Handball-Bezirksliga

Linscheider Saisonstart geht daneben

Handball-Bezirksliga: TuS Linscheid-Heedfeld vs VfL Eintracht Hagen IV
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Saisonstart missglückt: Handball-Bezirksligist TuS Linscheid-Heedfeld (hier Raphael Krause im Duell mit Kai Biermann) unterlag dem VfL Eintracht Hagen IV in eigener Halle mit 27:29.

Der verspätete Saisonstart ist missglückt. Handball-Bezirksligist TuS Linscheid-Heedfeld unterlag am Samstag in eigener Halle der Viertvertretung des VfL Eintracht Hagen mit 27:29 (14:14) - unterm Strich durchaus überraschend.

Schalksmühle - Es war ein Spiel mit hoher Fehlerquote auf beiden Seiten, das die 80 Zuschauer in der Sporthalle am Löh sahen. „Die Hagener Abwehr in Bewegung bringen“, hatte die Maxime von TuS-Coach Boris Heinemann im Vorfeld gelautet - doch es haperte erheblich an der Umsetzung. Nach dem Auflösen ins 4:2-System agierte der Linscheider Rückraum häufig zu phlegmatisch, scheiterte überdies mehrfach an Eintracht-Keeper Sören Roters, und auch defensiv suchten die Blau-Weißen zunächst nach ihrer Form. Das 14:14 zur Pause - es war aus Gastgeber-Sicht ein schmeichelhaftes Remis. Eigentlich hätte die Eintracht zum Seitenwechsel, der in Corona-Zeiten keiner ist, führen müssen.

„Rot“ gegen Hohage und Biermann

Nach Wiederanpfiff der Unparteiischen Stülper/Meier (Hagen), die - wie viele Spieler auch - noch auf der Suche nach Normalform waren, kam Linscheid zunächst besser ins Spiel. Aus mehreren Gründen: Keeper Marvin Kapp parierte nun mehrfach stark, der Rückraum entwickelte mehr Zug zum Tor und die Eintracht-Abwehr deckte vor allem gegen TuS-Rechtsaußen Torben Hohage und nach dessen dritter Zeitstrafe (39.) auch gegen Raphael Krause nicht eben clever. Als dann auch noch Hagens Routinier Kai Biermann nach Gegenstoß-Schubser gegen Krause „Rot“ sah - eine harte, aber durchaus vertretbare Entscheidung (46.) - zog Linscheid durch zwei Vaerst-Treffer auf 23:20 (50.) davon.

Die Entscheidung? - Mitnichten. Denn während bei der Heinemann-Sieben die Fehlerquote nun wieder deutlich anstieg, drückten die Grün-Gelben kompromisslos aufs Tempo, waren beim 25:25 wieder im Match und führten nach Daniel Pfeiffers Gegenstoßtreffer zum 25:26 (57.) sogar wieder. Auch aus der „Zeitstrafe mit Ansage“ gegen Hagens Tarek Alissa wusste Linscheid in der Schlussphase kein Kapital zu schlagen, wenngleich Boris Heinemann nach der finalen Auszeit und dem siebten Feldspieler alles versuchte. Nach Keims Unterzahltreffer zum 25:27, Mathis Bräuckers vergebenem Siebenmeter gegen Roters und Behans Fehlwurf war klar: Die Punkte gehen nach Hagen. Entsprechend groß war nach dem Abpfiff der Jubel der Gäste um Trainer Thomas Storch und der Frust des TuS.

Beste Torschützen: Mathis Bräucker (11/5), Kilian Hegemann und Mino Vaerst (je 4) für Linscheid sowie Marius Hedtfeld (8/1), Sebastian Lieder und Jannick Truß (je 4) für Hagen.

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