Empfindliche Strafen gegen TSKV Altena

+
Clemens Wurm fällte als Einzelrichter des Kreissportgerichts das Urteil

Lüdenscheid/Altena – Entscheidend im Kampf um den Liga-Verbleib war es nicht mehr, gleichwohl aber bedurfte es einer Aufklärung der Ereignisse, die am 19. Mai nach 65 Minuten beim Stand von 3:2 für den Gast zum Abbruch des B-Ligaduells zwischen dem TKSV Altena und RW Lüdenscheid II geführt hatten.

Die präsentierten sich nämlich nach dem Sonderbericht des Unparteiischen bei Weitem nicht so harmlos, wie es es der TSKV bald nach dem Abbruch auf seiner Facebook-Seite dargestellt hatte („Es gab keinerlei Gründe, das Spiel abzubrechen“), was der Verein allerdings später im Verfahrensverlauf relativierte.

Drei TSKV-Spieler belangt, der Übungsleiter ebenso

Den Schiedsrichter-Eindruck stützte Clemens Wurm als Einzelrichter des Kreissportgerichts und damit Stellvertreter von Heiko Kölz in seinem im schriftlichen Verfahren verhängten Urteil: Die Wertung erfolgt mit 2:0 zu Gunsten von RW Lüdenscheid II, wegen des verschuldeten Spielabbruchs wurde der TSKV Altena zu einer Geldstrafe von 250 Euro verdonnert. Empfindliche Sperren beziehungsweise Geldstrafen gab es gegen einzelne, nach Schiriaussagen identifizierte „Sünder“ aus TSKV-Reihen: Ein Akteur, der den Schiri nach Gelb-Roter Karte und Wiederbetreten des Platzes bedroht hatte, ihn später – nach dem Spielabbruch – dann gar mittels eines Schulterstoßes tätlich angegangen war, wurde wegen tätlichen Angriffs auf den Schiedsrichter in einem minderscheren Fall in Verbindung mit vorangegangener Bedrohung für sieben Monate bis zum 5. Januar 2020 gesperrt.

Ein weiterer TSKV-Spieler hat bis zum 1. Dezember Zeit darüber nachzudenken, dass sich Schiedsrichterbeleidigungen und grob unsportliches Verhalten gegenüber dem Referee nicht auszahlen. Auch einen dritten Spieler trifft die ausgesprochene Schiedsrichterbeleidigung erheblich: Sperre für 14 Wochen, höchstens jedoch 14 Pflichtspiele lautet das Urteil von Einzelrichter Wurm (Neuenrade).Schließlich wurde auch der Übungsleiter der Burgstädter für unsportliches Verhaltens gegenüber dem Spielleiter als Wiederholungstäter zu einer Geldstrafe von 100 Euro verurteilt. Trotz der Spielwertung hielten die Altenaer die Klasse.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare