Favoriten setzen sich in der BGL-Sporthalle durch

Im Topspiel der Gruppe 11 setzte sich die FSV Werdohl, hier mit Redouane El Alami, gestern gegen Phoenix Halver mit 3:1-Toren durch. Letztlich kamen aber beide Teams weiter. Foto: Baankreis

LÜDENSCHEID - Als schon erprobter Ausrichter der Lüdenscheider Hallenstadtmeisterschaften der Fußballer bestand der LTV 61 am Wochenende auch seine Feuertaufe beim RWE-Wintercup mit Bravour. Erstmals richtete der Bergstadt-Club zwei Vorrundengruppen in der Sporthalle des BGL aus, ließ dabei mit einer tadellosen Organisation und einem gelungenen Catering keine Wünsche offen. Sportlich indes hätten sich die Zuschauer mehr Qualität und auch Spannung gewünscht.

Doch sowohl am Samstag als auch am Sonntag gaben sich die Favoriten entweder gar nicht oder nur sporadisch eine Blöße, sodass sich die jeweiligen vier Topteams beider Gruppen schließlich für den Regionalcup am Wochenende 18./19. Januar qualifizierten. Im Einzelnen:

Vorrundengruppe 1: Der RSV Meinerzhagen als einziger Bezirksligist sowie die drei starken A-Ligisten TuS Plettenberg, VfB Altena und LTV 61 hatten sich mit fünf klassentieferen Kontrahenten – allesamt ebenfalls aus dem Kreis Lüdenscheid – ausein-anderzusetzen und belegten letztlich auch die ersten vier Ränge. Federn ließ das Quartett zum Großteil nur in den Duellen untereinander, lediglich der RSV Meinerzhagen hatte sehr zum Unmut von Trainer Bayram Celik weit mehr Mühe als erwartet. Gegen B-Ligist Polonia Lüdenscheid setzte es gar eine 2:3-Niederlage, und auch gegen den TSV Oestertal kamen die Volmestädter nicht über ein 1:1 hinaus.

Weiterkommen des RSV am seidenen Faden

So hing das Weiterkommen gar zwischenzeitlich am seidenen Faden, ehe ein 2:0 gegen den LTV 61 und ein 2:1 gegen Eggenscheid immerhin noch Rang vier einbrachten. Den Gruppensieg holte der VfB Altena, der erst im vorletzten Spiel gegen den LTV (0:1) seine erste und einzige Niederlage kassierte. Dichtauf folgte der TuS Plettenberg, der nach seiner 0:1-Auftaktniederlage gegen den VfB im weiteren Verlauf ungeschlagen blieb. Treffsicherste Schützen waren Daniel Crummenerl (VfB Altena) und Ömer Yilmaz (RSV) mit jeweils sechs Treffern, während Nesih Bugday vom TSKV Altena wegen Schiedsrichterbeleidigung die einzige rote Karte sah.

Bilder zur Vorrunde in Lüdenscheid

Vorrunde des RWE-Wintercups in Lüdenscheid

Vorrundengruppe 11: Als einziger Landesligist wurde die FSV Werdohl am Sonntag ihrer Favoritenrolle im BGL gerecht, holte am Ende makellose 24 Punkte aus ihren acht Spielen. Als Hauptkonkurrent kristallisierte sich schon frühzeitig B-Liga-Spitzenreiter Phoenix Halver heraus, und so avancierte der direkte Vergleich – beide Teams hatten bis dato ihre sechs Partien gewonnen – auch zum besten und auch emotionalsten Match des Tages. Tasteten sich beide Teams zunächst rund fünf Minuten eher ab, so nahm die Partie richtig Fahrt auf, als Phoenix-Akteur Erkan Yildiz nach einem groben Foul an Ismail Uzunoglou die rote Karte

Trostlose Bilanz für Azzurri Schalksmühle

gesehen hatte. Die Überzahl nutzte Intravaia prompt zum 1:0 für die FSV, doch – gerade wieder vervollständigt – glich Halil Akbal für Phoenix aus. Mit einem Doppelschlag führte Zekovic die Werdohler letztlich aber noch zum 3:1-Erfolg. Kleiner Trost für Phoenix: Neben dem Weiterkommen als Zweiter stellte der Club mit den jeweils neunmal erfolgreichen Hakan Aktas und Yasin Aktas auch die besten Torschützen der Gruppe.

Mehr zum RWE-Wintercup:

- SV Affeln ist raus, SC Plettenberg kommt weiter

- TuS Langenholthausen vor TuS Neuenrade auf Rang eins

Hinter der FSV und Phoenix belegten Bezirksligist SC Lüdenscheid und A-Ligist TSV Lüdenscheid punktgleich die Plätze drei und vier. Das direkte Duell war die einzige torlose Partie der 36 Sonntagspartien, ansonsten gaben sich beide Vertretungen nach den Niederlagen gegen das Spitzenduo gegen die fünf weiteren Gegner keine Blöße. Und von den fünf „Kleinen“ wusste D-Ligist FC Lüdenscheid als Fünfter mit immerhin drei Siegen positiv zu überraschen, während A-Ligist Azzurri Schalksmühle an seine trostlose Bilanz aus der Hinrunde auch unter dem Hallendach anknüpfte: acht Spiele, acht Niederlagen.

Marc Kusche

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