Handball-Verbandsliga

Traumstart für die Henning-Sieben

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Mit jugendlicher Unbekümmertheit ging Fabian Gerth in sein erstes Verbandsligaspiel - und überzeugte mit Toren und starken Anspielen. 

Werdohl – Perfekter Saisonauftakt für die HSV Plettenberg/Werdohl: Mit einem in dieser Höhe nicht zu erwartenden 33:23 (15:15)-Sieg gegen den TV Westfalia Halingen startete das von Vielen als Abstiegskandidat apostrophierte Team von Trainer Kai Henning in der Sporthalle am Riesei in der Verbandsligasaison. Entsprechend zufrieden war der HSV-Coach nach Spielschluss: „Besser kann es nicht laufen.“ Begeistert waren auch die Fans, die die letzten Minuten stehend mit Applaus begleiteten.

Nach 30 Minuten deutete noch nichts auf eine derartige Dominanz der Gastgeber hin. Halbzeit eins verlief ausgeglichen, sah zunächst die Halinger bis zum 7:8 knapp vorn. Nur beim 4:3 durch Linksaußen Burzlaff hatte die HSV einmal vorgelegt. 

Vor allem den Halblinken Marius Strotkötter, der in der Anfangsphase vier Treffer erzielte, bekam die Deckung der Plettenberger und Werdohler zunächst nicht in den Griff – das sollte sich aber im weiteren Verlauf ändern. Pech für die Mendener, dass Ziegenhirt schon früh mit einer Platzwunde am Kinn das Werdohler Krankenhaus aufsuchen musste. 

Nach zwei Treffern von Björn Traumüller zum 9:8, dem die Teilnahme am Halbmarathon beim „P-Weg“ am Vormittag nicht anzumerken war, verließ der Ex-HSVer Rico Witt den Halinger Kasten und machte Platz für Ehrnsperger. Jetzt legte die HSV vor, brachte Henning auch Youngster Fabian Gerth, dessen erste Aktion gleich zum 12:11 führte. Burzlaffs 14:12 bedeutete den ersten Zwei-Tore-Abstand, doch Halingen konterte, ging zum 14:15 allerdings schon letztmalig in Front. 

Nach der Pause blieb die Begegnung zunächst weiterhin völlig offen. 19:19 hieß es, als Burzlaff nach einem Foul von Richard umknickte und mit Verdacht auf Bänderriss vom Feld getragen werden musste. Scheerer übernahm seine Position. Die HSV verteidigte nun deutlich besser als in der ersten Hälfte, Dominik Meckel steigerte sich, zeigte eine Glanzparade nach der anderen. 

Nach dem 21:19 durch den unbekümmerten und auch mit guten Anspielen glänzenden Gerth traf der starke Kreisläufer Joel Jünger zum 22:19. Wichtig auch, dass Jünger beim Stand von 23:21 in Unterzahl einen Siebenmeter herausholte, den Traumüller verwandelte. 

Die HSV spielte sich jetzt in einen Rausch, zog bis auf 29:21 davon – das Spiel war entschieden. Pierre van der Hurk setzte den umjubelten Schlusspunkt zum 33:23. „Wir haben ein Zeichen gesetzt, müssen aber schwer ausrechenbar bleiben“, blickte Kai Henning schon voraus.

HSV: Meckel, Gerstberger (ein 7m) – Scheerer (3/1), Hoeft, Scheuermann (2), Lakic, van der Hurk (4), Traumüller (8/3), Gerth (2), Burzlaff (3), Brinkmann, Lengelsen (6), Jünger (5) 

TVH: Witt, Ehrsperger – Ziegenhirt (1), Manger (1), Gutzeit, Strotkötter (5), D. Bichmann (4), Richard (3), Wiemann, Schwarz (2), Selle (5/4), A. Bichmann (2), Teise

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