Handball-Bezirksliga

TuS Linscheid knapp an Überraschung vorbei

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TuS-Neuzugang Deni Opolcer erzielte am Samstag sechs Treffer.

Schalksmühle – Da war mehr drin: Handball-Bezirksligist TuS Linscheid-Heedfeld hatte am Samstagabend gegen Co-Tabellenführer HSG Gevelsberg/Silschede II lange Zeit Zählbares vor Augen, zog am Ende vor der Minuskulisse von gerade einmal 40 Zuschauern aber doch mit 27:30 (15:17) den Kürzeren.

Auf Gästeseite waren gleich drei Akteure vertreten, die lange Zeit am Löh ihre sportliche Heimat hatten – bei der SGSH-Reserve. Gevelsberg wird gecoacht von Marco Luciano, die beiden führenden Köpfe der weiterhin ungeschlagenen HSG sind Linkshänder Christian Pottkämper (10/3) und Marcel Meisterjahn (6). Dieses Duo bekam der TuS nie wirklich unter Kontrolle, weil aber auch die Luciano-Sieben einige Probleme gegen die Schlagwürfe von Roberto Krpacic (7) hatte, entwickelte sich eine vom Start weg ausgeglichene Partie mit wechselnden Führungen.

Kurz vor bzw. in der Halbzeit justierte TuS-Coach Heiko Fischer auf mehreren Positionen nach: Philipp De Bie löste auf Rechtsaußen den glücklosen Jonathan Schriever ab, Sven Scheppan hütete nach der Pause das Tor für den gewiss nicht schlechten Niklas Lüsebrink. Und der erst kürzlich aus Hagen-Emst zum Löh gewechselte Routinier nagelte seinen Kasten in den ersten zehn Minuten förmlich zu, so dass aus dem 15:17-Pausenrückstand der Linscheider bald eine 19:17-Führung (De Bie/39.) geworden war.

Starker Scheppan im TuS-Tor

In dieser Phase der Partie agierten beide Teams bisweilen „vogelwild“, schlossen überhastet ab und warfen Bälle beim Gegenstoß leichtfertig weg. Und dennoch: Nach 45 Minuten führte der TuS mit 22:19 – es roch nach einer kleinen Überraschung. Marco Luciano reagierte mit einer Auszeit und schickte seine stärkste Formation (mit Pottkämper und Meisterjahn im Rückraum) zurück auf die Platte. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Bei Meisterjahns 25:24 lag die HSG wieder vorne, die beiden verbandsligaerfahrenen Rückraumspieler wusste der TuS einfach nicht zu verteidigen, kassierte mehrere Zeitstrafen. 

Keine Frage: In der Crunchtime hatten die Gastgeber Pech mit einem unglücklichen Pfiff der ansonsten sehr ordentlichen Unparteiischen Aranov/Bremer, unterm Strich waren es jedoch die eigenen Unzulänglichkeiten, die die Partie in der Schlussphase kippen ließen. Schrievers Fehlwurf von Rechtsaußen plus anschließendem Fehlpass nutzte Gevelsberg zum entscheidenden Gegenstoßtreffer zum 27:29 durch Wilhelm, 15 Sekunden vor Schluss scheiterte zudem Neuzugang Opolcer von der „Marke“. Schneiders „Rot“ im finalen HSG-Angriff und Wilhelms Siebenmetertreffer nach dem Schlusspfiff zum 30:27-Endstand waren nur noch der bedeutungslose Schlussakkord.

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