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Grundsätzlicher Neuaufbau: Darauf setzt künftig die HSG

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Von: Thomas Machatzke

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Handballmannschaft mit neuen Trikots
Die E-Jugend-Mädchen der HSG Lüdenscheid freuten sich zuletzt über einen neuen Trikotsatz von Sponsor Stadthonig, Imkerei Voerster. Für die neue Spielzeit sucht die HSG noch Mädchen der Jahrgänge 2010 bis 2013, um sowohl eine D- als auch eine E-Jugend bei den Mädchen melden zu können. © Privat

Die HSG Lüdenscheid möchte den weiblichen Jugendbereich von unten komplett neu aufbauen.

Lüdenscheid – Trotz Corona läuft es dieser Tage gut an im Mädchenbereich der HSG Lüdenscheid. Neben den zwei Mannschaften in der Altersklasse der weiblichen B-Jugend, die auch noch eine komplette weitere Saison in dieser Altersklasse verbleiben, hat sich auch die weibliche E-Jugend von Trainer Dirk Schroller gut im gemeinsamen Spielbetrieb mit dem Kreis Oberberg etabliert. Nach zwei hohen Niederlagen zum Saisonstart haben die Mädchen inzwischen 8:8 Punkte zu Buche stehen. Die Entwicklung stimmt.

„Unser Ziel muss es sein, den kompletten Mädchenbereich wieder von unten aufzubauen. Trotz Corona sind wir in diesem Bereich gewachsen und wollen dies noch weiter tun“, sagt Schroller. Deshalb bieten Jörg Klose, langjähriger Ober- und Regionalliga-Torwart der HSG und des Nachbarn SGSH, und Dirk Schroller am Samstag von 10 Uhr bis 12.30 Uhr in der Halle der Adolf-Reichwein-Gesamtschule ein Schnuppertraining für Mädchen der Jahrgänge 2010 bis 2013 an, hoffen, weitere Spielerinnen für den Handballsport begeistern zu können.

„Neben den zwei weiblichen B-Jugend-Teams und einer weiblichen E-Jugend würden wir in der nächsten Saison gerne auch eine weibliche D-Jugend an den Start bringen“, erklärt Schroller, „dafür ist die Personaldecke im Moment aber noch zu dünn. Deshalb hoffen wir, dass sich da noch etwas tut.“

Grundsätzlicher Neuaufbau: Darauf setzt künftig die HSG

Im F-Jugend-Bereich (Jahrgang 2014 und jünger) gibt es schon wieder neue interessierte Mädchen. Vom Grundansatz her scheint das Konzept der HSG also durchaus aufzugehen. Generell sind die Meldezahlen bei den Mädchen im Kreis noch deutlich schlimmer als bei den Jungen. Nur ein kontinuierlicher Aufbau kann da ein Pfund für die Zukunft sein. Die HSG ist mit zwei Frauen-Teams in der Landes- und Bezirksliga aktuell noch sehr gut aufgestellt, doch irgendwann wird man aus dem Nachwuchs nachlegen müssen.

Ein Blick in den Altkreis Lüdenscheid verdeutlicht, wie schwer sich der Frauen-Handball inzwischen tut. Neben den beiden HSG-Teams gibt es noch Mannschaften der SG Kierspe-Meinerzhagen, der DSG Lennetal und der SG Evingsen-Ihmert. Das war’s. Beim weiblichen Nachwuchs hatte die SGSH vor Saisonbeginn die eigentlich vielversprechende weibliche A-Jugend aus Personalgründen zurückgezogen. Es wird dünner. Umso wichtiger, dass sich die HSG auf die Karte Mädchen- und Frauenhandball setzt, um so ein entsprechendes Angebot in der Region aufrecht zu erhalten.

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