Keine wirklichen Probleme mit den neuen Regeln

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Die Landesliga-Kicker der FSV Werdohl hatten wie ein Großteil der Konkurrenz wenig Anpassungsprobleme mit Blick auf die neuen Futsal-Regeln beim Hallenturnier des Kiersper SC und sicherten sich den Titel.

Kierspe -  Eigentlich herrscht beim Hallenturnier des Kiersper SC große Routine. In nahezu jedem Jahr wird nach dem selben Spielplan, einem unveränderten Modus und mit gewohntem Rahmenprogramm gespielt. Zur 40. Auflage des Budenzaubers am Samstag gab es dann aber doch eine durchaus große Veränderung. Erstmals wurde auch am Felderhof ein Teil der neuen Futsal-Regeln für den Hallenfußball umgesetzt.

Von Wesley Baankreis

Und auch wenn zwei der größten Änderungen, das Spielen ohne Banden und die Verwendung des sprungreduzierten Futsalballs, noch nicht umgesetzt wurden, gab es doch einige Umstellungen. Allzu große Anpassungsprobleme gab es dabei sowohl für Spieler als auch Schiedsrichter nicht. „Es war natürlich für beide Seiten etwas ungewohnt. Schließlich haben weder die Spieler noch wir Schiedsrichter bisher unter echten Wettkampfbedingungen die neuen Regeln anwenden müssen. Dass dabei die ein oder anderen Fehler passiert sind, ist normal. Ingesamt ist es aber ganz gut gelaufen“, bilanzierte Kreisschiedsrichterlehrwart Christian Liedtke (TuS Neuenrade), der das Turnier zusammen mit Fatih Tekir (TSV Herscheid) und Kazim Coskun (Neuenrade) geleitet hatte.

Während dabei das Einkicken statt Einrollen von der Seitenlinie fast ebenso reibungslos gelang wie die Einhaltung der Vier-Sekunden-Regel für Torhüter und bei Standardsituationen haperte es noch an anderen Stellen. So hatten die Kicker unterm Hallendach noch ihre Probleme, das Grätschverbot konsequent einzuhalten. Gleiches galt für die indirekte Ausführung eines Freistoßes.

„Die Umstellung gerade beim Grätschen ist sicher nicht ganz so einfach. Da wir uns aber alle noch im Lernprozess befinden, ist das auch noch in Ordnung. Die neuen Regeln werden sich mit der Zeit bei allen einspielen. Zumal es hier beim Turnier in Kierspe ja eigentlich immer ganz ordentlich läuft und die groben Fouls größtenteils ausbleiben“, erklärte Christian Liedtke am Rande.

Einen weiteren, zumindest subjektiv wahrnehmbaren Nebeneffekt scheinen die Regeln auf das Spielgeschehen an sich zu haben. Dabei schien vor allem der Spielfluss in manchen Partien deutlich schneller und die Anzahl der Treffer stieg an. Ob dies allerdings wirklich auf die neuen Regeln zurückzuführen ist, dürfte sich erst in ein bis zwei Jahren zeigen, wenn die Turniere über einen längeren Zeitraum unter den veränderten Bedingungen durchgeführt worden sind.

In Kierspe zumindest hatte der Landesligist FSV Werdohl, wie die meisten anderen höherklassigen Teams, die geringsten Probleme und verdarb dem Gastgeber die Rückkehr auf Platz eins beim eigenen Turnier. Für die Werdohler war es der erste Coup in Kierspe seit 2010.

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