Für eine Nacht Tabellenführer

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Für eine Nacht ganz im Norden der Tabelle: Die SGSH bejubelt den vierten Sieg im fünften Saisonspiel.

Halver - Zumindest für eine Nacht ist die SG Schalksmühle-Halver Tabellenführer der 3. Handball-Bundesliga West. Vor 450 Zuschauern in der Sporthalle an der Halveraner Mühlenstraße besiegten die Sauerländer am Samstag den oberbergischen Nachbarn VfL Gummersbach II mit 25:18 (12:10).

Was deutlich endete, hatte äußerst zäh und im Zeichen der Abwehrtaktik begonnen. Beide Trainer - Georgi Sviridenko beim VfL und Mathias Grasediek für die SGSH - hatten sich defensiv für einen Positionsverteidiger entschieden. Julian Mayer (SGSH) und Marc Strohl (VfL) sollten so neutralisiert werden. Besser gelang das zunächst den Gästen. Das SGSH-Spiel wirkte statisch und schwach im Abschluss, Gummersbach fand besser ins Match und lag nach acht Minuten bereits mit 4:1 in Führung.

Langsam, aber sicher arbeitete sich dann indes auch die SGSH ins Match. Die Anhängerschaft rieb sich an mehreren in der Tat fragwürdigen Entscheidungen der Unparteiischen Rehmann Ahmad/Michel Ulbricht (Diepholz) und hatte zudem den VfLer Lars Jäckel "auf dem Kieker". Jetzt waren Emotionen im Spiel - das kam der SGSH zugute. Mateusz Rydz, der für den grippekranken Christian Feldmann die Spielmacher-Position übernommen hatte, fand immer besser in die Spur, Dominik Formella hielt minütlich stärker und auch die Defensive steigerte sich im Windschatten ihres Keepers zusehends.

SGSH bezwingt VfL Gummersbach II 25:18

Entscheidend für die Partie waren letztlich aber die Stellschrauben, an denen die SGSH in der Pause nachjustierte. Der Positionsverteidiger gegen Marc Strohl wurde aufgegeben zugunsten einer 3:2:1-Abwehr mit Marc Oberste auf der Spitze, der fortan zum Schreckgespenst des oberbergischen Offensive wurde. Der Routinier war körperlich präsent, verteidigte clever und führte einen Abwehrverband an, der zusammen mit dem nun überragenden Dominik Formella dem VfL-Angriff jedes Selbstvertrauen nahm.

14:11, 19:15, 23:15 - das waren die Stationen auf dem Weg zu einer nun immer einseitigeren Angelegenheit. Zum richtigen Zeitpunkt löste zudem Christian Feldmann Mateusz Rydz ab. Fünf Angriffe, fünf SGSH-Tore - auch wenn speziell über die linke Seite bei den Hausherren längst nicht alles rund lief, reichten Abwehr-Beton, Kreisläuferspiel und eine starke Quote über rechts (Jansen, Mayer), um im fünften Spiel den vierten Sieg perfekt zu machen. Der Rest war Jubel und die Freude über zumindest eine Nacht ganz im Norden der Drittliga-Tabelle...

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