Gravierende Neuerungen beim Volksbanken-Wintercup

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Marc Kostewitz von der Volksbank in Südwestfalen, Abteilungsleiter Thomas Gabel vom LTV 61 und Kassierer Uwe Görge als Vertreter der Fußballkreises Lüdenscheid (von links) nahmen am Montagabend die Auslosung der Vorrundengruppen 4 und 12 vor, die am 5./6. Januar unter der Regie des LTV 61 in Lüdenscheid ausgetragen werden.

Kreisgebiet - Eine Vorrunde ausschließlich für Kreisligisten mit eigenem Preisgeld, straffere Turniertage, eine Zwischenrunde mit maximal vier überkreislichen Mannschaften pro Spielort und vor allem keine Doppel-K.o-Spiele mehr: Der Volksbanken-Wintercup kommt in seiner 30. Auflage mit einigen gravierenden Änderungen und Neuerungen daher.

Mit 146 Mannschaften ist das größte Hallenfußball-Turnier in Nordrhein-Westfalen, bei dem ein Preisgeld von 18000 Euro ausgeschüttet wird und Sachpreise im Wert von 8000 Euro vergeben werden, auch 2019 zum fünften Mal in Folge „ausverkauft“.

„Wir haben für die Jubiläumsausgabe zeitgemäße Anpassungen vorgenommen“, betonte Ralf Detzner, der seit dem Jahr 2006 den Wintercup koordiniert, am Montagabend bei der Vorstellung der Turnierserie 2019 im Neheimer R-Café. Dort wurden nach einem launigen Talk mit den Turniergründern Ferdi Pott und Hermann Schmoll, Langenholthausens Präsident „Charly“ Grote, Helmut Schulte von der Volksbank Sauerland und Wieland Dierks (Westnetz) die Änderungen vorgestellt und auch die Vorrundengruppen ausgelost.

Station macht der Volksbanken-Wintercup in seiner 30. Auflage einmal mehr auch im Märkischen Kreis. Der TuS Langenholthausen richtet am 5. und 6. Januar die Vorrundengruppen 3 und 11, der LTV 61 am gleichen Wochenende die Gruppen 4 und 12 aus. Wie gehabt ist der TuS Plettenberg Ausrichter einer von vier Zwischenrundenturnieren, dem sogenannten Regionalcup – und zwar am Samstag, 19. Januar, ab 14 Uhr. Gesetzt für den Regionalcup in der Vier-Täler-Stadt sind die Bezirksligisten TuS Plettenberg, SuS Langscheid/Enkhausen, SV Attendorn und TuS Langenholthausen.

Titelverteidiger und Westfalenligist SC Neheim greift wie auch Landesligist SV Hüsten 09 und die Bezirksligisten SV Herdringen und TuS Sundern ab dem Regionalcup in Hüsten ins Geschehen ein. Landesligist FSV Werdohl ist ebenfalls gesetzt für den Regionalcup am 20. Januar in Ense-Bremen. Der finale Showdown dieses Mammutturniers steigt schließlich am Sonntag, 3. Februar, erneut in Sundern.

Gespielt wird in den 16 Vorrundengruppen nach dem Modus „jeder gegen jeden“, in jeder Gruppe qualifizieren sich die erfolgreichsten drei Mannschaften für die nächste Runde. Für die insgesamt zwölf Qualifikanten aus den Vorrunden in Balve und Lüdenscheid geht es weiter beim Regionalcup in Plettenberg, hinzu kommen die genannten vier überkreislichen Teams. In der Zwischenrunde wird zunächst in vier Vierergruppen gespielt. Für die Erst- und Zweitplatzierten dieser vier Gruppen geht es beim Regionalcup dann weiter mit dem Viertelfinale, das Doppel-K.o-System wurde abgeschafft. Die vier Halbfinalisten sind für den finalen Supercup in Sundern qualifiziert, spielen aber freilich noch den Regionalcup-Sieger und den dritten Platz aus.

Dass die Kreisligisten in der Vorrunde unter sich sind, das ist mit Sicherheit die gravierendste Änderung beim Volksbanken-Wintercup. „Das bietet den Kreisligisten die Gelegenheit, alleine in der Vorrunde um ein Preisgeld von insgesamt 6800 Euro zu spielen“, sagte Ralf Detzner. Pro Vorrundengruppe werden 425 Euro ausgeschüttet, der Gruppensieger streicht allein 200 Euro ein. 150 Euro gibt es für Rang zwei, 75 Euro für die Gruppendritten. Die Viertplatzierten aller 16 Vorrundengruppen gewinnen eine Krombacher-Brauereibesichtigung für 15 Personen. Und um den Turniertag in der Vorrunde zu straffen, sind es eben „nur“ noch acht Teams je Vorrundengruppe. „Über neun Stunden Turnierzeit, das war einfach zu viel“, betonte Ralf Detzner.

Dass beispielsweise ein C-Ligist in der Vorrunde einen Bezirksligisten herausfordert, das ist in der Jubiläumsausgabe nun allerdings ausgeschlossen. Doch genau darin sahen nicht wenige Kreisligisten und auch Zuschauer in der Vergangenheit ja durchaus den Reiz dieses Turniers. Es bleibt letztlich abzuwarten, wie diese Änderung angenommen wird. Ein süßes Bonbon gibt es für die Ausrichter aber doch: Weil Gruppensponsoren gefunden wurden, werden die zum Teil enormen Schiedsrichter-Kosten abgefedert. Mit Blick auf die Vorrunde ebenfalls neu ist, dass nun auch zweite Mannschaften teilnehmen dürfen, wenn die „Erste“ überkreislich spielt. So ist am Spielort Balve beispielsweise Ausrichter TuS Langenholthausen ebenso mit seiner Reserve vertreten wie der TuS Plettenberg.

Weniger Spiele, exakt sind es sieben, wird es auch beim Regional- und Supercup durch die Abschaffung des Doppel-K.o-Systems geben. Gespielt wird wieder klassisch mit Viertel-, Halb- und Finale. „Die Doppel-K.o-Runde wurde in den letzten Jahren sehr zäh. Daher habe ich mich mit den Turniervätern Ferdi Pott und Hermann Schmoll zusammengesetzt und mit ihnen gemeinsam diesen Entschluss gefasst“, erklärte Ralf Detzner, der sicher ist, „den Zuschauern wieder ein attraktives Hallenturnier mit spannenden Spielen“ bieten zu können.

Bei den vier Regionalcup-Turnieren wird in Summe ein Preisgeld von 2200 Euro (550 Euro pro Standort) ausgeschüttet, beim Supercup sind es in Summe 9000 Euro. Der Turniersieger streicht am Finaltag 3000 Euro ein.

Die 16 Vorrundengruppen im Überblick:

Gruppe 1 (5. Januar) in Arnsberg: SV Arnsberg 09, SC Hennen II, FC Eintracht Ihmert/Br., TuS Sundern II, FC Tricolore, SF Azadi Attendorn, SV Bachum/Bergheim, SSV Stockum

Gruppe 2 (5. Januar) in Brilon: SV Brilon II, TuS Medebach, SG Bödefeld/Henne/Rartal, TuS Velmede/Bestwig, SG Altenbüren/Scharfenberg, SG Finnentrop/Bamenohl II, TSV Korbach, FC Ostwig/Nuttlar

Gruppe 3 (5. Januar) in Balve: VfB Altena, TuRa Eggenscheid, SG Beckum/Hövel, VTS Iserlohn, VfL Platte Heide, TuS Neuenrade, SV Türk Attendorn, Vatanspor Hemer

Gruppe 4 (5. Januar) in Lüdenscheid: TuS Stöcken Dahlerbrück, VfL Engelskirchen, Türkgücü Lüdenscheid, Eyüpspor Werdohl, TSV Lüdenscheid, SSV Lüdenscheid, SC Plettenberg, SC Lüdenscheid

Gruppe 5 (5. Januar) in Ense-Bremen: TuS Niederense, Höinger SV, TuS Bremen, TuS Voßwinkel, TuS Jahn Soest, SuS Scheidingen, Viktoria Lippstadt II, SV Westfalia Soest II

Gruppe 6 (5. Januar) in Wickede: SV Hilbeck II, DJK BW Büderich, SV Hüsten 09 II, Preußen TV Werl, Hörder SC, VfL Kamen, SV Teutonia Coerde, TuS Hemmerde

Gruppe 7 (12. Januar) in Brakel: FC Stahle, BSV Nieheim, VFK Iserlohn, TuS Wandhofen, SG Altenbergen, TuS Bad Driburg, SV Holzhausen/E., TuS Lütmarsen

Gruppe 8 (12. Januar) in Warburg: SpVgg Nachrodt, SV Preußen Daseburg, SG Borgholz/Natzungen/Manrode, SV 21 Bonenburg, FC Germete/Wormeln 03, SSV Herlinghausen, SF Calenberg, VfR Borgentreich II

Gruppe 9 (6. Januar) in Arnsberg: DJK GW Arnsberg, FC Mezopotamya Meschede, TuS Rumbeck, Türkgücü Paderborn, SuS Westenfeld, 2. Korriku Sundern, Eintracht Ickern, SuS Langscheid/Enkhausen II

Gruppe 10 (6. Januar) in Brilon: SG Eversberg/Heinrichsthal/Wehrstapel, BV Alme, Azadi Spor Brilon, TuS Petersborn/Gudenhagen, SSV Meschede II, Fatih Türkgücü Meschede, TuS Belecke, SC Bredelar

Gruppe 11 (6. Januar) in Balve: TuS Langenholthausen II, SV Affeln, RW Mellen, SG Balve/Garbeck, 57 Sinopspor Iserlohn, TuS Plettenberg II, Türk. Neheim-Hüsten, Menden Türkgücü

Gruppe 12 (6. Januar) in Lüdenscheid: LTV 61, TSKV Altena, RW Unna II, FC Hemer Erciyes, Polonia Lüdenscheid, TSV Oestertal, Türkiyemspor Plettenberg, SV Hellas Lüdenscheid

Gruppe 13 (6. Januar) in Ense-Bremen: MSV Iserlohn , SC Neheim II, BV Bad Sassendorf, FC Tornado Westig, BSV Lendringsen, SKC Maroc Hamm, SV Völlinghausen, DJK RW Alverskirchen

Gruppe 14 (6. Januar) in Wickede: TuS Wickede, Barisspor Oelde, SC Fatihspor Werl, Vatanspor Hemer, SC Cappel, 1. FC Pelkum, SF Soest-Müllingsen, Olympos Menden

Gruppe 15 (13. Januar) in Brakel: SG Bellersen/Nethetal/Bökendorf, TIG Brakel, SpVgg Brakel II, FC Peckelsheim/Eisen/Löwen II, SG Niesen/Siddessen, SV Nieheim/West, TuS Amelunxen, Hersteller SC

Gruppe 16 (13. Januar) in Warburg: SV Menne, SG Nörde/Ossendorf, SV Borussia Hohenwepel, SuS Gehrden/Altenheerse, SG Scherfede/Rimbeck/Wrexen, TuS Willebadessen, SV Herste, SuS Rösenbeck

Beim SuperCup sind dann wieder Teams aus allen Klassen vetreten:

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