Handball-Verbandsliga

HSV verliert und kündigt Einspruch an

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Joel Jünger machte ein richtig gutes Spiel für die HSV, traf in Halingen fünfmal.

Menden – Ob dieses Ergebnis auch wirklich Niederschlag im Archiv der Handball-Verbandsliga 2018/19 finden wird, ist anscheinend nicht sicher. Jedenfalls hat die HSV Plettenberg/Werdohl nach ihrer 24:25 (10:10)-Niederlage beim Tabellenschlusslicht TV Westfalia Halingen angekündigt, Einspruch gegen die Wertung des Spiels einzulegen.

Der Grund: die letzte Aktion. Nachdem die HSV-Mannschaft sehr zum Ärger ihres Trainers Kai Henning den Ball beim 24:24 vertändelt hatte, stoppte Markus Winkelsträter den Halinger Angriff durch ein Foul an Max Jost – weit noch in der Hälfte des TV Westfalia. „Zwei Minuten kannst du geben, das ist in Ordnung“, sagte der Coach der Werdohler und Plettenberger. „Den Siebenmeter aber nicht.“ Die Schiedsrichterinnen Jana Schweisfurth und Annalena Welsch, die Drittliga-Spielerinnen des TVE Netphen sind, hatten aber auf den Punkt gezeigt, und Jan Ziegenhirt hatte Dominic Meckel im HSV-Kasten zum 25:24 überwunden.

Nach einem guten Start und Toren von Michèl Lengelsen, den Westfalia-Trainer Jörg Walter ab der 13. Minute durch Jan Ziegenhirt beziehungsweise Pascal Richard eng decken ließ, sowie Nils Scheuermann führte die HSV mit 3:0 und 5:2. Doch schon zu diesem Zeitpunkt hatten Kai Henning die beiden jungen Spielleiterinnen nicht gefallen. „Die haben mit zweierlei Maß gepfiffen, und das von der ersten Minute an“, sagte der seit Freitag 53-Jährige. 

Und er nannte auch mehrere Beispiele, die es leicht machten, seinen Unmut zu verstehen. In einem Fall wählte er sogar sehr deutliche Worte, als er an die Szene aus der 18. Minute dachte, in der Halingens Max Jost HSV-Mann Markus Winkelsträter so traf, dass diesem mächtig der Schädel brummte und kühlendes Eis nötig war. „Der haut ihm mit Absicht in die Fresse, und es wird nichts geahndet“, formulierte Kai Henning.

Wie dem auch sei: Nach ihrer 5:2-Führung gestattete die HSV Plettenberg/Werdohl dem Schlusslicht einen 6:0-Lauf, um später nach ihrem 7:10-Rückstand einen 3:0-Lauf zum 10:10-Pausenstand hinzulegen. Was folgte, war eine dramatische Spannung. Dank Alexander Bichmann und Max Jost lagen die Halinger beim 23:21 in der 55. Minute erstmals wieder mit zwei Toren vorne, beim 24:22 auch noch. Doch dann glichen Björn Traumüller und Markus Winkelsträter in Überzahl für die HSV zum 24:24 aus, ehe beide Teams den Ball noch einmal total hektisch verloren und der bereits geschilderte Siebenmeter-Ball diese Partie entschied.

„Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, sagte HSV-Trainer Kai Henning, der die Niederlage aber keinesfalls ausschließlich an den Schiedsrichterinnen festmachen wollte. „Wir müssen das Ding eintüten“, sagte er. Zumindest das 24:24 hätten die Plettenberger und Werdohler Verbandsliga-Handballer, als sie in Ballbesitz waren, eintüten müssen.

Die besten Werfer der HSV waren Björn Traumüller, Joel Jünger (jeweils 5) und Michèl Lengelsen (4). Für die meisten Treffer des TV Westfalia Halingen waren Jan Ziegenhirt (10/6) sowie Alexander Bichmann und Felix König (jeweils 4) verantwortlich. Toni Bertrams

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