Aus der Interims- wird eine Dauerlösung

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Aus der Interimslösung wird bei den Landesliga-Frauen der HSG Lüdenscheid eine Dauerlösung: Christian Köster tritt bis zum Saisonende die Nachfolge von Michael Kapp auf der Trainer-Position an.

LÜDENSCHEID -  Überraschende Entwicklung beim Frauenhandball-Landesligisten HSG Lüdenscheid: Eigentlich hatte Abteilungsleiter Ralf Jurka eine externe Trainerlösung für die Nachfolge von Michael Kapp favorisiert, doch nach den ersten Trainingeinheiten unter Regie des Interimscoaches Christian Köster, folgte nun die Kehrtwende: Köster wird das Team nicht nur kurzzeitig, sondern bis zum Saisonende betreuen.

Zwar hatte die Talfahrt der HSG-Frauen auch im „Spiel eins“ unter Regie des neuen Mannes im Kreisderby beim Nachbarn in Kierspe angehalten, aber nach mehreren Gesprächen mit dem 31-Jährigen ist Jurka davon überzeugt, mit dem ehemaligen Rechtsaußen, der 2012 seine aktive Laufbahn bei der HSG aufgrund einer schweren Knieverletzung hatte beenden müssen, den richtigen Griff getan zu haben: „Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Christian Köster eine gute Lösung für die Nachfolge von ‘Kappi’ gefunden haben und trauen ihm zu, dass er mit der Mannschaft das gesteckte Saisonziel, den Klassenerhalt, erreichen kann“, begründet Ralf Jurka die dauerhafte Verpflichtung des ehemaligen Regionalligaspielers, der außer bei der HSG auch für die SG Halver-Oeckinghausen, TuS Volmetal, HSG Schalksmühle, TV Bergneustadt und HSG Schwerte-Westhofen am Ball war.

Auch Christian Köster geht optimistisch an seine neue Aufgabe heran: „Ich freue mich auf diese Herausforderung und bin davon überzeugt, dass wir den Klassenerhalt noch schaffen können. Die Mannschaft hat das Potenzial für die Landesliga, und die Spielerinnen haben versprochen, voll mitzuziehen. Das ist der wichtigste Faktor, um erfolgreich zu spielen. Den Rest müssen wir uns erarbeiten“. Und reichlich Arbeit hat „Kösti“, der auch noch die jungen A-II-Juniorinnen, seiner Truppe auch angekündigt.

Gegenstoß-Tugend soll neu belebt werden

Unbefriedigende Trainingsbeteiligung – wenn auch durch Studium und Beruf verständlich – soll durch Schaffung einer Zusatzeinheit eingedämmt werden. Viel verspricht sich Köster auch von der Weihnachtspause und den ersten Januarwochen. „Dann sind viele Auswärtige hier, und wir können das Trainingsprogramm gehörig anziehen. Denn die Mannschaft hat derzeit zu wenig drauf, um beispielsweise 5:1 zu decken, aber diese Defensivform brauchen wir für die Zukunft wieder“, will Köster die Gegenstoß-Tugend vergangener Tage wieder verstärkt zum Leben erwecken.

Gleichwohl ist ihm aber auch die mangelhafte Torgefahr aus dem aufgebauten Angriff ein Dorn im Auge: „Ich werde noch zwei bis drei Spielzüge einstudieren lassen, aber das greift sicher noch nicht kurzfristig vor Weihnachten, sondern erst zur Rückrunde“, kündigt Köster der schwachen Abschlussquote den Kampf an. Gerade auch für den Rückraum auch durch den vermehrten Einsatz aus der künftigen A-Juniorinnen-Landesligamannschaft seines Vorgängers Michael Kapp.

Jörg Hellwig

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