Handball

Schober-Lob: "Die SGSH, ein Musterverein"

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Markus Knuth (links) und Mark Wallmann (rechts) begrüßten den hohen Gast vom DHB, Mark Schober, am Donnerstagabend in Halver.

Halver – Die Worte des DHB-Vorstandsvorsitzenden Mark Schober gingen den Verantwortlichen der SGSH Dragons runter wie Öl. „Ich freue mich, bei der SGSH zu Gast sein zu dürfen, bei einem echten Musterverein“, stellte der Hauptredner beim Sponsoren-Netzwerk-Treffen der SGSH Dragons am Donnerstagabend in der Eugen-Schmalenbach-Aula der Firma Turck fest.

Zum achten Mal fand das Netzwerk-Treffen statt, und mit Schober hatten die Dragons im WM-Jahr einen interessanten Gast gewonnen, der Einblicke in die Ausrichtung des Deutschen Handball-Bundes gab. Schober blickte auf die emotionalen Erlebnisse bei der WM zurück, stellte die positive Bilanz (98 % verkaufter Tickets, 35 % Marktanteil im Fernsehen beim Halbfinale, 3 Millionen Euro Gewinn) heraus und den Leuchtturm-Charakter solcher Großveranstaltungen im eigenen Land. 

„Die Frage ist ja immer, wie man solche Erfolge an die Basis überträgt“, stellte Schober in Halver fest, „wir wollen die stärkste Handballnation werden, aber das sind wir noch nicht. In Frankreich gibt es aktuell 60 hauptamtliche Trainer, bei uns sind es gerade 18.“ Als Kernthema benannte Schober die Mitgliederentwicklung, -gewinnung und -bindung. Bei knapp 760 000 Mitgliedern hat der DHB den Abwärtstrend gestoppt, stagniert, immerhin. 

Damit ist der Verband, der 22 Landesverbänden, 43 250 Vereinen und 20 000 Mannschaften eine Heimat gibt, nur der siebtgrößte Sportverband in Deutschland – neben dem DFB liegen auch Sportarten wie Turnen, Tennis, die Schützen, der Alpensport und die Leichtathletik vor dem Handball. „Der Handball soll in der Breite funktionieren“, sagte Schober, „es gibt aktuell Probleme bei den Ehrenamtlichen, aber auch im Schiedsrichterbereich.“ Dabei müsse der Handballsport und auch der Verband die Werte leben, für die er stehe: Werte wie Ehrlichkeit, Offenheit und Nahbarkeit. 

Schober sieht Wachstumspotenzial durch die Heimevents – aber eben nur, wenn auf allen Ebenen mitgearbeitet wird. Die Bemühungen der Dragons zum Beispiel im Jüngstenbereich – der 1. Vorsitzende Markus Knuth hatte in seinem Grußwort von der Kooperation des Vereins mit inzwischen 20 Schulen und Kindergärten in der Region berichtet – stellte Schober als mustergültig heraus. Neben der Gewinnung neuer Mitglieder geht es dem DHB aber auch um die Hallen-Infrastruktur und um Sponsorengewinnung. Dass bis zur EM 2024 alle Großevents im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein werden, stellte Schober als wichtigen Schritt heraus. 

„Wir werden einen guten Weg gehen im Handballsport“, stellte Schober gerade auch mit Blick auf zahlreiche „Leuchtturm-Projekte“ und deren Wirkung in den nächsten Jahren fest, „ich bin optimistisch, dass wir den nächsten sieben Jahren einen Riesenschritt vorankommen.“ 

Die SGSH Dragons und der DHB – Parallelen im Bestreben, gute Entwicklungen voranzutreiben, gibt es, und auch weiterhin Kooperationen. Mark Schober soll 2019 nicht der letzte prominente Gast vom DHB gewesen sein in Halver und Schalksmühle: Über die Kontakte der Firma Jung aus Schalksmühle, die zu den Sponsoren der Nationalmannschaft gehört, ist es den Dragons gelungen, Bundestrainer Christian Prokop für einen Tag nach Schalksmühle zu holen. Prokop soll mit den Jugendlichen Trainingseinheiten durchführen. Ein besonderes Erlebnis für die Jungdrachen.

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