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Handball-Kreis Lenne-Sieg bereit für die neue Saison

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Von: Axel Meyrich

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Handball Meisterehrung HK Lenne-Sieg
Meisterehrung durch Männerspielwart Roland Janson (rechts): Der TuS Fellinghausen (Meister Kreisliga A), die SG Attendorn/Ennest III (Meister Kreisliga B Nord) und die HSG Siegtal (Meister Kreisliga B Süd) wurden mit Urkunden, Spielbällen und je 100 Euro „Meisterprämie“ ausgezeichnet. © HK Lenne-Sieg

Die Handballerinnen und Handballer im Kreis Lenne-Sieg stehen in den Startlöchern. Am ersten September-Wochenende beginnt die Saison 2022/23.

Märkischer Kreis - Was es zu beachten gibt in der neuen Serie, das gab der Kreisvorstand im Rahmen einer Arbeitstagung im Kolpinghaus Olpe den Vereinsvertretern mit auf den Weg.

Kreisliga A

Die Männer-Kreisliga A geht mit elf Mannschaften in die neue Saison. Männerspielwart Roland Janson strebt aber die Rückkehr zu einer 12er-Besetzung an. Aufsteiger in die Bezirksliga ist der Meister. Verzichten eine oder zwei der Top-Teams, rückt maximal der Tabellendritte nach. Die Zahl der Absteiger richtet sich natürlich nach der Zahl jener Teams, die aus der Bezirksliga Südwestfalen in die Kreisliga A Lenne-Sieg absteigen. Theoretisch treffen könnte es fünf Mannschaften (TS Evingsen, HTV Littfeld/Eichen, SGSH Dragons III, HSG Lüdenscheid und VTV Freier Grund). Maximal drei Teams steigen aus der Bezirksliga ab. Würden alle drei Absteiger aus dem Kreis Lenne-Sieg kommen, gäbe es zwei Absteiger aus der Kreisliga A in die B-Ligen.

Kreisliga B

Die Meister der Gruppe Nord und Süd steigen auf. Eine Besonderheit gibt es in der Gruppe Süd. Aus personellen Gründen hatten sowohl der TVE Netphen II als auch die TSG Siegen II einen Rückzug ihrer Team erwogen. Roland Janson fand mit den betroffenen Clubs zusammen einen Kompromiss. Die Spieler des TVE Netphen II dürfen nun für die TSG Siegen II, weiterhin aber auch für die Netphener Erstvertretung eingesetzt werden. Unter der Fahne der TSG Siegen II bilden beide Teams quasi eine Spielgemeinschaft, aufsteigen darf dieses Team indes nicht. „Es geht darum, den Handballsport an der Basis zu erhalten“, begründet Janson den ebenso kreativen wie sinnvollen Schritt. Statt des Rückzuges zweier Teams ist so nur der TVE Netphen II nicht mehr mit von der Partie.

Pokal

Elf Mannschaften (TuS Fellinghausen, TVE Netphen, TV Olpe, TSG Siegen, HSG Lennestadt-Würdinghausen, TuS Linscheid-Heedfeld, TuS Drolshagen, TS Evingsen, HTV Littfeld/Eichen, SG Kierspe-Meinerzhagen und SG Attendorn/Ennest haben für den Kreispokal gemeldet. In der 1. Runde (15./16. Oktober) kommt es zu folgenden Duellen: TuS Linscheid-Heedfeld – TuS Drolshagen, TS Evingsen – HTV Littfeld/Eichen und SG Kierspe-Meinerzhagen – SG Attendorn/Ennest. Alle anderen Clubs haben ein Freilos.

In der Woche vor Ostern finden Halbfinals und Finale im Rahmen eines Final-4-Turniers statt. Der Austragungsort steht noch nicht fest. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch das Frauen-Endspiel ausgerichtet. Die acht gemeldeten Teams starten ebenfalls am 15./16. Oktober mit der 1. Runde. Hier hat die Auslosung folgende Partien ergeben: HSG Lüdenscheid – VTV Freier Grund, TuS Drolshagen – HSG Lennestadt-Würdinghausen, TuS Ferndorf – TVE Netphen und TSG Siegen – RSVE Siegen.

Schiedsrichter

Die Lage im Schiedsrichterbereich bleibt angespannt. Roland Janson, in Personalunion bekanntlich auch Schiedsrichterlehrwart des Kreises, berichtet von rund 80 zur Verfügung stehenden Unparteiischen. Zum Vergleich: Als der Altenaer im Jahr 2002 im Kreis Lenne-Sieg in die Funktionärsarbeit einstieg, gab es noch 228 (!) Referees. Um dem Mangel entgegenzuwirken, bietet der Kreis einen Schiedsrichteranwärter-Lehrgang an, der am 13. September in Olpe beginnt. Meldungen sind ab sofort möglich. Für die aktiven Unparteiischen wurde eine Erhöhung der Spesen von 20 auf 25 Euro pro Spiel beschlossen.

Deutlich besser präsentiert sich die Personallage bei den Zeitnehmern/Sekretären. „Die Resonanz ist gut“, freut sich Janson, der schätzt, dass am Ende der zur Zeit laufenden Ausbildungsabende kreisweit 400 bis 500 Zeitnehmer/Sekretäre zur Verfügung stehen werden.

Neue Regeln

Die drei wesentlichen Modifizierungen der Regeln (passives Spiel: nach Vorwarnzeichen nur noch maximal vier statt bisher sechs Pässe erlaubt), Kopftreffer beim Torwart (kann jetzt auch aus dem Spiel heraus mit einer Zeitstrafe sanktioniert werden) und die „schnelle Mitte“ (Einführung einer 4-Meter-Anwurfzone, aus der heraus der Anwurf ausgeführt werden darf) erläuterte Roland Janson den Vereinsvertretern im Detail. Vor allem die geforderte Anwurfzone gibt es auf Kreisebene in vielen Sporthallen nicht. Auch hier agiert der Kreisvorstand pragmatisch. Denn: In vielen Hallen bildet der Mittelkreis eines Basketballfeldes auch den – wenngleich etwas versetzt liegenden – Mittelkreis des Handball-Feldes. „Das wird toleriert“, so Janson.

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