Handball

Helfen die DHB-Empfehlungen der HSG und der TSE zum Erhalt der Landesliga?

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Sportlich ist die HSG Lüdenscheid in der Landesliga praktisch abgestiegen. Die DHB-Empfehlung könnte der HSG aber womöglich doch noch den Klassenerhalt retten.

Kreisgebiet – Es kommt Bewegung in die Planungen bei den Handballern im Deutschen Handball-Bund. Am Freitagabend hat der DHB ein weiteres Vorgehen für die Bundesligen und den Drittliga-Bereich vorgestellt und außerdem die Empfehlung ausgesprochen, dass die Landesverbände die Saison – wie in Hessen bereits geschehen – aufgrund der Corona-Krise für beendet erklären sollen.

Für die Bundesligen, die nach dem 23. April die Saison fortsetzen sollten, wird die Unterbrechung der Saison nun bis zum 16. Mai verlängert. Geht dann weiterhin nichts, dürfte es auch hier eng werden mit der regulären Beendigung der Spielzeit. Dazu hat der DHB empfohlen, den DHB-Pokal und den DHB-Amateurpokal nicht auszuspielen. „Das reguläre Saisonende ist der 30. Juni. Alle relevanten Spielordnungsregelungen stellen auf diesen Termin als Saisonende ab. Zudem legt das Präsidium den Meldeschluss für die Folgesaison der 3. Liga auf den 15. Mai fest und empfiehlt den Landesverbänden eine entsprechende Terminierung", erläutert der Deutsche Handballbund in seiner Meldung.

DHB, Handball-Bundesliga und Handball-Frauen-Bundesliga haben sich zudem darauf verständigt, dass es auch bei Saisonabbrüchen keine Absteiger (mit der Ausnahme von bereits zurückgezogenen Mannschaften bzw. sogenannter "wirtschaftlicher Absteiger"), sondern lediglich Aufsteiger in die Saison 2020/21 geben soll. "Dies gilt entsprechend für die 3. Ligen. Eine Übernahme dieser Regelung wird im Sinne der Einheitlichkeit für die Umsetzung auf Landesverbandsebene empfohlen", so der DHB. Danach würde in der 3. Liga Nord-West, wenn die Saison nicht mehr fortgesetzt werden sollte, auch die SG Menden und die Ahlener SG die Klasse halten und weiterhin zur Gegnerschaft der SGSH Dragons zählen.

Mittelrhein und Nordrhein reagieren direkt

Auf die Empfehlung des DHB reagierten der Handballverband Mittelrhein und der Handball Nordrhein e.V. (in diesem Verband ist die Regionalliga Nordrhein mit den stärksten Mannschaften der Verbände Mittelrhein und Niederrhein organisiert) noch am Freitagabend und stellten den Spielbetrieb für den 20. April ein. Bezüglich der Wertung der Regionalliga-Saison soll noch eine Abstimmung mit den Landesverbänden und der DHB-Arbeitsgruppe stattfinden. In dieser Liga ist der TuS 82 Opladen unangefochtener Tabellenführer und auf dem Sprung in die Drittklassigkeit. Fest steht bereits, dass es aus der Regionalliga Nordrhein keine Absteiger geben wird.

Was das für den HV Westfalen bedeutet? Erst einmal noch gar nichts. Es liegt allerdings nahe, dass man in Westfalen bald der DHB-Empfehlung folgen wird. Ob es dann in Westfalen auch nur Aufsteiger und keine Absteiger geben wird? Ob somit möglicherweise für die TS Evingsen und sogar für die HSG Lüdenscheid (siegloses Schlusslicht der Landesliga 4) eine Landesliga-Zukunft möglich wäre? Es bleibt aktuell reine Spekulation.

Aufstiegsrunden beim Nachwuchs bereiten große Sorgen

Keine Spekulation ist, dass die Saison in Westfalen im Jugendbereich bereits abgebrochen worden ist. Da hier zur neuen Saison eine eigene Aufstiegsrunde vorgeschaltet ist, ist hier in Bezug auf die neue Spielzeit allenfalls die Bonusplatzregelung ein pikantes Thema. Viel schwieriger allerdings ist hier zu beurteilen, dass die Aufstiegsrunden wohl keineswegs wie geplant nach den Osterferien beginnen können. Der Startermin für diese Runden steht in den Sternen. Gerade die Runden zur A-Jugend-Bundesliga haben sich in Vergangenheit indes immer über einen sehr langen Zeitraum erstreckt.

„Sofern die Quali-Runden bei anhaltender Corona-Einschränkungen vor den Sommerferien nicht mehr gespielt werden könnten, muss auch die Möglichkeit in Betracht gezogen werden, sie nach den Sommerferien oder gar erst zu dem eigentlich geplanten Saisonbeginn zu spielen“, erklärt Patrick Puls, Vizepräsident Jugend des HV Westfalen, in einer Rundmail an die Vereine, „mögliche Szenarien wären dann zu gegebener Zeit auch im Jugendausschuss zu behandeln.“

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