Budenzauber in Böddinghausen

Werdohl und Herscheid zum Regionalcup

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Die Kicker aus Werdohl und Herscheid durften gemeinsam jubeln.

Plettenberg - Das eine war keine Überraschung, das andere schon: Während sich der Landesligist FSV Werdohl - wenn auch erst in letzter Minute - den ersten Platz der Vorrundengruppe 2 des Wintercups holte, qualifizierte sich der TuS Herscheid in Plettenberg sicher nicht ganz erwartet und zuletzt ohne eigenes Zutun als Zweiter für die Zwischenrunde, den Regionalcup.

Das letzte Gruppenspiel des Tages zwischen der FSV Werdohl und dem gastgebenden TuS Plettenberg wurde zum echten Finale. Die Voraussetzungen waren so, dass ein Sieg oder ein Remis die Schützlinge von Trainer Manuel Sander auf dem ersten Platz belassen würde. Ein Sieg der Plettenberger hätte die Blau-Gelben Tagessieger und Werdohl Zweiter werden lassen. Herscheid hingegen musste tatenlos zusehen und dem Landesligisten die Daumen drücken, um selbst weiterzukommen. Da waren schon viel Hektik und Emotionen im Spiel, doch die FSV behielt am Ende kühlen Kopf und schlug den TuS Plettenberg 4:1. Die Michailidis-Elf war damit draußen, und Herscheids Trainer Christopher Birkelbach und seine Mannen durften jubeln.

Angst vor der eigenen Courage bekam vor seinem Spiel gegen den B-Ligisten TS Plettenberg der starke Außenseiter SpVgg Nachrodt. Die Hartmann-Elf, die als Tabellenzweiter in die letzte Begegnung ging, wäre bei einem Sieg unabhängig von den weiteren Spielen qualifiziert gewesen, doch trotz einer 1:0-Führung ging das Spiel 1:2 verloren.

Das Turnier hatte eher schleppend angefangen. Nach der Hälfte der Runde hatten sich die beiden Favoriten TuS Plettenberg und FSV Werdohl an die Spitze gesetzt und schienen das Geschehen von vorn zu diktieren. Doch unerwartete Niederlagen des TuS (0:4 gegen TuS Herscheid, 0:3 gegen TSV Herscheid) und der Werdohler (1:2 gegen Nachrodt) ließen im weiteren Verlauf ungeahnte Spannung aufkommen und nach sechs absolvierten Spielen hatten plötzlich noch sechs Mannschaften die Chance aufs Weiterkommen. An Ende waren es dann die Werdohler und die Herscheider, die für ihren Erfolg jeweils einen Brauereibesuch für 25 Personen beim Hauptsponsor, der Krombacher Brauerei, einstecken konnten.

„Wir sind schwer in die Spiele gekommen. Wir haben zu viele klare Torgelegenheiten nicht genutzt und es dadurch lange spannend gehalten. Ich glaube aber, wir haben verdient gewonnen“, bilanzierte FSV-Coach Manuel Sander. Christopher Birkelbach (Herscheid) meinte: „Wir waren sicher nicht die Favoriten, doch in der Halle ist bei so viel Spielen vieles möglich. Wir verlieren 0:5 gegen Oestertal und gewinnen 4:0 gegen Plettenberg. Ich bin aber sehr stolz auf unsere Leistung.“

Michailidis übt Kritik an den Referees

Der Trainer des Mitfavoriten TuS Plettenberg, Kosta Michailidis, sprach bei seiner Elf teils von mangelnder Konzentration, ging darüber hinaus aber auch mit den Unparteiischen ins Gericht: „Ich fand die Leistung der Schiedsrichter nicht überzeugend. Das muss ich hier mal klar sagen. Da wurden teilweise grobe Fehlentscheidungen getroffen. Das soll aber unser Ausscheiden nicht rechtfertigen“.

Apropos Schiedsrichter. Die Unparteiischen Christian Liedtke (Neuenrade), Bahtiyar Dumanli (Altena) und Oguzhan Gülacan (Lüdenscheid) hatten es bei fairen Begegnungen recht leicht. Lediglich neun Zeitstrafen gab es in den 36 Begegnungen. Nur der Keeper von Türk Gücü Menden, Sener Abdurrahim, musste sich für nicht enden wollende Meckerei „Rot“ zeigen lassen.

Ottmar Rüschenberg

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