SGSH tut sich gegen Menden schwer

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Bester SGSH-Schütze gegen Menden: Kristian Eskericic.

Schalksmühle - Eine Woche nach dem knappen Erfolg gegen den TuS Spenge hat sich Handball-Drittligist SG Schalksmühle-Halver auch gegen den zweiten Oberligisten schwer getan: Gegen die HSG Menden/Lendringsen siegte das Grasediek-Team 34:31 (18:13).

Nach drei Trainingseinheiten im Rahmen des Intensiv-Wochenendes hatte sich Trainer Mathias Grasediek gegen den nur mit elf Akteuren angetretenen Gast aus dem Nordkreis (ohne Keeper Weber, Heunemann, Lommel und die A-Jugend-Ergänzungsspieler) gewünscht, vor allem die Trainingsergebnisse im Bereich der Abwehr und im Gegenstoß-Konzept zu sehen. Was die Defensive betraf, überzeugte die SGSH aber nicht. "Von der Abwehrarbeit war das schon etwas enttäuschend im 6:0-System", stellte Grasediek fest, "da war keine Abstimmung im Innenblock. Auch Abwehr und Torhüter haben nicht gut zusammengespielt. Ich hatte gedacht, dass wir nach dem Training schon weiter wären."

Dazu kam, dass die Mendener mit schnellen Beinen so manchen Passweg zustellten und die SGSH so Mühe hatte, ihre Konzepte auf den Punkt zu spielen. Im Spielverlauf und mit müder werdenden Beinen häuften sich so auch Ballverluste, die immer wieder zu HSG-Gegenstößen - vor allem über die aus Soest gekommenen, pfeilschnellen Flor-Brüder - führten. So war es in der am Samstag sehr ordentlichen Besetzung - es fehlten lediglich die verletzten Diehl, Ruskov und Mayer - der bisher wohl durchwachsenste Testspiel-Auftritt der SGSH.

Doch es gab auch Positives. Vor allem Kristian Eskericic hinterließ nach seiner Schulter-Zerrung bereits einen richtig guten Eindruck. Der neue Kroate im rechten Rückraum fügte sich nahtlos ins Spiel ein und war mit acht Treffern bester Werfer der SGSH. Lutz Weßeling deutete seine Torgefährlichkeit ebenfalls an, erzielte aus dem linken Rückraum heraus fünf Treffer. Dank der beiden Neuen führte die SGSH zu Beginn schnell 6:2 (8.), doch es sollte ein Kräftemessen werden, in dem das SGSH-Spiel immer wieder größeren Schwankungen unterlag. Beim 8:7 (14.) waren die Mendener, bei denen neben den Flor-Brüdern vor allem Tom Schneider im Rückraum immer wieder Akzente setzte, dran. Bis zum 13:12 blieb es eng, dann zog die SGSH zur Pause auf 18:13 davon, nun vor allem über den starken Luciano am Kreis.

In der letzten Viertelstunde wird es hitzig

Nach der Pause war der schöne Vorsprung aber schnell wieder verspielt. Bis zum 21:19 (37.) resultierten drei der sechs Gästetore aus Gegenstößen. Bis zum 29:28 (52.) blieb es eng, war die Partie nun teilweise sogar hitzig. So gerieten Maciej Dmytruszynski und Dominik Flor aneinander, was für beidseitige Aufregung sorgte. Nach einer Auszeit riss sich die SGSH zusammen (52.) und steuerte auf der Zielgerade gegen den körperlich unterlegenen Gast doch noch einem letztlich sicheren 34:31-Sieg entgegen.

Dem Sieg folgte am Samstagabend noch eine schlechte Nachricht: Der TuS Ferndorf II sagte das für Sonntag um 15.30 Uhr geplante Testspiel am Löh ab. So wartet auf die SGSH ein Trainingslager-Sonntag mit ausschließlich Übungseinheiten. Einen Ersatz zu bekommen, scheint fast unmöglich in der Kürze der Zeit. Ärgerlich...

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