Inline-Skaterhockey

Highlander greifen wieder an

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Kapitän Matti Stein wird auch im Zweitliga-Team der Highlander Lüdenscheid wieder vorangehen und versuchen, den „Betriebsunfall Erstliga-Abstieg“ zu reparieren.

Lüdenscheid – Am Wochenende begannen in Köln, Kaarst, Essen und Krefeld die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft im Inline-Skaterhockey. In der Bergstadt herrschte dagegen seit dem vorvergangenen Samstag eine endlose Leere. Erstmals seit dem Aufstieg in die Erste Bundesliga stand für die Highlander des Lüdenscheider TV von 1861 nach der denkbar knappen Niederlage beim Nordkreisrivalen Samurai Iserlohn der Abstieg am Ende einer enttäuschenden Saison.

Nachdem erste Stimmen laut geworden waren, dass es mit dem Herren-Team daraufhin nicht mehr weiter geht, steht nun aber fest: Die Highlander greifen in der 2. Bundesliga wieder an. „Die Würfel sind gefallen. Das kann man so sagen“, klang Kapitän Matti Stein geradezu erleichtert, nachdem sich die Mannschaft im Rahmen eines Saisonabschiedsabends für den Neubeginn eine Etage tiefer ausgesprochen hatte. „Wir haben Pizza gegessen, wir haben Bier getrunken und dabei besprochen, dass wir weitermachen wollen“, war es wohl einhellige Meinung der etablierten Akteure, dass an ein Aufhören nicht zu denken sei.

Großer personeller Umbruch bleibt aus

Und wie es laut Stein nach jetzigem Stand aussieht, bleibt der befürchtete ganz große personelle Umbruch wohl aus. „Klar, es wird einige Abgänge geben. Einige werden aus unserer ‚Zweiten‘ dazustoßen. Ansonsten hat sich der Großteil für einen Verbleib entschieden.“ Und der Kapitän geht dabei mit gutem Beispiel voran: „Ich hätte wohl eher ans Aufhören gedacht, wenn wir den Klassenerhalt noch geschafft hätten“, gewährt Matti Stein einen Einblick in sein Inneres und betont: „So geht es vielen von uns.“

Heißt: Trotz gestiegenen Alters und fortwährender Vaterfreuden wollen vor allem die Stein, Svejda, Bruch und Co. den Schläger gewiss noch nicht an den Nagel hängen. Auch Dr. Stephan Seuster, Leiter der Inline-Skaterhockeyabteilung beim LTV 61, bestätigt, dass das sportliche Aushängeschild der Sparte in Liga zwei weitermachen wird. Dabei wird der Ligeneinteilung, die meist schon kurz nach Ende der Saison, jedenfalls aber auf der Verbandstagung im November vorgenommen wird, diesmal ein besonderes Gewicht zukommen, entspricht es natürlich dem Wunsch der Highlander, der wesentlich weniger reiseanfälligen und kostenempfindlichen Nord-Staffel zugeteilt zu werden.

Eine Rolle spielt dabei, welches der acht an den Aufstiegs-Play-offs beteiligten Teams als Meister in die Erste Bundesliga aufsteigt. In den Überkreuzvergleichen haben nach der ersten Viertelfinalrunde drei Süd-Teams, jedoch nur ein Nord-Team die Nase vorn. Für Stephan Seuster geht es gemeinsam mit dem engeren Spielerkreis derweil auch darum, einen neuen Mann für die Bande zu finden. „Die Erfahrung hat aus meiner Sicht gezeigt, dass ein Spielertrainer immer schlecht ist“, so der Abteilungschef, der die Suche aufgenommen hat. Die Wunden nach der Abstiegsentscheidung, sie sind zwar noch nicht ganz geschlossen. Die ganz große Leere, die die Highlander aber erfasst hatte, sie scheint bereits einer Aufbruchstimmung gewichen.

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