Ein grandioses zweites Drittel gegen Berlin

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Eine starke Leistung boten Tobias Wörle (links) und die Roosters vor allem im zweiten Drittel.

ISERLOHN ▪ Mit einem überraschend klaren 4:0 (0:0, 4:0, 0:0)-Erfolg über den Deutschen Meister Eisbären Berlin haben sich die Iserlohn Roosters im Play-Off-Kampf der Deutschen Eishockey-Liga zurückgemeldet. Nach einem grandiosen zweiten Drittel mit vier wunderbaren Toren sicherten sich die Sauerländer im vierten Spiel gegen die Hauptstädter ihren dritten Sieg.

Läuferisch gut, kampfeslustig und mit viel Überblick starteten die Roosters in die Partie – und das, obwohl mit Jeff Giuliano, der im Training mit Mark Ardelan zusammengeprallt war und über Kopfschmerzen klagte, einer der wichtigsten Spieler fehlte. Michael Wolf verrichtete deshalb Doppelschichten, agierte zusätzlich noch in einer Reihe mit Hock und Spina, und die Blau-Weißen erspielten sich konstant gute Gelegenheiten, hätten durch Wolf (3.), Cowan (12.) und Hommel (13.) in Führung gegen können.

Im ersten Abschnitt wollte letzteres zwar nicht gelingen, doch das vollbrachten die Iserlohner im Mittelabschnitt dann in Perfektion – dank eines genialen Moments von Christian Hommel. Der Hemeraner brachte sein Team mit einem schönen Move vor dem Berliner Tor verdient in Führung (21.). Es war Hommels erster Saisontreffer, und sein zweiter folgte nur knapp vier Minuten später. Zum sehenswerten 2:0 leisteten Hackert und Peltier die Vorarbeit. Damit aber hatten die Roosters noch lange nicht genug, vielmehr erhöhten Spina und York im Vier-Minuten-Takt auf 4:0. Dazwischen hatte Berlins Trainer Jackson Goalie Zepp zu Gunsten von Nastiuk vom Eis genommen, aber auch der war bei Yorks Treffer machtlos. Eine unschöne Szene hielt das zweite Drittel allerdings auch noch bereit: Der Berliner Sim checkte Blanchard an der Bande von hinten. Iserlohns Kanadier wurde dabei glücklicherweise nicht verletzt, Sim erhielt eine Spieldauerdisziplinarstrafe.

Im Schlussdrittel stellten die Gäste unter Beweis, dass sie sich trotz des klaren Rückstands noch nicht aufgegeben hatten. Immer wieder erarbeitete sich die Mannschaft aus der Hauptstadt gute Gelegenheiten, Sébastien Caron im Tor der Roosters aber zeigte insbesondere in der Schlussphase mit hervorragenden Paraden sein Können. Und weil auch seine Vorderleute in der Defensive konzentriert und ohne Schnörkel agierten und Fehler wie zuletzt im Straubing-Heimspiel vermieden, durften sich die Iserlohner am Ende über drei wichtige Punkte im Kampf um die Play-Off-Plätze freuen. Nach einem Lattenknaller der Berliner musste Schiedsrichter Zehentleitner zwar noch einmal den Videobeweis bemühen, ein Treffer am Seilersee gelang den Eisbären an diesem Abend gleichwohl nicht. J MiHei

Roosters:Caron – Ardelan, Kopitz; Cullimore, Blanchard; Peltier, Langwieder; Danielsmeier – Hock, Wolf, Spina; Hackert, Hommel, Fretter; Rupprich, Cowan, Ritter; York, Wörle

Eisbären: Zepp, Nastiuk (ab 28:33) – Baxmann, Sharrow; Hörler, Regehr; Supis, Angell – Talbot, L. Braun, T. J. Mulock; Olver, Busch, Tallacksson; Weiß, T. Mulock, Sim; Schlenker

Schiedsrichter: Zehentleitner (Oberstorf)

Tore: 1:0 (20:46) Hommel (Spina), 2:0 (24:43) Hommel (Hackert, Peltier), 3:0 (28:33) Spina (Hock), 4:0 (31:54) York (Wörle)

Strafminuten: Roosters 8, Eisbären 15 + Spieldauerdisziplinarstrafe für Sim –Zuschauer:4599

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