Fußball-Oberliga

Baumans Glücksschuss als Dosenöffner

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So strahlt ein Torschütze: Mit seinem Treffer zum 0:2 machte Andreas Spais am Sonntag den Sack zu.

Gütersloh – Mitunter muss es auch mal ein dreckiger Sieg sein: Nach drei sieglosen Spielen hat sich der RSV Meinerzhagen wieder in die Spur gekämpft und mit einem hart erarbeiteten 2:0 (0:0)-Erfolg beim FC Gütersloh dafür gesorgt, dass seine Leistungsdelle nicht zur Krise mutiert.

Vorab sei gesagt: Wer am Sonntag der Spielfläche im Heidewaldstadion seine Aufmerksamkeit schenkte, dürfte sich gewundert haben. Und zwar über den Plan, 2020/21 neben dem FC Gütersloh eventuell auch den SC Verl seine Heimspiele dort austragen zu lassen, sofern der Sport-Club in die 3. Liga aufsteigt. Kaum auszudenken nämlich, wie der Naturrasen aussehen dürfte, sollte er tatsächlich doppelt genutzt werden. Denn schon gestern, beim zehnten FCG-Heimspiel der Saison, präsentierte sich das Geläuf in grenzwertigem Zustand...

Damit zurechtkommen mussten selbstredend beide Mannschaften, dem Meinerzhagener Kombinationsfußball kam der Untergrund aber natürlich nicht gerade entgegen. Wenig überraschend setzten die Gütersloher zudem auf die Karten Zweikampfstärke und lange Bälle ins RSV-Zentrum, doch die Meinerzhagener zeigten sich gut vorbereitet. Statt der üblichen Viererabwehrkette bauten sie auf eine drei Mann starke Innenverteidigung und den verstärkten Offensivdrang der weiter nach vorn gezogenen Julian Jakobs und Adil Elmoueden auf den Flügelpositionen.

Zwar spielte sich das Geschehen im ersten Durchgang vorwiegend im Mittelfeld ab, doch der RSV konnte für sich reklamieren, dass die taktischen Änderungen griffen. Es kam nicht von ungefähr, dass die beiden Torchancen vor der Pause bei den Sauerländern – konkret bei Ron Berlinski (10.) und Pascal Beilfuß (38.) – lagen.

Dass sie das Spiel unbedingt gewinnen wollte, demonstrierte die Demir/Ermes-Elf nach Wiederbeginn, als sie einen Gang höher schaltete. Um ein Haar wäre es dabei aber zu einer Analogie zum Spiel der Vorwoche gekommen: FCG-Stürmer Marcel Rump startete zum Konter, doch anders als im Dortmund-Spiel Maximilian Podehl scheiterte Rump am im „Eins gegen eins“ einmal mehr ungemein präsenten Johannes Focher (53.).

Auf der anderen Seite suchte der RSV seiner Feldvorteile zum Trotz vergeblich den Dosenöffner – bis zur 60. Minute, als Til Bauman den Ball aus dem linken Halbfeld in Richtung Gütersloher Strafraum schlug. Die Kugel rutschte Bauman etwas über den Fuß, wurde immer länger und landete im Tor, wobei FCG-Schlussmann Berkay Yilmaz keine gute Figur machte.

Des Gegners Reaktion ließ nicht auf sich warten: Der FCG gab jedwede Zurückhaltung auf, und so wurde aus einem Kampfspiel ein Duell mit offenem Visier, in dem der RSV dank einer starken Defensivleistung letztlich die Null hielt. Dass Berlinski ein Strafstoß verwehrt wurde (73.), war dabei zu verschmerzen. Denn fünf Minuten vor Schluss zogen Alessandro Tomasello und der letztliche Torschütze Andreas Spais den Ostwestfalen mit einem Konter zum 0:2 den Stecker. Eingeleitet hatte den Angriff ein Steilpass von Bauman.

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