Hallenfußball

Türkischer SV neuer Stadtmeister

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Neuer Stadtmeister: der TSV Lüdenscheid.

Lüdenscheid - Der Türkische SV Lüdenscheid hat sich zum Ausklang des 40. Vereinsgeburtstages selbst mit dem Gewinn der Hallen-Stadtmeisterschaft beschenkt. Im Finale der Titelkämpfe in der BGL-Halle setzten sich die Schützlinge von Hassan El Mourabit 5:4 nach Neunmeterschießen gegen Rot-Weiß Lüdenscheid durch.

Es waren gut organisierte und ordentlich besuchte Titelkämpfe, die der TSV zu seinem Geburtstag auf die Beine gestellt hatte. Dass Bezirksligist RWL wider der eigenen Ankündigung doch mit sieben Akteuren aus der 1. Mannschaft auflief – es wurde vom TSV und der Konkurrenz erfreut aufgenommen. So waren die Rot-Weißen eine echte Bereicherung für die Meisterschaften. 

Der Post SV hatte dagegen am Samstag noch seine Teilnahme abgesagt. Damit es bei zwei Sechser-Gruppen blieb, organisierte der TSV noch eine eigene 3. Mannschaft um die Brüder Hayati und Hamza Eker. Die Drittvertretung schlug sich gar nicht mal schlecht. 

In der Vorrundengruppe A war es auf einmal durch die erstarkten Rot-Weißen ein breites Feld von Halbfinal-Anwärtern. Allerdings knüpften die A-Kreisligisten LTV 61 und SV Hellas nahtlos an den nicht so erfolgreichen Hallenauftritt am Kiersper Felderhof an und blieben als Gruppendritter und Vierter auf der Strecke. Dahinter landeten B-Ligist TuRa Brügge und C-Ligist TuRa Eggenscheid. Die Gruppe gewann der Türkische SV, der nur gegen Hellas beim 1:1 zwei Punkte liegen ließ. Das temporeiche Duell gegen RWL – das beste Spiel der Vorrunde – gewannen die TSV-Kicker 4:3. Für Breitenbach, Ertelt, Schönrath & Co eine Niederlage ohne Folgen. Auf Gruppenplatz zwei ging es für sie auch bequem mit fünf Punkten Vorsprung ins Halbfinale. 

Überraschung des Turniers: die TSV-Reserve um Coach Massimo Pepe.

Die Gruppe B sah den SC Lüdenscheid vorne. Der einzige A-Ligist der Gruppe spielte zwar gegen den AFC und den Schlesischen SV unentschieden, doch elf Punkte reichten zum Gruppensieg. Der Türkische SV II von Trainer Massimo Pepe, der fürs Turnier mit Caglar Tabakoglu einen starken Akteur aus der Erstvertretung bekommen hatte, folgte mit 10 Punkten auf Rang zwei ins Semifinale. Die TSV-Reserve musste sich bis zuletzt des Verfolgers Türkgücü erwehren, gewann das direkte Duell aber 4:0. Türkgücü wurde vor dem Schlesischen SV, dem TSV III und dem AFC Gruppendritter in der nominell deutlich schwächeren Gruppe. 

TSV-Reserve schenkt der Erstvertretung nichts

Das Halbfinale begann mit einem Vereinsduell. Die TSV-Reserve schenkte der Erstvertretung dabei nichts. Die 2:0-Führung fürs El-Mourabit-Team (2 x Izgi) konterte Yüksel zum 2:1. Browarski stellte nochmals auf 3:1, doch in den letzten 90 Sekunden glichen Tekin und Jouhand für ein furioses Pepe-Team aus: Neunmeterschießen. Hier allerdings hatte die TSV-Erste das bessere Ende für sich, zog durch einen 5:4-Erfolg ins Endspiel ein. 

RWL gewann das Halbfinale gegen den SCL 4:1.

Das zweite Halbfinale war weniger spannend. Die Bezirksliga-Kicker von RWL machten ernst, setzten sich durch Tore von Breitenbach (2), Ertelt und Hamdach bei einem Gegentor von Moschopoulos zum 3:1 letztlich sicher 4:1 durch und hatten damit ihre Revanche für die Vorrundenniederlage gegen den Türkischen SV. Vorher allerdings musste geklärt werden, wer den Pokal für Rang drei erhalten sollte. Der Türkische SV II ging gegen den SCL durch Tabakoglu und Kilic 2:0 in Führung, doch Stamatiu schnürte danach einen Doppelpack zum 2:2-Endstand. Wieder Neunmeterschießen, diesmal allerdings mit dem besseren Ende für den TSV II, der sich 4:3 nach Neunmeterschießen durchsetzte und nicht unverdient Dritter wurde. 

Wechselbad der Gefühle im Neunmeterschießen

Das Endspiel war der stimmungsvolle Höhepunkt des Budenzaubers. Die TSV-Familie feuerte ihr Team an. Sechs Minuten passierte wenig. Dann ging der TSV durch ein sehr unglückliches Ossenberg-Eigentor in Führung. RWL aber kam zurück. Kapitän Schwenck, Ertelt und Breitenbach drehten die Partie zum 3:1 (11.). Doch entschieden war nichts. Ouhbi brachte den TSV wieder heran, Yazar glich aus. 3:3 am Ende, noch ein Neunmeterschießen. 

Die Stimmung beim Endspiel war exzellent.

Und auch hier war es ein Wechselbad der Gefühle. Schwenck und Breitenbach verschossen für RWL, doch für den TSV wussten S. Kilinc und Pepe die Vorlage nicht zu nutzen. Nach drei Schützen und Treffern von Izgi und Ertelt stand es 4:4. Den vierten RWL-Neunmeter setzte Hamdach an den Pfosten. Und den dritten TSV-Matchball ließ sich Cengiz Browarski nicht nehmen. Mit Urgewalt drosch er das Leder zum 5:4-Sieg in die Maschen. Der Rest war eine große TSV-Party im BGL.

Jubelpose: Pascal Ertelt und Robin Breitenbach freuen sich über ein RWL-Tor.

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