Gute Bilanz gegen Primus Berlin weiter ausbauen

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Mike York, Jassen Cullimore (von links) und die Roosters empfangen heute Meister und Spitzenreiter Eisbären Berlin zum letzten Ligaduell 2011/12 am Seilersee. Zuhause gewannen die Sauerländer mit 3:1, in der Fremde gab’s ein 4:2 und zuletzt ein 2:5.

ISERLOHN ▪ Manchmal herrscht Alltagsstimmung – trotz aller Anspannung. Auch der Play-off-Kampf am Seilersee kann nicht immer für Dauerdruck sorgen, auch der Rooster-Trikot tragende Eishockeyprofi braucht zwischen der Höchstleitung Phasen der Entspannung. „Dauerdruck, ständige Konfrontation mit der eigenen Leistung, kann man nicht über so lange Zeit aufrecht erhalten“, weiß Doug Mason. Abhaken war deshalb die maßgebliche Aufgabe in den vergangenen Tagen.

Das letzte Wochenende mit nur zwei Punkten hat nicht für grundsätzliche Abkehr vom guten Gefühl gesorgt. „Wir wissen doch auch, dass wir am letzten Wochenende definitiv mehr Tore hätten machen müssen und vor allem weniger Fehler“, ergänzt Verteidiger Stefan Langwieder. Trotzdem bleibt der Youngster mutig: „Gegen Berlin wissen wir, dass wir uns zu steigern haben.“ Die Eisbären, der amtierende deutsche Meister, sind heute Abend um 19.30 Uhr zu Gast in der Eissporthalle am Seilersee.

Rein statistisch lief die Saison gegen das Hauptstadtteam mehr als ordentlich. Aus drei Spielen haben die Sauerländer sechs Punkte verbucht, sind damit so erfolgreich wie noch nie. Fakt ist auch: Berlin schwächelt auswärts – und zwar in überraschender Weise. So haben die Eisbären ihre letzten beiden Spiele in der Fremde verloren. In Nürnberg und Mannheim musste sich die Mannschaft von Don Jackson geschlagen geben, danach gab es drei Heimspiele (zwei Erfolge, eine Niederlage).

Das mag mit der aktuellen Personalsituation der Berliner zu tun haben. Nicht weniger als sieben (!) Stammspieler sind verletzt oder gesperrt: Bielke, C. Braun, Christensen, Felski, Pederson, Rankel und Ustorf. Anderswo in der DEL würde man ohne seine beiden Topformationen spielen.

Die Roosters müssen sich ums Personal keine Sorgen machen, sogar Back-Up-Goalie Tim Siekmann ist wieder gesund. Ebenfalls wieder im Training ist Thomas Holzmann. Der hatte sich am 1. Oktober eine Schulterverletzung zugezogen, musste operiert werden. „Realistisch dürfen wir hoffen, ihn spätestens nach der Nationalmannschaftspause wieder einsetzen zu können“, so Mason.

Weil die Roosters am Sonntag spielfrei sind und erst Dienstag zum Auswärtsspiel in Krefeld antreten müssen, fehlt der Stressfaktor – Gelegenheit für Teamkollegen und Medien, Gerüchten nachzugehen. Eines lautet: Michael Hackert spielt in der kommenden Saison bei den Nürnberg Ice Tigers. „Die Antwort lautet: Ich habe noch mit niemandem in Nürnberg intensiv über einen Vertrag gesprochen. Außerdem stehe ich bei Karsten Mende im Wort, zuerst mit ihm über meine Zukunft zu sprechen. Natürlich weiß ich vom Interesse der Nürnberger, mehr aber gibt es nicht zu sagen.“

Im Moment hat Manager Karsten Mende ohnehin andere Sorgen. Er muss bis zum Dienstag einen Goalie finden, der im Verletzungsfall Sebastién Caron ersetzen kann. „Eine ganz schwere Kiste, denn der Markt ist leer“, raunt Mende. Wahrscheinlich werden die Sauerländer wie im vergangenen Jahr einen Stand-by-Goalie unter Vertrag nehmen, der nur dann eingeflogen wird, wenn wirklich etwas im Argen ist.

So weit wollen die Roosters es aber in keinem Fall kommen lassen. Das Ziel nämlich sind auch weiterhin die Play-offs. In einem Gespräch mit unserer Zeitung machte Michael Wolf unmissverständlich klar: „Wir schaffen die Play-offs, wenn wir hart arbeiten!“ Und schon kommt doch wieder Druck in den Alltag am Seilersee..

Roosters: Caron – Langwieder, Peltier; Kopitz, Ardelan; Cullimore, Blanchard; Danielsmeier – York, Wolf, Wörle; Hackert, Fretter, Hommel; Hock, Spina, Giuliano; Rupprich, Ritter, Cowan

Von Mirko Heintz

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