KSC-Budenzauber

KSC-Erfolg beim Budenzauber: Der "Pott" bleibt in der Stadt

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Fulminanter Auftritt für Giovanni Inchingoli & Co: Die Kiersper gewannen überraschend ihr eigenes Hallenturnier am Felderhof.

Kierspe - Der „Pott“ bleibt in der Stadt: Der Kiersper SC hat am Freitag sein eigenes Hallenturnier um den Sparkassen-Pokal gewonnen. Der Bezirksligist setzte sich im Volme-Finale mit 6:3 gegen den Westfalenligisten RSV Meinerzhagen durch. Es war der zwölfte Titelgewinn der Kiersper seit 1975. Dritter wurde der vom KSC im Halbfinale entthronte Landesligist FSV Werdohl, der das „kleine Finale“ gegen den TuS Plettenberg mit 7:3 gewann.

Der Sieg des Gastgeber, er war ein verdienter. Ohne Punktverlust zog das Carbotta-Team ins Endspiel ein, in dem der RSV Meinerzhagen zunächst durch Eren Bilgicli in Führung ging (2.). Der starke Phillip Plachta glich aus (3.), und in Überzahl (Ali Özdemir hatte eine Zeitstrafe kassiert) stellte Intravaia auf 2:1 für den KSC. Timo Eick erhöhte unter dem Jubel der KSC-Anhänger auf 3:1. Die Entscheidung fiel dann vier Minuten vor Schluss, als Plachta einen Doppelpack zum 5:1 schnürte. Der RSV kam zwar noch auf zwei Tore heran, den Schlusspunkt aber setzte Intravaia zum 6:3. 

Doch zum Beginn: In der erfreulich fairen Vorrunde gaben sich die klassenhöchsten Teams keine Blöße. In der Gruppe A hatte der gastgebende Bezirksligist Kiersper SC lediglich in den ersten vier Minuten des Turnier-“Openers“ seine Mühe, um in die Gänge zu kommen. Gegen den spielfreudigen B-Ligisten RSV Meinerzhagen II lag das Team von Marco Carbotta schnell mit 0:2 zurück, zündete dann aber den Turbo und verbuchte letztlich noch einen 4:2-Auftakterfolg. 

Gut besetzt waren die Ränge beim Kiersper Budenzauber: Rund 600 Zuschauer kamen zum Budenzauber am Felderhof und hatten natürlich ihren Spaß an einem Finale mit maximalem Lokalkolorit, in dem der Gastgeber aus Kierspe den großen Nachbarn aus Meinerzhagen 6:3 besiegte.

Gegen die „Twente“ aus Rönsahl (3:0) und gegen den SV Hellas Lüdenscheid (5:1) ließ der KSC zwei weitere Siege folgen, sodass er bereits vor dem Gruppenfinale gegen den Ligarivalen TuS Plettenberg als Halbfinalist feststand. Die Vier-Täler-Städter behaupteten sich gegen die A-Ligisten SV Hellas (5:1) und TSV Rönsahl (5:0) jeweils souverän und lösten mit einem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen die Meinerzhagener Reserve, die sich überaus teuer verkaufte und eine Bereicherung für das Turnier war, ebenfalls vorzeitig das Halbfinal-Ticket. 

Sparkassen-Pokal 2018 des Kiersper SC

Im abschließenden direkten Duell der Bezirksligisten ging es somit noch um den Gruppensieg, den sich die Kiersper durch einen Intravaia-Doppelpack und einen Treffer von Plachta letztlich sicherten (3:0). Der Gastgeber marschierte somit ohne Punktverlust durch die Gruppe, die der SV Hellas Lüdenscheid ohne jeglichen Zähler beendete. Dritter wurde die RSV-Reserve dank ihrer Siege gegen die A-Ligisten aus Lüdenscheid (1:0) und Rönsahl (6:4). Die „Twente“ musste sich mit ihrem 4:3-Sieg gegen Hellas begnügen. 

Titelverteidiger FSV Werdohl und Turnierfavorit RSV Meinerzhagen schenkten sich nichts – am Ende siegte der RSV knapp 1:0.

In der Gruppe B fuhr der ambitionierte Westfalenligist RSV Meinerzhagen, der sieben Akteure aus dem Kader der „Ersten“ aufs Parkett schickte, die Maximalausbeute von zwölf Zählern ein. Gegen die erfrischend forsch aufspielende KSC-Reserve mühte sich der Favorit zunächst zu einem 3:2-Auftaktsieg, kam beim 4:1 gegen den LTV 61 dann ins Rollen und gewann auch das anschließende Duell gegen Titelverteidiger FSV Werdohl, der ebenfalls mit zwei Siegen gestartet war, dank des „goldenen Tores“ von Yasin Aktas 1:0. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen den SC Lüdenscheid, das mit 4:1 gewonnen wurde, stand das Team von der Oststraße somit als Halbfinalist fest. 

Die FSV hingegen stand im ihrem letzten Vorrundenspiel gegen die punktgleiche KSC-Zweitvertretung unter Zugzwang, ließ gegen den tapferen A-Ligisten beim 6:1 aber nichts anbrennen und folgte dem RSV in die Runde der letzten Vier. Den Felderhof punktlos verließ der LTV 61 – für die Honsel-Klubs aus der Bergstadt war es kein guter Tag an der Volme. Einen Lüdenscheider Sieg aber gab es dann doch noch – es war das 6:1 des SC gegen den LTV. Unauffällig blieben in der Vorrunde die Herren in Gelb – und das war in diesem Fall exzellent. Die Referees Liedtke, Eicker und Dumanli machten über Stunden hinweg nämlich einen hervorragenden Job beim Klassiker in Kierspe. 

Umkämpfte Partien im Halbfinale

Auf den Weg ins „Finale daheim“ schaltete der Kiersper SC danach die FSV Werdohl und damit den „Serientäter“ der vergangenen vier Jahre aus. Der Landesligist vom Riesei ging zunächst durch Sarris (3.) in Führung, die Intravaia mit einem Tor aus der Feinkostabteilung egalisierte (5.). Inchingoli (8.) stellte dann auf 2:1 für den Ausrichter, der Glück hatte, dass Sarris‘ Treffer kurz darauf wegen vermeintlichen Handspiels keine Anerkennung fand. In Überzahl – FSV-Schlussmann Felbick hatte eine Zeitstrafe kassiert – besorgte Intravaia das 3:1 (13.). Die Werdohler kamen durch Orhan (14.) zwar noch einmal heran, am Ende aber reichte es hauchdünn für den Bezirksligisten. 

Nicht minder unterhaltsam war das zweite Semifinale, in dem der RSV Meinerzhagen durch Tore von Yasin Aktas (2) und Eren Bilgicli nach drei Minuten mit 3:0 führte und durch Wirbelwind Bilgicli und Yorulmaz nachlegte auf 5:0. Doch der TuS Plettenberg bewies große Moral, kämpfte sich durch Tore von Batuhan Fidan, Ufuk Al (2) und Yasin Danis auf 5:4 heran und brachte den Favoriten ins Wanken. Der RSV aber fiel nicht – Hakan Aktas besorgte das entscheidende 6:4. Zum Turniersieg aber sollte es für den Westfalenligisten später nicht reichen...

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