Handball-Bezirksliga

TS Evingsen ist wieder Zweiter

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Die TS Evingen um David Wizy ist wieder Tabellenzweiter der Bezirksliga.

Altena - Es ist ein unüberhörbarer Paukenschlag in der Handball-Bezirksliga Südwestfalen: Der TuS Ferndorf III hat seine sieben Punkte, die ihm wegen Einsatz eines nicht spielberechtigen Akteurs zunächst von Staffelleiter Peter Pickel abgezogen worden waren, am späten Donnerstagabend und damit kurz vor dem drittletzten Spieltag zurückbekommen.

Der erfolgreiche Einspruch der Ferndorfer hat zugleich gravierende Folgen für den Auf- und Abstiegskampf. Im Vierkampf um Aufstiegplatz zwei und Relegationsrang drei wurden dem TV Lössel und der SG Ruhrtal, die gegen Ferndorf verloren und die Punkte erst nachträglich gutgeschrieben bekommen hatten, die Zähler nach dem erfolgreichen Einspruch der Ferndorfer wieder abgezogen. 

Das hat zur Folge, dass Lössel mit nun 36:18 Zählern von Platz zwei auf vier und damit hinter die TS Evingsen (37:17) und dier punktgleiche TG Voerde zurückgerutscht ist. Die SG Ruhrtal steht nun bei 33:21 Punkten und dürfte ihre Aufstiegsträume bei nun vier Zählern Rückstand auf den neuen Tabellenzweiten aus Evingsen wohl ad acta legen. Ganz, ganz bitter ist die Entscheidung für die Kellerkinder der Liga. Ferndorf III machte mit der Rückerstattung der sieben Zähler einen Satz von Platz 15 auf 12, steht nun wie auch die Reserve der HSG Hohenlimburg bei 20:34 Punkten. 

Weil aber nur nur noch sechs Zähler zu holen sind im Saisonendspurt, stehen der TVE Netphen (13) und der TuS Fellinghausen (12) als Absteiger fest. Ganz schwer dürfte es auch für den TV Hasperbach werden, der nun auf den drittletzten Tabellenplatz abgerutscht ist und jeweils vier Zähler Rückstand auf Ferndorf III und Hohenlimburg II aufweist. Zudem ist erst seit dieser Woche definitiv, dass es eine Abstiegsrelegation geben wird. Der Viertletzte der Bezirksliga Südwestfalen muss gegen den Viertletzten aus der Ruhrgebiet-Staffel in die unliebsame Saisonverlängerung. 

Das heißt aber auch, dass der TuS Ferndorf III trotz des erfolgreichen Einspruches noch nicht gerettet ist und an den letzten drei Spieltagen jeden Punkt benötigt. Und genau bei diesen Ferndorfern gastiert heute Abend (19.30 Uhr) die TS Evingsen, die den direkten Landesliga-Aufstieg seit Donnerstag in der eigenen Hand hat. 

Zum Hintergrund: Der TuS Ferndorf hatte mit seinem Einspruch deswegen Erfolg, weil der Einsatz des nicht spielberechtigen Jugendspielers Leon Baust – obwohl im Spielbericht aufgeführt – bei den vier betreffenden Partien weder von den Schiedsrichtern, Sekretären, den Vereinen noch Staffelleiter Peter Pickel beanstandet worden und vor allem nicht fristgerecht innerhalb von 14 Tagen Einspruch eingelegt worden war. Versäumnisse an mehreren Stellen also. 

Auf Nachfrage unser Zeitung verwies Rechtswart Friedhelm Klawonn, selbst Mitglied des für die Bezirksliga Südwestfalen zuständigen Spruchausschusses des Handballkreis Hagen/Ennepe-Ruhr, auf Paragraf 7 der Rechtsordnung des Deutschen Handballbundes hin. Dort heißt es: 

(1) „Die Spielleitenden Stellen müssen wegen eines Verstoßes, der ihnen bekannt geworden ist und der auf die Spielwertung Einfluss haben kann, innerhalb von zwei Wochen nach Kenntnis ein Verfahren einleiten oder die Einleitung bei der zuständigen Rechtsinstanz beantragen. 

(2) Wird diese Frist versäumt, sind spieltechnische Folgerungen für den vor der Kenntnis liegenden Zeitraum nicht mehr zulässig. Dies gilt nicht, wenn eine Spielberechtigung erschlichen oder gefälscht worden ist. 

(3) Die Möglichkeit anderweitiger Bestrafung bleibt unberührt. 

Kurzum: Weil Fristen versäumt wurden, hatte der Spruchausschuss keine andere Wahl, als dem Ferndorfer Einspruch stattzugeben. J LS

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