HSG-Frauen geben Drei-Tore-Führung aus der Hand

Kim-Saskia Malcus traf in ihrem ersten Handballspiel nach einjähriger Verletzungspause zweimal, unterlag aber mit der HSG Lüdenscheid in Witten. Foto: Krüger

Witten -   Wie gewonnen, so zerronnen: Mit einer starken Leistung erarbeitete sich die HSG Lüdenscheid am Sonntag eine 14:11-Führung kurz nach der Halbzeit im Frauen-Handball-Landesligaspiel beim ETSV Witten II. Nach dem Seitenwechsel häuften sich jedoch technische Fehler bei den Gästen, die „Eisenbahnerinnen“ drehten das Spiel und zogen in der Tabelle an den auf Rang zehn abgerutschten Bergstädterinnen vorbei.

Von Axel Krüger

Die Halbzeitpause tat dem Spiel der HSG nicht gut – ETSV-Trainer Binnberg nutzte sie dagegen, um die nach Spielbeginn eingetroffene Paulina Jasinska noch auf dem Spielbericht einzutragen. Jasinska zeichnete sich durch schnelle Beine in der Defensive aus, störte die Spielzüge der Lüdenscheiderinnen immer wieder. Bei den Sauerländerinnen, die nach dem schnellen 0:2-Rückstand immer besser in die Partie gefunden hatten, über das 3:3 (Schmidt, 7.) beim 5:4 durch die diesmal hundertprozentig treffende Siebenmeter-Schützin Katharina von Oepen erstmals in Führung gegangen waren (11.), war fortan Nervosität spürbar. Ein Fuß- und ein Schrittfehler von Oepens, ein Schrittfehler Langes – aus dem 14:11 für die Gäste (32.) wurde ein 14:14 (Bieber, 36.), weil auch die HSG-Abwehr nicht mehr so schnell verschob wie noch in den ersten 30 Minuten des Spiels.

Ausgerechnet in Unterzahl nach der roten Karte gegen Wittens Kreisläuferin Schürmann nach Ellenbogenschlag gegen von Oepen (38.) schafften die Gastgeberinnen erstmals wieder die Führung. Sie setzten sich gegen kämpferische, aber im Angriff nicht mehr so durchschlagkräftige Kreisstädterinnen, die beim 17:17 noch einmal den Ausgleich schafften (44.), um bis zu drei Tore ab. Nach Biebers 22:19 (55.) verkürzten Malcus (erstes Spiel nach einjähriger Verletzungspause) und von Oepen auf 22:21, doch beim letzten HSG-Torwurf 50 Sekunden vor Schluss stand Linksaußen Schmale jedoch im Wurfkreis.

ETSV II: Freitag, Essling (bei drei Siebenmetern) – Bieber (10/8), Scheibelhut (4), Noth (2), Schürmann (2), M. Ott (1), Külpmann (1), Prior (1), Jasinska (1), Röder, Kaltenhauser, Meier

HSG: Mewes, Steinacker (ab 46.), Graf (bei einem Siebenmeter – von Oepen (11/9), Malcus (2), C. Ott (2), Schmidt (2), Eicker (1), Dalchow (1), K. Kaiser (1), Schmidt (1), Worobey, Lange, Lausen

Schiedsrichter: Hake/Peeren (Witten)

Zeitstrafen: ETSV II 3 plus rote Karte ohne Bericht gegen Schürmann (38., grobes Foulspiel), HSG 1

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