Beinahe „wie gewonnen, so zerronnen“ für HSG-Frauen

Carolin Steinbrück und die HSG-Landesliga-Frauen gaben zweimal eine klare Führung aus der Hand, blieben aber gegen den TV Wanne siegreich. Foto: Krüger

Lüdenscheid - Hauptsache zwei Punkte: Die Landesliga-Handballerinnen der HSG Lüdenscheid ließen bei ihrer Heimpremiere den TV Wanne zweimal wieder herankommen, retteten schließlich ein 27:25 (12:11) ins Ziel. Der ersatzgeschwächte Kreisrivale SG Kierspe-Meinerzhagen verlor bei Aufsteiger TuS Ferndorf 13:29.

Gegensätzliche Spielauffassungen trafen in Lüdenscheid in der Sporthalle am Wehberg aufeinander: Während die Gastgeberinnen nach Möglichkeit Tempo machten, hatte beim Gast das geduldige Ausspielen der Angriffe Vorrang. Dabei lief es bei der HSG anfangs besser: 2:0 (4.), 6:2 (14.), 8:3 (16.) – die Köster-Sieben war auf einem guten Kurs. Ein Zwischenspurt Wannes mit drei Toren von Julia Tolusch brachte die Hernerinnen wieder auf 9:6 heran (19.), es folgte eine Tempoverschärfung auf der anderen Seite – beim 12:6 schien alles klar zu sein (23.).

Doch schon zur Halbzeit schnupperte der TVW am Ausgleich: Eine 5:0-Serie gegen den „zweiten Anzug“ der Bergstädterinnen bedeutete, dass die Partie beim 12:11 beim Seitenwechsel wieder völlig offen war. In Durchgang zwei setzten sich Mara Schnabel, Birte Hofmann und Co. erst wieder auf 15:12 ab (35.), Wanne brachte Distanzschützin Laura Messner in Position zum 15:14 (37.), dann war es erneut an der Zeit, dass die HSG sich über das Tempospiel absetzte. Beim 23:15 durch Franziska Schmale (47.) hätte doch nichts mehr anbrennen dürfen, oder?

Nächste Aufholjagd – TVW kommt fast heran

Wieder gefehlt: Nun war es an Lena Tolusch, sich wiederholt durch das Lüdenscheider Deckungszentrum zu wühlen. Ein 4:0-Lauf bedeutete, dass der TVW auf 25:21 heran war (53.). Nach Hofmanns 27:22 (57.) brachten die Kreisstädterinnen keinen erfolgreichen Angriff mehr zustande, die Sieben aus dem Ruhrgebiet verkürzte auf 27:25 und hatte neun Sekunden vor Schluss noch einen Pfostentreffer.

Magen-Darm-Grippe grassiert bei SGKM

Mit einer „Rumpftruppe“, so Trainer Ralf Kaschube, trat die SG Kierspe-Meinerzhagen in Kreuztal beim TuS Ferndorf an. Die Spielgemeinschaft hatte aufgrund einer im Team grassierenden Welle von Magen-Darm-Grippe um eine kurzfristige Spielverlegung gebeten. Die Staffelleitung hätte zugestimmt, doch Ferndorf tat es nicht – so trat Kierspe-Meinerzhagen mit vielen durch die Krankheit geschwächten Spielerinnen an und war beim 13:29 chancenlos.

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