Handball-Bezirksliga

Bezirksligist TuS Linscheid-Heedfeld trennt sich von Heiko Fischer

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Gefeuert: Heiko Fischer.

Schalksmühle – Der abstiegsgefährdete Handball-Bezirksligist TuS Linscheid-Heedfeld hat acht Spieltage vor Saisonschluss die Reißleine gezogen. Mit sofortiger Wirkung trennte sich der Aufsteiger Anfang der Woche von Trainer Heiko Fischer.

Bis zum Saisonende übernehmen Reserve-Coach Dirk Schroller und Routinier Florian Nagel die sportliche Verantwortung für das Team. „Wir sind seitens des Vorstandes in einer Situation gewesen, in der wir reagieren mussten“, nennt Linscheids Handball-Chef Jens Steinbeck die Gründe für die vorzeitige Trennung. In Zahlen: Mit 12:24 Punkten steckt der Aufsteiger mittendrin im Abstiegskampf, kassierte zuletzt fünf Niederlagen in Folge. 

Steinbeck sprach in diesem Zusammenhang von „Abnutzungserscheinungen“ zwischen Trainer und Mannschaft, „wir mussten als Vorstand einen Impuls setzen, um die Jungs für die restlichen Saisonspiele aus der Reserve zu locken.“ Hinzu kommt eine überaus angespannte Personallage. Verglichen mit dem Saisonstart, hat sich das Gesicht der Mannschaft radikal geändert. Als Leistungsträger eingeplante Spieler haben den Verein inzwischen aus unterschiedlichen Gründen verlassen oder sind verletzt. Eine Gemengelage, die für die Höhengebietler gefährlich ist. 

„Jeder muss begreifen, dass es jetzt ausschließlich darum geht, die Liga zu halten“, so Steinbeck, der trotz der außerordentlich guten Platzierung der Reserve in der Kreisklasse B - die Mannschaft von Dirk Schroller führt mit 26:2 Zählern das Klassement an - ein klares Bekenntnis zur Bezirksliga abgibt. „Die Bezirksliga wird nächstes Jahr sehr interessant“, sagt der TuS-Handball-Chef mit Blick auf die möglichen Absteiger TS Evingsen und HSG Lüdenscheid (aus der Landesliga) und den designierten Aufsteiger SGSH Dragons III (aus der Kreisliga A). Ein echte Derby-Liga also, in der der TuS gerne mitmischen möchte. Nachdem sich Heiko Fischer am Montagabend offiziell von der Mannschaft verabschiedet hat (Steinbeck: „Wir gehen im Guten auseinander, Heiko hat Verständnis für unseren Schritt gezeigt“), liegt es nun an Dirk Schroller und Florian Nagel, den Liga-Verbleib zu sichern. 

Am Samstag gegen den TV Arnsberg

Im Heimspiel gegen den TV Arnsberg (Samstag, 16 Uhr, Löh) trägt das Interimsduo erstmals die Verantwortung. Parallel dazu versucht der Vorstand, das Team für die Restsaison zu verstärken und in Abstimmung mit den Coaches einen Modus zu finden, wie auf Spieler der Reserve zurückgegriffen werden kann, ohne die Ambitionen der 2. Mannschaft nachhaltig zu schwächen. Und auch, wenn die Situation keine leichte ist für den TuS: Noch stehen die Duelle gegen die direkte Konkurrenz CVJM Gevelsberg, VfL Eintracht Hagen IV, HSG Hohenlimburg II und HVE Villigst/Ergste II auf dem Programm - acht Punkte, die wahrscheinlich für den Liga-Verbleib reichen würden...

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