RW Lüdenscheid patzt zum Auftakt

Haderte mit dem Spiel seiner ersatzgeschwächten Mannschaft: Rot-Weiß-Trainer Robert Krumbholz. - Foto: Holz

GERLINGEN -  Schlechter hätten die Bezirksliga-Kicker von Rot-Weiß Lüdenscheid nicht aus der Winterpause starten können, 0:3 ging der Auftakt beim FSV Gerlingen verloren. „Das war gar nix“, sagte RWL-Trainer Robert Krumbholz nach Abpfiff.

Von Emanuel Holz 

Tuz zurück am Nattenberg

Riesenrückrundenverstärkung für den vom Verletzungspech heimgesuchten Fußball-Bezirksligisten Rot-Weiß Lüdenscheid. Nach seinem Intermezzo beim Landesligisten FSV Werdohl kehrt Torjäger Semir Tuz zum Nattenberg zurück, wo er in der Rückrunde der VorSaison mit seinen Treffern zum Garanten für den Klassenerhalt geworden war. RWL hatte mit Tuz und FSV Werdohl den Wechsel, der während der Transferperiode Ende Januar über die Bühne gegangen war, zur „geheimen Kommandosache“ gemacht, der Spieler indes war bereits am Sonntag für die Rot-Weißen spielberechtigt und feierte – leicht angeschlagen – in Gerlingen sein RWL-Comeback.

Das Spiel war vier Minuten alt, als ein FSV-Einwurf über die Innenverteidiger Katsaros und Özsoy hinweg segelte und Nick Halbe freistehend vollendete (4.). Die verunsicherten Gäste fanden nicht ins Spiel, es folgten weitere FSV-Chancen: Dennis Zeppenfelds 16m-Schuss zischte links vorbei (10.), Lars Rademacher scheiterte danach an Brackmann (14.). Trotz des 4-2-3-1-Systems der RWL-Elf kreierten die Hausherren Überzahl im Mittelfeld, zeigten mehr Laufbereitschaft und das bessere Zweikampfverhalten. Das Umschaltspiel der Rot-Weißen hingegen war zu behäbig, Fehlpässe im Spielaufbau verhinderten eigene Torchancen.

Das FSV-Trio Klann, Rademacher und Zeppenfeld stellte die RWL-Abwehr mit schnellen Kombinationen und variablem Offensivspiel immer wieder vor große Probleme. Der beste Spieler auf dem Feld, RWL-Torwart Jonas Brackmann, verhinderte mit tollen Paraden weitere Treffer (27., 31.). Im Anschluss steigerten sich die Gäste, kamen im Zentrum besser in die Zweikämpfe und gewannen so an Sicherheit. Kurz darauf die erste Offensiv-Aktion: Lars Scheerer setzte mit einem hohen Steilpass Mark Sattler in Szene. Dieser scheiterte jedoch mit seinem Heber an FSV-Keeper Stevens. In der 41. Minute kratzte Tugay Özsoy nach einer Chance von Klann den Ball von der Linie und hielt sein Team im Spiel.

FSV:  Stevens – Büdenbender, Willmes, Schuchert (60. L. Stahl), P. Stahl, Münchow, Klann (73. Linz), Rademacher, Beckmann, D. Zeppenfeld, N. Halbe (46. Brüser)

RWL: Brackmann – Katsaros, Scheerer, Sattler, Besirlioglu, Jindou, Albrecht, Urbas, Özsoy, Öztürk (81. Krumbholz), Tuz (88. Kidane)

Schiedsrichter:  Zeki Güngör (Bad Laasphe)

Tore:  1:0 (4.) Halbe, 2:0 (47.) Klann, 3:0 (87.) Beckmann

In Hälfte zwei ging es hoch her: Sattler bediente Urbas, der scheiterte aus zwölf Metern an Stevens, den Abpraller drückte Sattler zwar über die Linie, Schiri Güngör entschied beim Nachschuss jedoch auf Abseits (46.). 60 Sekunden später beförderten die Gäste nach einer Ecke den Ball nicht aus der Gefahrenzone, Schucherts Schuss aus kurzer Distanz hielt Brackmann glänzend, den Abpraller verwertete Klann zum 2:0. In der Folge spielte RWL planlos. Hatem Jindou hatte in der 75. Minute den Anschlusstreffer auf dem Fuß, er vergab aber zu überhastet. Ein Sonntagsschuss von Beckmann besiegelte die Pleite (87.).

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