Wintercup geht mit vielen Änderungen in seine 27. Auflage

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Auch die Turniergründer Ferdi Pott (links) und Hermann Schmoll ließen es sich nicht nehmen, der Präsentation beizuwohnen.

Hüsten - Eine Botschaft lag Ralf Detzner, Turnierkoordinator des Wintercups, besonders am Herzen: „Wir bleiben das größte Hallenturnier für Amateurmannschaften in Nordrhein-Westfalen.“ Das gab der Organisator im Rahmen der Präsentation des „neuen Wintercups“ bekannt, die am Dienstag in Hüsten stattfand.

Nach dem Rückzug des langjährigen Hauptsponsors RWE kommt es bei der 27. Auflage der beliebten Veranstaltung im Januar zu einigen Änderungen. Detzner dankte dem Energieriesen für die Unterstützung des Turniers, wollte zu den Gründen für den Ausstieg jedoch keine weiteren Angaben machen. Klar ist: Die Austragung des Wintercups stand auf der Kippe, nachdem die Entscheidung im Sommer öffentlich geworden war.

Ein veränderter Sponsorenpool machte es möglich, das Turnier am Leben zu erhalten. Das Preisgeld ist von rund 30 000 Euro auf etwa 15 000 Euro gesunken. Und auch der Turniermodus wurde leicht modifiziert. Anstatt zehn gibt es 2016 lediglich acht Vorrunden-Spielorte, darunter aus dem Märkischen Kreis auch Plettenberg (2./3. Januar) und Balve (9./10. Januar). In Brilon, Lüdenscheid und Kreuztal standen im fraglichen Zeitraum keine Hallen zur Verfügung, da die entsprechenden Sportstätten aktuell als Flüchtlingsunterkünfte genutzt werden.

Das Finale, der Supercup, findet im kommenden Jahr in Sundern und nicht mehr in Hüsten statt. Detzner konnte sich in diesem Zusammenhang leise Kritik an der „Sportstadt Arnsberg“ nicht verkneifen, die das Aufstellen der Rundumbande in Hüsten untersagt habe und so die Verlegung der Endrunde an einen anderen Ort nötig mache. Dass Sundern kurzfristig mit der Halle im Schulzentrum einsprang, bezeichnete der Turnierchef als „großen Sport“.

Nur noch zwei Teams qualifizieren sich für Regionalcup

Sportlich müssen sich die Teams bei der 27. Auflage strecken, um eine Runde weiter zu kommen. Denn der Regional-Cup, die zweite Stufe nach der Vorrunde also, wird nur noch an zwei statt vier Orten ausgetragen. Aus jeder Vorrunden-Gruppe qualifizieren sich zwei statt zuletzt vier der neun Mannschaften. Insgesamt haben 144 Vereine vorwiegend aus den Regionen Soester Börde, Ostwestfalen, Märkischer Kreis, dem Siegerland und Olpe gemeldet.

Als einziger Klub außerhalb NRWs ist der hessische Verbandsligist TSV Korbach dabei. „Damit ist das Turnier auch in der 27. Auflage ausgebucht“, verkündete Detzner. Die weiteste Anreise hat übrigens der DJK TuS Holsterhausen aus Essen.

Titelverteidiger ist Landesligist SSV Meschede. Aus dem Fußball-Kreis Lüdenscheid sind insgesamt 14 Mannschaften vertreten, darunter auch das Kreis-Aushängeschild FSV Werdohl. Der Landesligist gewann den Wettbewerb in den Jahren 2006 und 2007 und zählt als einer von fünf Landesligisten in diesem Jahr zu den klassenhöchsten Teilnehmern.

Die Einteilung der Gruppen in Plettenberg und Balve:

Gruppe 2 in Plettenberg (2. Januar):  SpVgg Nachrodt (A), Red Sox Allenbach (C), TuS Herscheid (A), FSV Werdohl (LL), TuS Plettenberg (BL), SF Eichen-Krombach (A), Türkiyemspor Plettenberg (B), TSV Herscheid (B), TSV Oestertal (B)

Gruppe 10 in Plettenberg (3. Januar): SC Plettenberg (A), SV Maumke (B), Siegener SC (A), SV 04 Attendorn (LL), FC Phoenix Halver (A), Lüdenscheider TV (A), SF Dünschede (A), Türkgücü Lüdenscheid (B), Gummersbacher TV

Gruppe 3 in Balve (9. Januar): RW Mellen (B), Olympos Menden (B), SuS Beckum (B), SuS Langscheid/Enkhausen (BL), TuS Langenholthausen (BL), FC Sauerlandia Hövel (D), SG Balve/Garbeck (B), SSV Küntrop (A), SuS GW Amecke (B)

Gruppe 11 in Balve (10. Januar): SpVg Hagen 11 (BL), FC Hemer Erciyes (A), SV Affeln (A), TuS Sundern (BL), VfB Altena (A), TuS Neuenrade (A), SSV Sohlbach-Buchen (D), Vatanspor Hemer (A), FC Schwerte (C)

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