Gesiegt, aber nicht mit Ruhm bekleckert

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Als halbherzig bezeichnete HSV-Trainer Kai Henning die Angriffsleistung seiner Mannschaft. Hier setzt sich Oliver de Liello, der beste Werdohler Angreifer, allerdings energisch durch.

WERDOHL ▪ Halden-Herbeck hat die HSV Werdohl/Versetal am Samstagabend zwar herausgefordert, am Ende behielt die Henning-Sieben aber mit 28:25 (16:13) die Oberhand. Wie zuletzt in Hagen bekleckerten sich Lohmann und Co nicht gerade mit Ruhm, gewannen aber immerhin.

Als halbherzig und pomadig bezeichnete Henning nach dem Abpfiff vor allem die Angriffsleistung in manchen Phasen. Weil die Schützlinge des Ex-HSVers Rainer Woyck nicht vollständig an ihre Hinspielleistung anknüpften, gingen sie diemal leer aus.

Ohne wirklich zu glänzen, legten die Gastgeber einen guten Start hin, führten 4:1 und schienen beim 13:8 Gegner und Spiel noch im Griff zu haben. Vor allem in der Schlussphase der ersten Halbzeit schlichen sich dann vermehrt Unkonzentriertheiten ein. „Anstatt 25:11 zu führen“, wie es Henning nach dem Abpfiff für möglich gehalten hatte, lag die HSV „nur“ mit zwei Toren (15:13) in Front.

Und dann passierte, was ein Titelkandidat eigentlich unbedingt vermeiden sollte. Die HSV ließ sich vorne regelrecht in Wurffallen locken. Eine spielerische Linie war nach dem Seitenwechsel erst mal nicht erkennbar. Weil Otterbach ordentlich hielt und Göbels, der den Werdohlern das Leben im Hinspiel noch richtig schwer gemacht hatte, kaum traf, dauerte es bis zur 41. Minute, ehe Halden erstmals ausglich (19:19). Ein mal Fahrt aufgenommen, legte die SG durch Homberger (2) gleich noch zum 19:21 nach. Dieser Tiefschlag schmerzte offenbar so sehr, dass sich die Gastgeber besannen und fortan disziplinierter auftraten. Pelka, der zuvor nach einem Foul an Lohmann noch mit einer Zeitstrafe davon gekommen war, durfte nach einem weiteren harten Einstieg gegen Burzlaff vorzeitig duschen (50.). Beim 25:24 (55.) folgte die Schlüsselszene. Van der Hurk stibitzte seinem Gegenspieler den Ball, den Gegenstoß verwandelte Bluhm. De Liello legte in einer starken Eins-gegen-eins-Szene zum 27:25 nach, ehe Kämmerer den möglichen Anschluss durch Klein entschärfte. Hurlbrinks zweiter Treffer zum 28:25-Endstand (60.) ließ Henning dann einen großen Stein vom Herzen fallen. J maj

HSV: Otterbach, Kämmerer – Hurlbrink (2), Bluhm (4), van der Hurk (4), Scheuermann (1), Lohmann (1), J. Lakic (3), Blumberg, M. Lakic (1), Scheerer (2), Burzlaff (1), de Liello (9/2), Lengelsen

SG:Wolff, Hering – Weiss, Jezusek, Geisler (4), Grebe (2), Pelka (5), Homberger (4), Klein, Göbels (1), Appelbaum, Segreff (8/2), Suhr (1)

Zeitstrafen:HSV 2 – SG 2

Besondere Vorkommnisse: Rote Karte gegen Michael Pelka nach Foul an Jens Burzlaff

Schiedsrichter: Pühl/Henschel (Iserlohn)

Zuschauer:250

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