Motorsport-Bootcamp

Jetzt winkt eine Motorsport-Karriere

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Alisah Sorges Lieblingsdisziplin sind die Klimmzüge nicht, dennoch holte die Halveranerin (im Bild rechts) dabei die maximale Punktzahl.

Halver – Alisah Sorge hat es geschafft: Die 18-jährige Halveranerin hat das Motorsport-Bootcamp in Bad Hindelang gemeistert. Nun winkt ihr eine Motorsport-Karriere, von der viele träumen.

Monatelang hatte Alisah Sorge vorher unter Anleitung von Frederick Stein im „Aktivital“ geschuftet. Doch im Camp merkte sie dann sehr schnell, dass sie an ihre Grenzen kommen würde – 36 Stunden von der Außenwelt abgeschnitten, Kontaktverbot zu sämtlichen Angehörigen, kein Handy, sondern nur die Konkurrentinnen und die Jury um sich herum. Es begann verheißungsvoll, denn gleich in der ersten Disziplin Klimmzüge holte sie die maximale Punktzahl. „Ich war überrascht und happy zugleich, denn damit hatte ich nicht gerechnet“, berichtet sie.

Guter Start in den Tag, durchschnittliches Rennen

Es blieb jedoch keine Zeit zum Verschnaufen. Insgesamt sechs Stunden Sport und Fitness brachten die Teilnehmerinnen an den Rand der Erschöpfung. „Ich war völlig platt und habe gerade bei den Läufen gemerkt, dass meine Ausdauer genau am Tag X nicht so top war wie erwartet“, erzählt die 18-Jährige. Im Anschluss ging es weiter mit dem Motorsport. Auf einer Kartbahn mussten die Teilnehmerinnen ein Rennen gegeneinander bestreiten. „Wir waren völlig platt, einige von uns wussten überhaupt nicht, wie sie das Lenkrad noch festhalten sollen“, erzählt Alisah Sorge weiter. Für sie selbst lief es nicht ganz so gut, sie wurde nur Achte und musste am zweiten Tag noch einmal alles „raushauen“.

Die Nacht war freilich kurz: Um 3 Uhr nachts fielen die Mädchen ins Bett, aber schon um 5.45 Uhr stand ein Waldlauf durch die Berge von Bad Hindelang auf dem Programm. Direkt danach ging es an die letzte Disziplin: Im Rennsimulator mussten sich die zwölf Mädchen beweisen und in drei Leistungsgruppen für das große Finale am Abend qualifizieren. Alisah Sorge gelang das am besten: Sie konnte ihr gesamtes Leistungsvermögen abrufen und ging als Schnellste aus dem Simulatorfahren hervor.

Sieg im abschließenden Rennen

Beim Finalrennen, das in kompletter Rennkleidung inklusive Helm gefahren wurde, klappte es dann nicht ganz so gut, und die junge Halveranerin wurde nur Dritte: „Ich war fix und fertig, konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren und hatte Angst, Fehler zu machen.“ In dem Glauben, es geschafft zu haben, stieg Sorge aus dem Simulator – um postwendend zu erfahren, dass sie sofort ein weiteres Rennen gegen zwei ihrer Teamkolleginnen fahren sollte. „Ich dachte, das wäre ein Scherz“, erinnert sie sich, „und dann ausgerechnet gegen Tamara und Carina...“ Alisah startete von Rang eins und hatte direkt einen unverschuldeten Startunfall, blieb aber trotzdem in Führung, obwohl ihre Teamkollegin Tamara sie permanent unter Druck setzte. Nach einem Boxenstopp, den alle drei Fahrerinnen absolvieren mussten, konnte sich die Halveranerin schließlich nach und nach absetzen. Als sie bereits wie die sichere Siegerin aussah, kam drei Runden vor dem Ende ein Kommando des Teamchefs: „Lass Tamara vorbei!“

Die völlig überraschte Alisah Sorge befolgte die die Anweisung und ließ die Zweitplatzierte passieren. Unmittelbar danach gab’s die Erlaubnis, wieder angreifen zu dürfen. Sorge tat das, überholte und gewann das Rennen – sie hatte es geschafft. „Es hat eine Menge Spaß gemacht. Ich bin mächtig stolz und möchte mich bei allen bedanken, die mich in der Vorbereitung unterstützt haben“, freute sie sich hinterher.

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