Flotte HSG-Reserve überrollt überforderten VfB

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Ungewohntes Bild: Der alles überragende HSG-Abwehrchef Axel Schürfeld hier einmal im Angriff gegen den Altenaer Routinier Tamasz Kiss.

LÜDENSCHEID - Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Ligaerhalt für die HSG Lüdenscheid II und die bleibende Erkenntnis, dass mit dem VfB Altena auswärts kein Staat zu machen ist, lieferte das Bezirksligaderby in der BGL-Sporthalle. Das jederzeit einseitige Duell entschieden die Bergstädter klar mit 33:19 (14:6) zu ihren Gunsten.

Die Hausherren hatten alle personellen Optionen für ihre Ausfälle gezogen: Landesligacoach Fath und Torjäger Voss aus der „Ersten“, dazu Abwehrchef Schürfeld reaktiviert. Der Gast konnte die Sperrstrafen von Anton und Csunderlik nur mit Görlitzer und Föhrs aus der „Vor“-Generation zu kompensieren versuchen.

Da waren die Rollen schnell verteilt: Schürfeld bildete mit Adam einen unüberwindlichen Innenblock der Fischer-Sieben. Das Duo blockte nicht nur zahlreiche Rückraumversuche von R. Kern und Kiss, sondern verhinderte mit den Teamkollegen auch wirksam das gefürchtete Kreisläuferspiel über M. Scholz, das der HSG im Hinspiel soviel Probleme bereitet hatte. In Verbindung mit einem guten Bahr die Folge: In der 18. Minute gelang der Rittinghaus-Sieben erst das zweite Feldtor zum 3:7. Dass sich bis dato das VfB-Debakel noch nicht angedeutet hatte, verdankten die Gäste allein dem hervorragend aufgelegten Keeper Gerstberger und einer suboptimalen Chancenverwertung der Hausherren.

Nach dem 11:6 war’s freilich um den letzten VfB-Hoffnungsschimmer geschehen, zumal das Schirigespann Plaag/Schiffke (Hagen) ein bisschen arg kleinlich pfiff. So mussten im eigentlich fairen Duell, das auch nicht ansatzweise an die verbissenen Derbys mit Haken und Ösen vergangener Tage erinnerte, die VfBer Kroll (26., grobes Foul – ohne Bericht) und schließlich M. Scholz (51., dritte Zeitstrafe) mit rotem Karton das Spielfeld vorzeitig räumen.

Auf dem Feld raubte das den Gästen personelle Möglichkeiten und ermöglichte den phasenweise wie aus einem Guss spielenden Lüdenscheidern den lockeren Führungsausbau über 14:6 (Halbzeit), und dank eines konsequent die langsameren Gästebeinen nutzenden Weigt über 18:8 (35.), 22:10 (39.) und 28:14 (48.) schließlich zum 33:19-Endstand. Jörg Hellwig

HSG II: Bahr (1.-39.), L. Rohr (ab 39.) – Schürfeld, Urban (1), Voss (8), Adam, T. Paetz, Cekalla (2), Bieker (3), Lausen (5), Gruber (5), Weigt (7), Fath (2)

VfB: Gerstberger (1.-30., ab 49.), Möller (31.-49.) – J. Scholz (3), M. Scholz (2), Thaler, R. Kern (11/4), Tonat (1), Kiss (2), Richter, Kroll, Görlitzer, Föhrs, K. Kern

Schiedsrichter: Plaag/Schiffke (Hagen)

Zeitstrafen: HSG II 8, VfB 8 plus rote Karten gegen Kroll (26., grobes Foul) und M. Scholz (51., dritte Zeitstrafe)

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