Handball, 3. Liga Nord-West

Vierte Saisonniederlage: Dragons patzen beim Schlusslicht in Ahlen

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Christopher Klasmann traf in Ahlen im Dutzend, doch für einen Punkt reichte es für die Dragons trotzdem nicht.

Ahlen – Am Ende stand die vierte Niederlage der Saison und eine Mischung aus Frust, Enttäuschung und Wut: 28:29 (17:15) verlor Handball-Drittligist SGSH Dragons am Samstagabend bei der Ahlener SG und verpasste so den möglichen Sprung auf den zweiten Tabellenplatz. Stattdessen nähert sich das Dragunski-Team mit nun 16:10 Zählern rapide dem Mittelfeld.

Dass die Dragons am Samstagabend beim Tabellenletzten spielen würden, war am Donnerstag beim Videoabend noch gar nicht absehbar gewesen. Wer hatte schon mit einem Mendener Sieg in Hagen gerechnet? Durch Mendens Sieg war Ahlen am Freitagabend aber in Besitz der Roten Laterne gekommen – und gab sie am Samstagabend direkt an den TSV GWD Minden II weiter.

Verrückte 3. Liga Nord-West: Nach Hagen und Longerich (26:26 in Leichlingen) sollten somit am Samstagabend mit dem TuS Spenge (26:31-Heimschlappe gegen Volmetal) und den Dragons zwei weitere Wilhelmshaven-Verfolger patzen. Die Nordsee-Handballer gewannen ihrerseits 33:22 in Neuss und stehen damit zwei Spieltage vor dem Hinrundenende bereits als Halbzeitmeister fest. Kaum vorstellbar ist es aktuell, dass irgendwer dem Zweitliga-Absteiger noch einmal wirklich nahekommt.

Doch zum SGSH-Spiel in Ahlen: Ohne Zweitkeeper Borchert (für Essen in der 2. Bundesliga in Emsdetten im Einsatz), Bleckmann, Spannekrebs (beide verletzt) und Hüller (krank) war es auch wieder - wie schon in Spenge - ein Mangel an Alternativen. Vor allem die Schnelligkeit von Hüller wurde in der Rückraum-Mitte arg vermisst. Die Dragons spielten gleichwohl eine sehr passable erste Hälfte. „Offensiv war das richtig gut, nur die Abwehr hatte zu wenig Zugriff“, bekannte Mark Dragunski nach dem Spiel.

Rogowski-Schlagwurf entscheidet die Partie

Die 17:15-Pausenführung war derweil nach der Pause schnell dahin. Und nun kam vieles zusammen. Mit einigen Zeitstrafen-Entscheidungen waren die Gäste so wenig einverstanden wie mit manchem Siebenmeterpfiff. „Das soll keine Ausrede sein, weil es immer blöd klingt, aber wir haben in den entscheidenden Phasen ein paar Pfiffe nicht bekommen“, stellte Dragunski fest. Dazu fehlten nun auch die Möglichkeiten, von der Bank nachzulegen. „Wir jonglieren mit dem Personal, aber irgendwann kommst du beim Wechseln an deine Grenzen“, haderte der Ex-Nationalspieler auf der Dragons-Bank.

So lastete die Hauptverantwortung vorne zu sehr auf Christopher Klasmann (12/2), der ein richtig gutes Spiel machte. Weg kamen die Gäste aber so nach der Pause nicht mehr, und hatten damit ein wild entschlossenes Kellerkind und eine laute Halle gegen sich. Nach Klasmann 27:28 glich der Ex-Volmetaler Philipp Dommermuth zum 28:28 aus, da waren noch 3:20 Minuten auf der Uhr. Doch die Partie ging hin und her – ohne Tore auf beiden Seiten. Bis Ahlens Routinier Mattes Rogowski in der vorletzten Sekunde doch noch mit einem für Ante Vukas schwer zu sehenden Schlagwurf durchkam. „Ein Schlagwurf durch zwei Mann, das war das Tüpfelchen auf dem i, es passte zum Spiel“, stellte Mark Dragunski frustriert fest, „wir hätten gerne zumindest einen Punkt mitgenommen, aber es hat nicht sollen sein…“

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