Willensstarke TS Evingsen siegt beim TuS Fellinghausen

+
Nach drei Niederlagen in Serie durften Christian Lohmann und Co. in Kreuztal wieder jubeln.

Fellinghausen – Grinsend blickte Boris Heinemann wieder und wieder hinauf auf die Anzeigetafel in der Sporthalle Kreuztal. „Das war wichtig“, sagte der Spielertrainer der TS Evingsen, die nach drei Niederlagen in Serie am Samstagabend das Kellerduell der Handball-Bezirksliga beim TuS Fellinghausen mit 32:30 (16:16) gewann.

Der dritte Saisonsieg der Burgstädter war unterm Strich ein Produkt des Willens. Spielerisch blieb einmal mehr eine Menge Luft nach oben, dafür stimmten Kampf, Einsatz, Moral.

Lediglich zu Beginn liefen die personell einmal mehr arg gebeutelten Gäste der Musik gegen den forsch beginnenden TuS hinterher, kamen vor allem im Angriff schleppend ins Rollen und offenbarten am eigenen Kreis zu viele Abstimmungsprobleme.

Heinemann reagierte nach dem 4:8-Rückstand (9.), stellte von einer 6:0-Deckung auf 5:1 gegen Fellinghausens wurfgewaltigen Rückraum-Schützen Sebastian Heinz um. Mit Erfolg: Die Turnerschaft nahm an Fahrt auf, kämpfte sich über 10:8 (15.) zurück, glich in Minute 18 durch den starken Heupel zum 11:11 aus und ging durch Egger erstmals ins Führung (13:14, 24.).

Weil Buczek kurz vor der Pause den durchgebrochenen Maletz unsanft zu Boden riss und den roten Karton sah, kassierte die TSE noch vor der ersten Sirene den 16:16-Ausgleich.

Auch nach dem Wechsel blieb es zunächst ein Kellerduell auf Biegen und Brechen, bei der die TSE nach dem 21:21 (42.) zehn furiose Minuten auf das Parkett zauberte. Heupel, Weichelt und vor allem der nun nicht mehr zu stoppende Linksaußen Simon Egger warfen eine 28:24-Führung (52.) heraus.

Fellinghausen setzte nun alles auf eine Karte, profitierte zudem von einer Zeitstrafe gegen Heinemann und kämpfte sich bis auf ein Tor heran (29:30, 57.). Weil dann aber auch Hoberg zwei Minuten kassierte, stellte Egger mit dem 29:31 70 Sekunden vor dem Ende den Sieg endgültig aufs Gleis.

Nach dem erneuten Anschluss des Aufsteigers war es dann Renè Heupel, der den Deckel drauf machte und seinem Coach das Grinsen ins Gesicht zauberte.

TuS: Schmidt, Stumpf – Heinz (8), Klein (1/1), Hoberg (4), Bender (9/1), Dobach (2), Schneider, Maletz (5/1), Stolz, Dilthey (1), Texeira

TSE: Hoinka, Prinz – Weichelt (6), Heupel (9/1), Egger (8), Meyer (4), Heinemann, Rohrsen, Buczek (2/1), Bernhardt, Moldenhauer (n.e.), Lohmann (2), Spelsberg (1)

Schiedsrichter: Menn/Vowinckel

Zeitstrafen: TuS 1, TSE 5 plus Rote Karten gegen Buczek (29.) und Heupel (60.)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare