuhängen“, sagt Schür. Konkreter: Die „Top 8“ der Staffel würden im K.o.-System mit Hin- und Rückspiel den Aufsteiger (maximal sechs Spiele), die Teams auf den Rängen elf bis 18 analog im Abstiegs-Play-off die Absteiger ermitteln. Nur für den Tabellenneunten und -zehnten wäre die Saison nach der Hinrunde zu Ende.

Schöne Erinnerungen an die 90er-Jahr

Ein Vorschlag, der für alle, die sich noch an die Regionalliga-Play-off-Runden der 90er-Jahre erinnern, einen gewissen Charme haben dürfte. Es gibt aber auch andere Ansätze: Staffelleiter Tiemann hatte für eine komplette Hinrunde plädiert und anschließend eine verkürzte Rückserie in Leistungsklassen mit je sechs Teams. Die HSG Krefeld hatte öffentlich für einen Saison-Neustart im Dezember in Neuner-Staffeln mit Hin- und Rückrunde geworben – unter Annullierung aller bisherigen Ergebnisse.

Die SGSH hat sich derweil auch in Bezug auf mögliche Corona-Tests gegenüber dem DHB positioniert. „Wir haben nichts gegen Corona-Tests“, sagt Mark Schür, „aber die Kosten müsste dann schon das Land übernehmen. Wer soll das sonst bezahlen?“

Bundesländer: Keine einheitliche Sicht

Das Land indes hält sich dieser Tage noch sehr bedeckt, auch was eine Stellungnahme zur Profisport-Einordnung des Deutschen Olympischen Sportbundes angeht. Andere Länder sind da schon weiter – allerdings mit unterschiedlichen Ergebnissen. So hat Rheinland-Pfalz erklärt, Drittliga-Handball auf jeden Fall als Amateursport einzustufen. In Hessen will man Drittliga-Handball nur als Profisport einstufen, wenn es ein funktionierendes Konzept mit Corona-Tests gibt. Die neuen Bundesländer dagegen haben ohne Einschränkungen grünes Licht gegeben für Drittliga-Handball als Profisport. Mit anderen Worten: Die Dinge bleiben kompliziert. Bis zum digitalen Staffeltag am Dienstag wird daran auch nichts ändern.

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