Glück und Lächeln kehren mühsam zurück

Starke Leistung gegen die HSE Hamm: Alex Brauckmann.

SCHALKSMÜHLE – Die Handballer der SG Schalksmühle-Halver haben sich im Abstiegskampf der 3. Liga West zurückgemeldet. Exakt 90 Tage nach dem letzten Sieg gegen die HSG Barnstorf-Diepholz feierte das Grasediek-Team am Samstagabend vor 250 Zuschauern am Löh einen 32:30 (17:16)-Erfolg gegen den Tabellenvorletzten, die HSE Hamm. Der Sieg war ein hart erkämpfter, aber auch ein lebenswichtiger für die Chance auf den Klassenverbleib, denn auch die Konkurrenz punktete – im Falle des TuS Spenge (gegen Hagen) und der HSG Barnstorf (gegen Aurich) sogar höchst unverhofft. Der Rückstand auf den neunten Tabellenplatz beträgt für die SGSH weiterhin vier Punkte.

Gegen die HSE Hamm war das Spiel „keine Augenweide“ (O-Ton Mathias Grasediek bei der Pressekonferenz) – es war indes ein Mutmacher. Ein Mutmacher, weil die SGSH es schaffte, auch einige Nackenschläge wegzustecken, weil das Team im Kollektiv verbessert daherkam und so auch das Glück am Ende zurückkehrte und wenig später – nach der Partie – sogar das Lächeln in den Gesichtern der Spieler.

Ohne Jan Stuhldreher (Fieber) und mit einem angeschlagenen Christian Feldmann, der in der Abwehr geschont wurde, waren die personellen Voraussetzungen gegen den Westfalenmeister nicht die besten. Dass sich Daniel Buff nach nur zehn Minuten zwei Zeitstrafen abgeholt hatte, verbesserte die Lage nicht unbedingt. Da auch Damian Bungart im Tor keinen guten Tag erwischt hatte, übernahm ab dem 3:4 (8.) der Gast das Kommando. Nur mit viel Mühe und – nach einem Torwartwechsel – mit den tollen Paraden von Dennis Zielony drehte die SGSH die Partie nach dem 10:12 (21.) zum 17:16-Pausenstand.

Auch nach dem Wechsel indes blieb es ein zähes Ringen, bei dem beide Parteien viele Fehler unterliefen. Vor allem gegen Linkshänder Dominik Wiesmann (8) und Kreisläufer Manuel Honerkamp (7) fand die SGSH über die gesamte Dauer kein Rezept. Immerhin setzte sie selbst Akzente, vor allem immer wieder durch den frechen Alex Brauckmann (6), aber zunehmend auch durch Christian Feldmann (4). Bis zum 25:25 war die Partie trotzdem völlig offen (45.). Ein paar gute Minuten später stand es zwar 29:26 (50.), doch ein Ruhekissen war selbst das noch nicht. Die HSE steckte nicht auf, versuchte alles und kam in Überzahl auf 30:29 (57.) heran. Es war die Phase, in der das Spiel hätte kippen können, doch erst zielte Lommel beim Gegenstoß weit am Tor vorbei, dann fiel ihm der Ball beim nächsten Gegenstoß auf den Fuß. So überstand die SGSH die kritische Phase und durfte nach den Toren von Lemke und Buff zum 32:29 aufatmen. Der erste Schritt heraus aus dem Keller war gemacht.

Thomas Machatzke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare