Im Halbfinale fehlt nur ein Quäntchen Glück

Starke Leistungen: Ludger Fastabend.

ICKERN – Der Lüdenscheider Ludger Fastabend belegte bei den Westfälischen Hallen-Meisterschaften der Tennis-Nachwuchses in Ickern in der Altersklasse U 12 den dritten Rang. Einerseits war das ein ausgezeichnetes Resultat für das große Talent des Lüdenscheider TV von 1899, das in der Westfalenrangliste seines Jahrgangs auf dem fünften Platz geführt wird. Andererseits verpasste der Bergstädter nur denkbar unglücklich das Endspiel.

Nach seinen zwei Siegen am Donnerstag (wir berichteten) stand Ludger Fastabend am Sonntag im Halbfinale dem topgesetzten Maximilian Grundmann (TC Eintracht Dortmund) gegenüber. Es lief glänzend an für den Außenseiter aus dem Sauerland. Im ersten Satz zog Fastabend auf 5:1 davon, doch er brachte den Vorsprung nicht ins Ziel. Beim 5:4 hatte der Lüdenscheider drei Satzbälle, die er aber allesamt ausließ. So holte sich Grundmann den Satz noch beim 7:5. Ähnlich lief es in Durchgang zwei. Auch hier hatte Ludger Fastabend bis zum 4:2 die Nase vorn – dann aber drehte Grundmann auch diesen Durchgang zum 6:4. Der Dortmunder hatte damit auf dem Weg zum Titel die größte Hürde geschafft, im Finale bezwang er den an Position zwei gesetzten Oscar Hädicke vom TC Iserlohn 6:1 und 6:1.

Auf Ludger Fastabend wartete das „kleine Finale“ gegen Tom Bannusch (TC GW Herne) und noch einmal ein kleiner Tennis-Marathon. Im ersten Satz egalisierte er ein 1:4 zum 4:4, ließ im Tie-Break einen Satzball aus und verlor den ersten Satz. Doch davon unbeeindruckt kämpfte sich Fastabend zurück und zwang Tom Bannusch in den Sätzen zwei und drei 6:3 und 6:0 in die Knie. Eine echte Energie-Leistung, die ihm verdient Rang drei einbrachte. Die beiden anderen Teilnehmer des LTV 99, Maximilian Dominicus und Kaspar Volz, waren bereits am Donnerstag im Achtelfinale der Titelkämpfe ausgeschieden.

Thomas Machatzke

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