HSG-Reserve findet gegen Evingser Mauer keine Lösung

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Kein Durchkommen für Jens Ritthaler: Gegen die stabile Evingser Mauer um Marc Rohrsen, Marian Buczek und Alexander Meyer fand die HSG-Reserve am Samstag im Kreisderby keine Lösungen.

Altena - Die Sauerlandhalle bleibt eine Festung und die TS Evingsen das Überraschungsteam der Handball-Bezirksliga: In einem wohltuend fairen Kreisderby gegen die HSG Lüdenscheid II verbuchte die Turnerschaft am Samstagabend vor stattlicher Kulisse einen souveränen 29:18 (17:7)-Heimsieg und bleibt erster Verfolger von Liga-Primus Letmathe.

„Wir haben keinen Druck auf die Abwehr ausüben können, sind nicht dahin gegangen, wo es weh tut. Unterm Strich ist der Evingser Sieg hochverdient“, betonte HSG-Trainer Axel Schürfeld nach einem ziemlich einseitigen 60-Minüter.

Die Lüdenscheider mussten in der Burgstadt auf Dennis Broscheit, Ben Schmidt und letztlich auch auf Marcel Weigt verzichten. Letztgenannter plagt sich mit Schulter- und Hüftbeschwerden herum und winkte nach dem Warmmachprogramm endgültig ab. Und für Max Weichelt war die Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte nach 37 Minuten nach einem Zusammenprall gelaufen. Gestützt von seinen Teamkollegen humpelte der Ex-Evingser unter Schmerzen aus der Halle. Das sah nicht gut aus.

Schlüssel für den deutlichen Derbysieg der TSE, die ohne Lüling und Fink antrat, war letztlich die stabile 6:0-Abwehr mit Buczek und Meyer im Innenblock. Gegen dieses Bollwerk fanden die Gäste keine Lösungen, sie schlossen vielfach unvorbereitet und insbesondere unpräzise ab. Im Rückraum fehlte die Durchschlagskraft, obwohl sich Mühlbauer und Co. redlich bemühten. Der Ausfall Marcel Weigts aber wog sichtlich schwer.

Anders die Turnerschaft: Mit hohem Tempo suchte die Schmoll-Sieben den schnellen Abschluss, lebte freilich von der Dynamik aus dem Rückraum, überzeugte aber auch mit klugem Kreisläuferspiel (Heupel war mit sechs Toren letztlich erfolgreichster Werfer). Kurzum: Im Gegensatz zur HSG-Reserve fand die TSE im Angriff stets Lösungen und ging eben auch dahin, wo es schon mal etwas auf die Finger gibt.

Nach zunächst zerfahrenem Beginn (3:2, 7.) setzten sich die Evingser, auch dank guter Paraden des einmal mehr überzeugenden Torhüters Pascal Hoinka, mit einer fulminanten 6:0-Serie auf 9:2 ab (15.). Schürfeld nahm zwar die Auszeit, wesentlich besser wurde das Spiel der Lüdenscheider aber auch danach nicht. Bis zur Pause warf die TSE ein höchst komfortables Zehn-Tore-Polster heraus.

Durchgang zwei gestaltete die HSG dann zwar ausgeglichener, in Gefahr geriet der Sieg der Turnerschaft indes zu keinem Zeitpunkt. Über 23:10 (39.) und 27:14 (46.) steuerte sie dem achten Saisonsieg entgegen, der ausgelassen gefeiert wurde.

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