„Bonbon“ im Lernprozess

Die jungen Schiedsrichter des Förderkaders KV 4 bei der Bezirksmeisterschaft: (von links) Jannik Lammers, John-Lukas Stöffer, Nils Benedikt, Daniel Schriever und Raphael Krause

Kreisgebiet - Der Kreis Lenne-Sieg war am Sonntag Gastgeber bei den Bezirksmeisterschaften der männlichen D-Jugend. Davon profitierten auch die jungen Referees des Kreises.

Sechs talentierte Nachwuchs-Schiedsrichter leiteten die Spiele an der Kreuztaler Stählerwiese im Rahmen eines von Harald Blümel betreuten Förderprojektes.  Im Förderkader KV 4 sind alle Schiedsrichter-Gespanne zusammengefasst, die noch zu den Junioren gehören. Unter Leitung des Schalksmühler Jugend-Beobachter-Koordinators Harald Blümel sollten an der Maßnahme drei Gespanne teilnehmen: Raphael Krause und Daniel Schriever von den SGSH Juniors, Nils Benedikt und Jonas Schreiber von der HSG Lüdenscheid sowie Jannik Lammers und John-Lukas Stöffer von der HSV Plettenberg/Werdohl. Jonas Schreiber musste allerdings kurzfristig krankheitsbedingt passen.

Die drei Gespanne waren in der abgelaufenden Saison bei mehreren Spielen von erfahrenen Schiedsrichtern begleitet worden, um sie für die Praxis fit zu machen. „Die Teilnahme an den Bezirksmeisterschaften sollte für alle auch ein Bonbon und Dankeschön sein für eine gut gelaufene Saison“, sagt Harald Blümel. Begleitet beim Turnier wurden die jungen Referees durch erfahrene Schiedsrichter wie Benedikt Steinebach (Bundesliga), Markus Schürhof (Kreislehrwart) und Wolfram Krämer (HV-Schiedsrichter), die sich spontan hierfür zur Verfügung gestellt hatten und ihr Wissen gerne weitergaben.

Schwerpunkt liegt in der Teamarbeit

Die Schwerpunkte beim Turnier lagen zu allererst in der Teamarbeit, der Abstimmung der beiden Referees untereinander. „Ganz wichtig hierbei ist der Blickkontakt untereinander und die klar abgestimmten Aufgabenbereiche von Feld- und Torschiedsrichter“, erklärt Blümel, „somit werden Doppelpfiffe vermieden und das Vertrauen in den Partner wird gestärkt. Ein weiterer Punkt war die Optimierung der Laufwege. Wie bewegt sich der Feldschiedsrichter, um einen besseren Blickkontakt in die Seitenperspektive zu bekommen. Oder auch das Stellungsspiel bei einer offenen Manndeckung. Wichtig hierbei ist auch das Rücklaufverhalten bei einem Gegenstoß.“ Da es sich bei den Teilnehmern um die besten Teams aus Südwestfalen handelte – das Turnier gewann Dortmunds Kreismeister Ewaldi Aplerbeck vor der HSG Schwerte/Westhofen, Westfalia Herne und Gastgeber TuS Ferndorf –, war auch das technische Niveau hoch, wobei die jungen Schiedsrichter im Lauf des Turniers auch hier an ihre Grenzen gehen mussten.

Mut zur Gelben Karte

Nach jeweils zwei Spielen wurden mit den Gespannen kurze Gespräche geführt, um ihnen gerade im Bereich „Progressive Linie“ mehr Selbstvertrauen zu geben, damit sie sich auch vermehrt zutrauen, bei einem Foulspiel die Gelbe Karte zu zeigen oder eine Zeitstrafe zu verhängen. Der Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Turniers war ein Siebenmeterwerfen, das bei Schiedsrichtern absolut selten vorkommt – Nils Benedikt und Daniel Schriever brachten es aber überaus souverän über die Bühne. „Unterm Strich war die Fördermaßnahme eine gelungene Veranstaltung für die jungen Schiedsrichter, die an diesem Tag viel Praxis sammelten und viele Tipps mit auf den Weg bekamen“, freute sich Harald Blümel.

Da die drei Gespanne alle im Alter von 15 bis 17 Jahren sind, werden sie in der neuen Saison weiter dem KV-4-Kader angehören. Wenn sie das Seniorenalter erreicht haben, werden sie dem Kader KV 3 zugeführt und dürfen dann auch Seniorenspiele leiten. Dies ist für Junioren nicht erlaubt. Erfreuliches gibt es auch aus dem Förderkader KV 3 im Kreis Lenne-Sieg zu berichten: Hier haben wir zwei Gespanne – Jana Schweisfurt/Annalena Welsch aus Netphen sowie Lukas Senske/ Christoph Schmid aus Olpe – den Sprung in die Bezirksliga geschafft.

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