Eishockey, DEL

Guter Abschluss: Roosters feiern gegen Wolfsburg klaren Heimsieg

Eishockeyspieler im Zweikampf
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Joe Whitney machte gegen Wolfsburg alles klar.

Das gibt Rückenwind für den neuen Saisonabschnitt: Im letzten Spiel der ersten Saisonphase im Norden gewannen die Iserlohn Roosters gegen die Grizzlys aus Wolfsburg souverän.

Iserlohn – Das letzte Nordrundenmatch zwischen den Iserlohn Roosters und den Grizzlys Wolfsburg wurde zum erwarteten Krimi. Die Defensivreihen standen im Mittelpunkt – und die Tatsache, dass die Roosters erneut kein Spiel konstant über 60 Minuten aufs Eis bekommen. Aber immerhin über 40 Minuten, und deshalb gewann der Gastgeber das letzte Heimspiel der Nordrunde 4:0 (1:0, 0:0, 3:0), verdiente sich der überragende Andy Jenike den zweiten Shutout der Saison.

Pfeilschnelles Tempo-Eishockey spielten die Roosters in den ersten 20 Minuten. Der Forecheck war mindestens so aggressiv wie gegen die Krefelder, machte die Iserlohner zur besseren Mannschaft. Von Dominanz zu sprechen, wäre sicherlich zu viel des Guten, aber der IEC hatte das Spiel weitgehend im Griff.

Hundertprozentige Abschlussmomente gab es zwar auch auf Seiten der Gastgeber wenige, ausreichend Kreativität aber war da, Wolfsburgs Defensivstärke ruinierte indes das Feintuning. Bemerkenswert war auch das Spiel der vierten Iserlohner Sturmformation mit Friedrich, Weidner und Proske, der zwei, drei gute Ideen hatte, seine technischen Möglichkeiten aufs Eis brachte. Den einzigen Treffer des Auftaktdrittels erzielte Brent Raedeke, der erkannte, dass Chet Pickard, Wolfsburgs Goalie, einen Hauch zu weit vor seinem Tor stand, und ihm die Scheibe an den Rücken spielte, von wo sie ins Tor tropfte (13.).

Guter Abschluss: Roosters feiern gegen Wolfsburg klaren Heimsieg

Weitere Gelegenheiten von Weidner und Whitney brachten allerdings den Puck nicht noch einmal über die Linie. Die Grizzlys, oft eingeschnürt in der eigenen Defensive, hatten offensiv wenig. Mal einen Schuss von Furchner, einen von Järvinen, mehr aber war da nicht, auch deshalb weil Andy Jenike wieder einmal sehr gut hielt.

Wer hoffte, die Gastgeber würden mit Beginn des zweiten Drittels dort anknüpfen, sah sich getäuscht. Schlecht im Aufbau und sich gegenseitig wenig unterstützend, fielen die Roosters in alte Muster zurück, die Wolfsburg die Möglichkeit gaben, Angriff auf Angriff in Richtung des Iserlohner Tores zu bringen.

Die ersten beiden Unterzahlspiele überstanden die Sauerländer ohne Gegentor, durften dann selbst in der 32. Minute in Überzahl aufs Eis und schafften es, sich anschließend zu stabilisieren. So wurde die Partie wieder ein Spiel mit zwei Mannschaften, die offensive Akzente setzten. Letztlich blieb den Blau-Weißen der Ausgleich erspart. Boucher, Furchner, Bittner – alle versuchten sich, scheiterten aber an Jenike. Offensive Highlights der Roosters: Ein Bauerntrick von Riefers (37.) und ein Schuss von Grenier.

Joe Whitney räumt alle Zweifel am Sieg aus

Ein genialer Angriff der Whitney-Brüder nach vier Minuten im Schlussabschnitt sorgte für das nächste Highlight und die Gelegenheit, 2:0 in Führung zu gehen (43.). Das Tor fiel aber nicht – so blieb es auch in der Folgezeit ein Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten. Beide Mannschaften spielten mal gut, mal mit erschreckenden Fehlern.

Das 2:0 durch Buschmann (53.) war auch noch nicht die Entscheidung. Wolfsburg riskierte alles, die Roosters aber antworteten 137 Sekunden vor dem Ende mit einer Traumkombination, die Joe Whitney zum 3:0 abschloss. 92 Sekunden vor dem Ende nahm Pat Cortina seinen Goalie vom Eis, hoffte auf die Chance, die aber gab es nicht mehr. Jenike holte sich seinen zweiten Shutout, Lowry beendete den Hockeyabend 7,6 Sekunden vor Schluss mit seinem Treffer zum 4:0-Endstand ins leere Wolfsburger Tor.

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