Wintercup vor dem Start

Zwei Vorrunden finden in Plettenberg statt

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Im vergangenen Jahr machte der Wintercup unter anderem in Lüdenscheid Station, 2016 aber gehört die Bergstadt nicht zu den Spielstätten des Budenzauber-Marathons. Gekickt wird an diesem Wochenende unter anderem in Plettenberg und am 9./10. Januar in Balve.

Plettenberg - Kaum ist der Neujahrskater vertrieben, trifft sich ein Teil der heimischen Fußballer-Gilde zum ersten Leckerbissen des neuen Jahres. Die altehrwürdige Sporthalle in Plettenberg-Böddinghausen ist am Wochenende Austragungsort von zwei Vorrunden-Gruppen des Wintercups, der nach dem Ausstieg des Energieriesens RWE bei seiner 27. Auflage vor allem wegen der Verlegung des finalen Supercups von Hüsten nach Sundern in gewisser Weise zurückkehrt zu den Wurzeln.

Nach Angaben von Turnierorganisator Ralf Detzner bleibt der Wintercup auch nach dem Ausstieg des Hauptsponsors das größte Hallenfußballturnier für Amateurmannschaften in Nordrhein-Westfalen. 144 Vereine aus dem Sauerland, dem Siegerland, aus Ostwestfalen, der Soester Börde, dem Ruhrgebiet und Hessen haben für den Budenzauber-Marathon, der mit dem Supercup am 31. Januar in der Sporthalle des Schulzentrums Sundern – und nicht wie zuletzt in der Hüstener Halle „Große Wiese“ – seinen finalen Höhepunkt erreichen wird, gemeldet. Weil die Stadt Arnsberg das Aufstellen der Rundumbande in diesem Jahr nicht mehr erlaubt, kehrt der Turnier-Showdown von Hüsten nach Sundern zurück. An den Ort also, an dem die Endrunde bis zum Jahr 2005 ausgespielt wurde.

Aus dem Fußball-Kreis Lüdenscheid sind insgesamt 14 Mannschaften vertreten, darunter auch Branchenführer FSV Werdohl. Der Landesligist, der vor nicht einmal einer Woche beim Sparkassen-Pokal des Kiersper SC seinen Titel verteidigte, geht am Samstag in Böddinghausen ab 13 Uhr als Favorit der Vorrundengruppe 2 an den Start. „Wir wollen auf jeden Fall etwas reißen und eine Runde weiterkommen“, gibt FSV-Chefcoach Manuel Sander die Richtung vor. Zum Aufgebot der Riesei-Kicker gehören auch zwei Winter-Neuzugänge. Emanuele Catalano, der wie berichtet vom Westfalenligisten SpVg Olpe den Weg zum Riesei fand, wird ebenso auflaufen wie Rückkehrer „Bubi“ Topcu.

Nicht nur die Werdohler, sondern alle Teilnehmer werden sich in diesem Jahr strecken müssen, um im Turnier zu bleiben. Denn der Regionalcup, die zweite Stufe nach der Vorrunde also, wird nur noch an zwei (in Hüsten und Warburg) statt vier Orten ausgetragen. Aus jeder der insgesamt 16 Vorrunden-Gruppen qualifizieren sich zwei statt zuletzt vier der neun Mannschaften. In der Gruppe 2 trifft die FSV auf den ausrichtenden Bezirksligisten TuS Plettenberg, die A-Ligisten TuS Herscheid, SpVgg Nachrodt und Menden Türk, die B-Ligisten Türkiyemspor Plettenberg, TSV Herscheid und TSV Oestertal sowie auf den C-Ligisten Red Sox Allenbach aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein.

Für den TuS Plettenberg geht es Schlag auf Schlag

Stefan Wegener vom TuS Plettenberg, der die Ausrichtung der Vorrunde in Böddinghausen für die Blau-Gelben organisiert und auf ein rund 15-köpfiges Helferteam zurückgreifen kann, freut sich auf zwei interessante Tage und hofft auf faire Duelle auf dem Parkett. Allerdings räumt Wegener auch ein, dass der Termin kurz nach dem Jahreswechsel nicht der ideale sei. „Wir haben aber alles hintereinander“, versichert Wegener, dessen Verein schon am nächsten Wochenende den hochkarätig besetzten Sauerland-Cup für A-Junioren ausrichtet und somit gleich zu Beginn des Jahres organisatorisch doppelt gefragt ist.

Der TuS will am Samstag und Sonntag aber nicht nur ein guter Ausrichter sein, sondern hofft auch auf das Weiterkommen der von Kosta Michailidis trainierten Bezirksliga-Vertretung. Am Sonntag geht es bereits um 11 Uhr in Böddinghausen mit der Gruppe 10 weiter. Klassenhöchster Verein und somit auch Favorit ist hier Landesligist SV 04 Attendorn, der auf die heimischen Vertreter SC Plettenberg, Phoenix Halver, LTV 61 und Türkgücü Lüdenscheid sowie auf den SV Maumke, Siegener SC, SF Dünschede sowie auf den 1. FC Gummersbach treffen wird. Neben Attendorn dürfte vor allem Phoenix Halver mit seinen vielen technisch hochveranlagten Akteuren gute Karten auf das Erreichen des Regionalcups haben.

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