Lösseler Handball-Urgestein mit reizvoller Aufgabe bei der TSE

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Seit dem 18. November ist Günter Meckel neuer Co-Trainer der TS Evingsen. Der 60-Jährige ist vom Klassenerhalt der Turnerschaft überzeugt.

Altena - Der 29:26-Derbysieg des Handball-Landesligisten TS Evingsen am Samstagabend im Kellerduell gegen die HSG Lüdenscheid war für Günter Meckel ein besonderer, weil es für den 60-jährigen Handball-Fachmann der erste Sieg mit der TSE überhaupt war.

Am 18. November und damit mitten in der Hinrunde stieg Meckel als „Co“ von Chefcoach Sascha Schmoll ein und sah zunächst zwei Evingser Niederlagen gegen Schwerte-Westhofen und in Halingen. Im dritten Spiel mit der Turnerschaft gab es dann den ersten Sieg, den auch Meckel im Kreise der Mannschaft sichtlich genoss.

„Ich bin bei der TSE sehr gut aufgenommen worden, kann überhaupt nichts Negatives sagen. Die Aufgabe macht mir Spaß und die Zusammenarbeit mit Sascha funktioniert toll. Wir verstehen uns richtig gut“, sagt Günter Meckel, der im Iserlohner Höhendorf Lössel lebt und ein waschechtes Handball-Urgestein des TV Lössel ist. Beim TVL begann Meckel auch seine erfolgreiche aktive Laufbahn. Im Alter von 19 Jahren wechselte er zum Letmather TV, mit dem er glorreiche Zeiten erlebte und bis hinauf zur Oberliga durchmarschierte. Mit 40 beendete Meckel, zu dessen Stationen neben Lössel und Letmathe auch Hohenlimburg gehörte, dann seine aktive Laufbahn, dem Handball aber sagte er nicht adé. Im Gegenteil: Aus dem Spieler Günter Meckel wurde nahtlos der Trainer Günter Meckel.

„Meine erste Trainerstation war die 2. Mannschaft des TV Schwitten. Aber da war ich nur ungefähr ein halbes Jahr“, erinnert sich der 60-jährige zurück. Überaus erfolgreich war der Lösseler dann bei der SG TuRa Halden-Herbeck, die er in seiner gut achtjährigen Amtszeit in die Landesliga führte. Es folgten mit der TS Selbecke und der HSG Herdecke/Ende weitere Trainerstationen und schließlich die Rückkehr zu seinem Heimatverein TV Lössel, den er an der Seite seines Kumpels Burkhard Schnepper coachte.

Zu Beginn der laufenden Saison übernahm Günter Meckel den Hagener Kreisligisten TV Hasperbach, bis im November dann Timo Manke von der TS Evingsen bei Meckel anrief. „Timo und ich kennen uns schon lange. Er hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in Evingsen als Co-Trainer einzusteigen. Das habe ich mir dann erstmal durch den Kopf gehen lassen“, sagt Meckel. Der 60-Jährige betont, dass es überhaupt nicht seine Art sei, mitten in der Saison eine Mannschaft zu verlassen. Doch die Möglichkeit, nochmals höherklassig zu coachen, empfand Meckel als „sehr reizvoll“, bat in Hasperbach um Freigabe und sagte bei der TSE zu.

Zusammen mit Sascha Schmoll leitet Günter Meckel, dessen Sohn Kevin übrigens ein richtig guter Fußballer ist und beim Westfalenligisten FC Iserlohn spielt, nun die Trainingseinheiten bei der Turnerschaft. „Wir sprechen uns vorher ab, wer mit den Jungs was macht. Das klappt wunderbar“, sagt Meckel, der sich bei der TSE schnell akklimatisiert hat und auch am Samstag im Derby auf der Bank voll mitging. An der Seite von Sascha Schmoll möchte der 60-Jährige seinen Anteil leisten, damit auch am Ende des schweren zweiten Landesliga-Jahres der Klassenerhalt steht. „Und ich gehe auch davon aus, dass wir die Klasse halten werden“, so Meckel.

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