Gesundheitssport

Olympia-Held als Bewegungsbotschafter bei Firma Schaeffler

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Seit 2011 hält der Ex-Spitzensportler Frank Busemann Vorträge, wie hier bei Schaeffler Engineering in Werdohl.

Werdohl - Die Erfahrung, dass Sport eben nicht – wie sprichwörtlich oft behauptet – gleich „Mord“ ist, hat am Freitag die Belegschaft der Firma Schaeffler Engineering in Werdohl gemacht.

Sie traf nämlich Frank Busemann, den ehemaligen Top-Zehnkämpfer und Olympia-Teilnehmer aus Dortmund, der nicht nur von seinen ersten Eindrücken der Stadt Werdohl schwärmte. Am Rande der Veranstaltung erzählte der Ex-Spitzensportler, wie ein Wettkampf in Lüdenscheid beinahe sein Leben verändert hätte. 

Busemann, der nach seiner aktiven Sportlerkarriere (u.a. Silber bei den Olympischen Spielen in Atlanta) unter anderem als TV-Experte arbeitete, bietet seit 2011 Vorträge, Seminare und Projektarbeiten für Unternehmen an. Für ein Treffen unter dem Motto „Spitzensportler bewegen Mitarbeiter“ lud die Barmer Lüdenscheid in Kooperation mit der Firma Schaeffler in Werdohl Busemann an die Lenne ein. 

Die Teilnehmer lauschten zunächst gespannt dem Vortrag des ehemaligen Leistungssportlers, ehe es dann an den praktischen Teil ging: Sie bekamen von ihm verschiedene Übungen gezeigt, die sie im Alltag nachmachen können. Denn: „Bewegung ist äußerst wichtig“, betonte Busemann. Und davon habe die Durchschnittsbevölkerung deutlich zu wenig. „Rund 10 000 Schritte soll man sich täglich bewegen. Die meisten Menschen in Deutschland liegen aber darunter“, behauptete Busemann. Doch nicht nur Bewegung im Allgemeinen war das Thema der Veranstaltung. 

Oft ging Busemann auf Anekdoten seiner aktiven Laufbahn als international erfolgreicher Zehnkämpfer ein: Immer dann, wenn sie seine Thesen veranschaulichen oder untermauern konnten. „Sport muss der Gesundheit dienen“, stellt Busemann klar und fügt hinzu: „Leistungssport ist in der Regel aber nicht gesund.“ Wichtig dabei sei etwa, sich stets seiner Stärken bewusst zu sein und sich von Rückschlägen oder auch Verletzungen nicht unterkriegen zu lassen. Vielmehr solle man sich auf das konzentrieren, was für den Moment möglich ist, und sich – wenn nötig – auch für Neues öffnen. 

Neu war für den 43-jährigen Ex-Spitzensportler auch die Stadt Werdohl, die ihn regelrecht begeisterte: „Ich muss schon sagen, die Aussicht, wenn man nach Werdohl hinein fährt, ist bemerkenswert.“ Andere Städten des Märkischen Kreises hatte er – vor allem sportlich bedingt – bereits in seiner Jugend besucht. So erinnert sich Busemann an ein Erlebnis in Lüdenscheid, das beinahe sein Leben verändert hätte.

„Ich war im Diskuswurf für die Westfalenmeisterschaften in Lüdenscheid gemeldet, hatte mich aber nach dem Wettbewerb für ein Date verabredet. Ich wollte die Würfe hinter mich bringen und nur noch wieder nach Hause, wo meine Herzensdame auf mich wartete. Dann kam ich aber unerwartet in den Endkampf – und kam viel zu spät zu meiner Verabredung“, schilderte Busemann seine Zwangslage. Zum Negativen verändert hat die Erfahrung in der Bergstadt sein Leben indes nicht: Das Date war wohl trotz Verspätung noch erfolgreich, die damalige Verabredung ist seine heutige Ehefrau.

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