Motorsport

19,4 Sekunden am Klassensieg vorbei

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Der Avia-Clio von Gerrit Holthaus, Stephan Epp und Michael Bohrer fuhr bei schönstem Herbstwetter auf dem Nürburgring knapp am Klassensieg vorbei.

Nürburgring – Beim achten von neun Rennen zur Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring fuhren Gerrit Holthaus (Lüdenscheid), Stephan Epp (Wuppertal) und Michael Bohrer (Merzig) auf den zweiten Platz von acht Startern in der Gruppe H bis 2000 ccm. Das Renault Clio-Trio verpasste nach vier Stunden Renndauer den Klassensieg nur um 19,4 Sekunden.

„Eine oder zwei Runden länger, und wir hätten vielleicht sogar gewonnen“, sagte Gerrit Holthaus, der auch mit dem zweiten Rang zufrieden war. „An diesem Tag war das das Maximum mit drei Fahrern.“ Der achte Lauf war der erste in diesem Jahr, bei dem es durchgängig trocken war. Kein Reifenpoker, keine beschlagenen Scheiben: Meistens schien die Sonne an diesem schönen Herbsttag. Da ein Renault Clio zwei Stunden mit einer Tankfüllung absolvieren kann, war klar, dass Holthaus/Epp/Bohrer einen Stopp mehr als die Hauptkonkurrenten Tobias und Daniel Overbeck (beide Kempen) einlegen müssen.

Zu hoher Luftdruck beim Holthaus-Team

Stephan Epp fuhr den Start und konnte die Führung fünf Runden lang behaupten. In der sechsten Runde ging Tobias Overbeck am Ende der Döttinger Höhe vorbei. Zwei Umläufe später drehte „Eppi“ den Spieß wieder um und übergab an Holthaus. Dieser fiel durch den Boxenstopp auf Platz drei zurück, übernahm aber fünf Runden später die Führung.

„Ich sah ich den Overbeck-Clio auf die Nordschleife abbiegen, als ich durch den Hatzenbachbogen fuhr. Im absoluten Attacke-Modus war ich kurz vor Wehrseifen bis auf 20 Meter dran. Nach dem Bergwerk konnte ich mit mehr Schwung rechts vorbeifahren.“ Holthaus baute den Vorsprung auf 20 Sekunden auf, litt dann aber unter nachlassenden Reifen. „Leider war der Luftdruck viel zu hoch, ich bekam massives Untersteuern.“

Michael Bohrer übernahm den Avia-Clio und kehrte mit rund 1:35 Minuten Rückstand ins Rennen zurück. Bis auf 19 Sekunden konnte der Saarländer den Abstand reduzieren. Holthaus: „Mit drei Mann kann man nicht mehr erreichen. Wir waren unterm Strich etwas schneller als die Overbecks. Das Ergebnis geht völlig in Ordnung.“

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