20 Gymnasiasten starten Junior-Coach-Ausbildung

Starteten gestern das Projekt „DFB Junior Coach“: Zepp-Schulleiter Sebastian Wagemeyer, Dirk Jacobs, Haiko Scholz, Thomas Synowczik und Olli Kamp (v.l). -  Foto: Schröder

Lüdenscheid -   20 Gymnasiasten von „Zepp“ und GSG haben am Donnerstagmorgen ihre Ausbildung zum „DFB Junior Coach“ begonnen.

Worauf muss man bei der Planung einer Trainingseinheit achten? Wie findet man den richtigen Umgangston zur Arbeit mit Kindern? Wie löst man Konflikte mit Spielern, Eltern und Schiedsrichtern? Auf die Suche nach Antworten auf diese und viele weitere Fragen machten sich gestern rund 20 Schülerinnen und Schüler der Staberger Gymnasien. In insgesamt 40 Lerneinheiten an fünf Tagen begannen sie am gestrigen Vormittag die Ausbildung zum „DFB Junior Coach“.

Absolventen der Junior-Coach-Ausbildung erhalten ein Zertifikat, das als Basismodul zur Trainer-C-Lizenz gilt: „Die Schüler können die Ausbildung, die sie hier absolvieren, auf eine mögliche C-Lizenz-Ausbildung anrechnen lassen“, erklärt Thomas Synowczik, Ausbilder des Deutschen Fussball Bundes. Bei 120 Lerneinheiten à 45 Minuten, die es zur C-Lizenz-Prüfungszulassung benötigt, wird somit bereits ein Drittel an Einheiten durch die Junior-Coach-Ausbildung abgedeckt.

„Mit Kindern auf eine Wellenlänge begeben“

Neben verschiedenen Trainingsmethoden lernen die Geschwister-Scholl- und Zeppelin-Gymnasiasten vor allem eines: Empathie für jüngere Schützlinge. „Ihr müsst euch mit den Kindern auf eine Wellenlänge begeben, dann habt ihr bei denen schon ein Stein im Brett“, gab Synowczik ihnen direkt zu Beginn mit auf den Weg.

Wie die Schüler diesen schmalen Grat zwischen Autoritätsperson und „Kumpeltyp“ finden, lernen sie an drei Schultagen und zwei Samstagen: „Durch die Samstags-Einheiten sollen die Schüler lernen, dass man als Trainer auch mal am Wochenende früh aufstehen muss“, erklärt der DFB-Ausbilder.

In der Kennenlernrunde betonte Synowczik, dass man nicht der begabteste Fußballer sein muss, um eine Gruppe erfolgreich zu leiten: „Viel mehr muss man in der Lage sein, Kinder für Sport zu begeistern.“

Bereits gute Erfahrungen mit DFB-Projekt

Gute Erfahrungen mit dem Projekt, das von der Commerzbank in Person von Haiko Scholz unterstützt wird, haben die Lüdenscheider DFB-Partnerschulen bereits vor drei Jahren gemacht: „Damals wurde die Junior Coach-Ausbildung als Pilot-Projekt durchgeführt“, erinnert sich Dirk Jacobs, Sportlehrer des Zeppelingymnasiums. Gemeinsam mit Olli Kamp vom Geschwister-Scholl-Gymnasium betreut er die Fußballprojekte beider Schulen: „Vier Schüler, die vor drei Jahren Teil des Projektes waren, haben mittlerweile ihre C-Lizenz erfolgreich im SportCentrum Kamen-Kaiserau abgeschlossen. Zwei Schüler sind zudem als AG-Trainer an unseren Schulen aktiv“, so das positive Fazit Jacobs’. Zur Zertifizierung am 18. November, dem letzten Projekttag, sind die Sportvereine der Region eingeladen: „Natürlich tragen wir dafür Sorge, dass zwischen Schülern und Vereinen ein Kontakt hergestellt wird. Leider gibt es immer weniger Jugendliche, die sich ehrenamtlich engagieren. Dagegen wollen wir etwas tun!“, so Synowczik.

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